Der DFB-Pokal 2014/15 war die 72. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Männer. Das Finale fand am 30. Mai 2015 statt und wurde im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Pokalsieger wurde erstmals der VfL Wolfsburg mit einem 3:1-Sieg über Borussia Dortmund.

Da der VfL Wolfsburg als DFB-Pokalsieger bereits über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert war, kam erstmals die neue Regelung der UEFA zur Anwendung, wonach sich – anders als in den Vorjahren – nicht mehr der Verlierer des Finales für die Europa League qualifizierte, sondern der Sechste der Bundesliga-Abschlusstabelle, der FC Schalke 04, von der 3. Qualifikationsrunde in die Gruppenphase aufrückte und der Siebte, Borussia Dortmund, als zusätzlicher Teilnehmer den freien Platz in der 3. Qualifikationsrunde erhielt.

Es durften keine zwei Mannschaften eines Vereins oder einer Kapitalgesellschaft an den Spielen um den DFB-Vereinspokal teilnehmen.

Teilnehmende Mannschaften

Für die erste Runde waren 64 Mannschaften sportlich qualifiziert:

Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2013/14 2. Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2013/14 3. Ligadie 4 Bestplatzierten der Saison 2013/1420px  FC Bayern München (TV) 20px  Borussia Dortmund 20px  FC Schalke 04 20px  Bayer 04 Leverkusen 20px  VfL Wolfsburg 16px  Borussia Mönchengladbach 20px  1. FSV Mainz 05 20px  FC Augsburg 20px  TSG 1899 Hoffenheim 20px  Hannover 96 20px  Hertha BSC 20px  Werder Bremen 20px  Eintracht Frankfurt 20px  SC Freiburg 20px  VfB Stuttgart 20px  Hamburger SV 20px  1. FC Nürnberg (II) 20px  Eintracht Braunschweig (II)20px 1. FC Köln (I) 20px  SC Paderborn 07 (I) 20px  SpVgg Greuther Fürth 20px  1. FC Kaiserslautern 20px  Karlsruher SC 20px  Fortuna Düsseldorf 20px  TSV 1860 München 20px FC St. Pauli 20px  1. FC Union Berlin 20px  FC Ingolstadt 04 20px  VfR Aalen 20px  SV Sandhausen 20px  FSV Frankfurt 20px  FC Erzgebirge Aue 20px  VfL Bochum 20px  Arminia Bielefeld (III) 20px  Dynamo Dresden (III) 20px  Energie Cottbus (III)20px  1. FC Heidenheim (II) 20px  RB Leipzig (II) 20px  SV Darmstadt 98 (II) 20px SV Wehen Wiesbaden Vertreter der Landesverbände24 Vertreter der 21 Landesverbände des DFB, in der Regel die Landespokalsieger der Saison 2013/14 Baden 20px FC-Astoria Walldorf (IV) Bayern 20px Würzburger Kickers (IV) 20px FV Illertissen (IV) Berlin 20px FC Viktoria 1889 Berlin (IV) Brandenburg 20px FSV Optik Rathenow (V) Bremen 20px Bremer SV (V) Hamburg 20px USC Paloma Hamburg (V) Hessen 20px  Kickers Offenbach (IV) Mecklenburg-Vorpommern 20px  1. FC Neubrandenburg 04 (V) Mittelrhein 20px FC Viktoria Köln (IV) Niederrhein 20px MSV Duisburg (III) Niedersachsen 20px  FT Braunschweig (IV) 20px  BSV Rehden (IV) Rheinland 20px Eintracht Trier (IV) Saarland 20px FC 08 Homburg (IV) Sachsen 20px Chemnitzer FC (III) Sachsen-Anhalt 20px 1. FC Magdeburg (IV) Schleswig-Holstein 20px Holstein Kiel (III) Südbaden 20px SV Waldkirch (VI) Südwest 20px SV Alemannia Waldalgesheim (VI) Thüringen 20px FC Carl Zeiss Jena (IV) Westfalen 20px Preußen Münster (III) 20px Sportfreunde Siegen (IV) Württemberg 20px Stuttgarter Kickers (III) Ligaebene in Klammern: I = Bundesliga • II = 2. Bundesliga • III = 3. Liga • IV = Regionalliga • V = Oberliga • VI = Verbandsliga

Termine Die Spielrunden wurden an folgenden Terminen ausgetragen: 1. Hauptrunde: 15.–18. August 2014 2. Hauptrunde: 28./29. Oktober 2014 Achtelfinale: 3./4. März 2015 Viertelfinale: 7./8. April 2015 Halbfinale: 28./29. April 2015 Finale in Berlin: 30. Mai 2015

Übersicht Die jeweils obere Mannschaft besaß Heimrecht.

1 Sieg nach Verlängerung2 Sieg im Elfmeterschießen

1. Hauptrunde Die Auslosung der ersten Hauptrunde fand am 1. Juni 2014 im Rahmen des ARD-WM-Clubs statt. Die 64 Mannschaften wurden gemäß Reglement des DFB-Pokals in zwei Lostöpfe mit je 32 Mannschaften verteilt. In einem Topf waren die unterklassigen Mannschaften enthalten, die sich über die Landesverbände für den DFB-Pokal qualifiziert hatten (24), in der Saison 2013/14 in der 2. Bundesliga die letzten Plätze belegt hatten (4), in der Saison 2013/14 in der 3. Liga die ersten vier Plätze belegt hatten (4).

