Meckenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirner Land an.
Geographie Meckenbach liegt in den nördlichen Ausläufern des Nordpfälzer Berglands in einem Seitental der Nahe. Im Westen befindet sich Kirn und im Norden Hochstetten-Dhaun.
Geschichte Über die Vor- und Frühgeschichte des Dorfes weiß man wenig. Allerdings scheint das Vorkommen und die Gewinnung von Kupfererzen bereits auf eine Besiedlung der Gemarkung in keltischer Zeit hinzudeuten.
In Meckenbach ließ der Mainzer Erzbischof und Erzkanzler des Reiches Willigis um 1000 eine Kirche errichten, die dem Kloster Disibodenberg unterstellt war. Der Gründungsbau ist im Wesentlichen noch erhalten. Es handelt sich um ein schlichtes, im romanischen Stil erbautes Bruchsteingebäude mit Ostturm. Eine Erweiterung des Kirchenschiffes wurde um 1750 vorgenommen. Das Gotteshaus ist mit einer Orgel der Gebrüder Stumm aus Rhaunensulzbach aus dem Jahr 1836 ausgestattet, die 1981 restauriert wurde.
Das Dorf gehörte im Mittelalter stets zum wildgräflichen Amt Kyrburg und wurde um 1550 reformiert. Auch die Bauern aus Meckenbach hatten an die Herren von Steinkallenfels den sogenannten „Zollhafer“ zu zahlen, wenn sie mit ihren Produkten den Kirner Markt beschichten. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Meckenbach Schultheißerei, Ort im Oberamt Kyrburg, wo ein herrschaftlicher Beamter als Schultheiß die Verwaltung der Gemeinde im Namen der Wild- und Rheingrafen von Kyrburg versah.
Nach der Besetzung des Linken Rheinufers im Ersten Koalitionskrieg (1794) wurde die Verwaltung der Region nach französischem Vorbild reorganisiert. Meckenbach gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Meisenheim im Saardepartement und von 1800 an zur neu gebildeten Mairie Merxheim, wozu die Gemeinden Bärweiler, Überhochstetten (Hochstetten), Meckenbach und Merxheim zählten.
Dieser Gemeindeverband blieb auch nach dem Ende der französischen Herrschaft bestehen und bildete ab 1816 die Oberschultheißerei Merxheim im hessen-homburgischen Oberamt Meisenheim. Nach dem Übergang des Oberamtes Meisenheim an Preußen im September 1866 wurde Meckenbach der Bürgermeisterei Meddersheim zugeordnet. Dort verblieb die Gemeinde Meckenbach bis zum Jahr 1940, als sie zusammen mit Hochstetten dem Amt Kirn-Land zugeordnet wurde.Statistische Mappen, Verbandsgemeinde Kirn-Land, 2009
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Meckenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 292 1835 ~ 310 1871 336 1905 386 1939 361 1950 384 1961 373 Jahr Einwohner 1970 373 1987 392 1997 411 2005 418 2011 386 2017 3592022364 mini|400px|Einwohnerentwicklung von Meckenbach (bei Kirn) von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Meckenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Ortsbürgermeister ist Michael Schlarb. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 89,50 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 82,5 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
Wappen
mini|hochkant|Ev. Kirche in Meckenbach
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Kirche stammt in großen Teilen aus dem Jahr 976. In dem romanischen Bau findet sich eine Stumm-Orgel aus dem Jahr 1836.
Verkehr Im Norden verläuft die Bundesstraße 41. In Kirn ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.
Persönlichkeiten Johannes Schwenck (1777–1863), deutscher Gutsbesitzer und Politiker
Weblinks
Internetpräsenz der Gemeinde Meckenbach Ortsgemeinde Meckenbach auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kirner Land
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bad Kreuznach