Jeder dieser 32 Mannschaften wurde eine Mannschaft aus dem anderen Lostopf zugelost, in dem alle 18 Mannschaften der 1. Bundesliga und die 14 höchstplatzierten der 2. Bundesliga aus der Saison 2013/14 enthalten waren. Das Heimrecht stand den Mannschaften des erstgenannten Topfs zu.

Der deutsche U-21-Nationaltrainer Horst Hrubesch übernahm die Rolle des Ziehungsleiters. Die Begegnungen zog die ARD-Brasilien-Expertin Fernanda Brandão. Die Auslosung ergab folgende Begegnungen (In Klammern ist die Ligaebene angegeben, in der der Verein spielt):

2. Hauptrunde In der zweiten Hauptrunde wurde wie in der ersten Runde aus einem Amateur- und einem Profitopf gelost. Solange in beiden Töpfen Mannschaften verblieben waren, wurden Begegnungen zwischen je einer Amateur- und Profimannschaft gelost. Anschließend wurden die Mannschaften aus dem verbleibenden Topf unter sich ausgelost.

Die Begegnungen der zweiten Hauptrunde wurde am 23. August von der mexikanischen TV-Reporterin Vanessa Huppenkothen ausgelost. Ziehungsleiter war der Trainer der deutschen U-19-Fußballnationalmannschaft Marcus Sorg. Die Auslosung ergab folgende Begegnungen (In Klammern ist die Ligaebene angegeben, in der der Verein spielt):

Achtelfinale Die Spielpaarungen des Achtelfinales wurden am 29. Oktober 2014 nach der Zweitrundenpartie Hamburg-Bayern im Sportschau Club der ARD ausgelost. Die Lose zog die ARD-Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers; die Rolle des Ziehungsleiters übernahm, wie auch bei der Auslosung zur ersten Hauptrunde, der Trainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft Horst Hrubesch.

Viertelfinale Die Spielpaarungen des Viertelfinales wurden am 8. März 2015 in der ARD-Sportschau ausgelost. Die Lose zog Nia Künzer; die Rolle des Ziehungsleiters übernahm der Kotrainer der deutschen Nationalmannschaft Thomas Schneider.

Halbfinale Die Spielpaarungen des Halbfinals wurden am 8. April 2015 nach der Viertelfinalpartie Bayer Leverkusen gegen Bayern München im Sportschau Club der ARD ausgelost. Die Lose zog Rico Weiler, Spieler des KFC Uerdingen 05. Die Rolle des Ziehungsleiters übernahm, wie auch bei der Auslosung im Achtelfinale, der Trainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft, Horst Hrubesch.

Das Elfmeterschießen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund verlief ungewöhnlich: Kein Bayern-Spieler konnte seinen Strafstoß verwandeln. Philipp Lahm und Xabi Alonso rutschten jeweils beim Schuss aus, Mario Götze scheiterte an Torhüter Mitchell Langerak und Manuel Neuer traf nur die Latte. Borussia Dortmund setzte sich mit 2:0 im Elfmeterschießen durch und zog damit ins Finale ein.

Finale Das Finale wurde am 30. Mai 2015 im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Dabei kam zum ersten Mal im deutschen Profi-Fußball die Torlinientechnik Hawk-Eye zum Einsatz.

Siegermannschaft (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben) 1. VfL Wolfsburg 60px Tor: Diego Benaglio (5/–); Max Grün (1/–) Abwehr: Naldo (6/–); Timm Klose (4/1); Ricardo Rodríguez (4/1); Robin Knoche (3/–); Marcel Schäfer (3/–); Sebastian Jung (2/–) Mittelfeld: Daniel Caligiuri (6/2); Kevin De Bruyne (6/1); Luiz Gustavo (5/4); Maximilian Arnold (5/2); Josuha Guilavogui (5/–); Vieirinha (5/–); Christian Träsch (3/–); Ivan Perišić (2/1); Aaron Hunt (2/–); Junior Malanda (2/–); Paul Seguin (1/–) Angriff: Bas Dost (6/2); André Schürrle (4/–); Nicklas Bendtner (2/–) Trainer: Dieter Hecking

* Ivica Olić (1/–) und Slobodan Medojević (1/–) verließen den Verein während der Saison.

Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2014/15 aufgeführt.Beste Torschützen 2014/15 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

Rang Spieler Verein Tore 1 Bayer 04 Leverkusen 6 TSG 1899 Hoffenheim 6 3 Borussia Dortmund 5 4 VfL Wolfsburg 4 5 FC Bayern München 3 Dynamo Dresden 3 TSG 1899 Hoffenheim 3 Borussia Dortmund 3 Arminia Bielefeld 3 SC Freiburg 3 TSV 1860 München 3 VfL Bochum 3 hochkant|mini|Stefan Kießling

Einzelnachweise

#201415 Kategorie:Fußballsaison 2014/15