Weidenthal ist ein Ortsteil der Gemeinde Guteneck im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

Geographie Das Pfarrdorf Weidenthal liegt in der Region Oberpfalz-Mitte 7,5 Kilometer östlich der Stadt Nabburg. Die Staatsstraße 2156 von Nabburg nach Teunz führt nördlich an dem Ort vorbei.

Geschichte Das Geschlecht der Weidenthaler ist seit 1147 urkundlich nachgewiesenRied, Thomas: Codex chornologico-diplomaticus, Ratisponensis, Regensburg 1816, Band 1, S. 218. Engelmar von WeidenthalMonumenta Boica, Band 27, 60, S. 43 verkaufte um das Jahr 1200 eine Besitzung in Rottendorf an das Kloster Reichenbach. In der Zeit ab 1300 sind Guteneck und Weidenthal eine EinheitElisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, S. 174. Die Muracher sind ab dieser Zeit Hofmarksherrn. 1593 übernahm Hans Adam von KreuthStaatsarchiv Amberg, Lehensurkunden Oberpfalz, Nr. 21410 Guteneck und Weidenthal als Lehen. „Die Familie von Kreuth hatte 1694 die Reichsgrafenwürde erlangt und führte seit dem Erwerb der Hofmark Gleiritsch 1688 den Herrschaftstitel zu Guteneck, Widenthal und Gleiritsch“Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, S. 181. Die Besitzergeschichte von Weidenthal und Guteneck ist vom 13. bis zum 19. Jahrhundert die gleiche.

Steuerdistrikt Im Landgericht Nabburg gab es im Jahre 1811 insgesamt 58 SteuerdistrikteHauptstaatsarchiv München, Finanzministerium, Nr. 10165. Einer davon war Weidenthal mit Trichenricht und der Waldung Fürstenschlag und dem Steinholz. 34 Häuser mit 123 Einwohnern sind angegeben.

Gemeindebildung Das Königreich Bayern wurde 1808 in 15 Kreise eingeteilt. Diese Kreise wurden nach französischem Vorbild nach Flüssen benannt (Naabkreis, Regenkreis, Unterdonaukreis usw.)Emmering, Ernst, Die Regierung der Oberpfalz, Geschichte einer bayerischen Mittelbehörde, Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Oberpfalz, Heft 20, Regensburg 1981, S. 12 ff.. Die Kreise gliederten sich in Landgerichtsbezirke. Die Bezirke wiederum sollten in einzelne Gemeindegebiete eingeteilt werden, die sich auch nach dem Pfarrsprengel richten sollten. Im Jahre 1811 waren folgende Orte der Obmannschaft Pamsendorf zugeordnet: Pamsendorf, Trefnitz, Weidenthal, Gleiritsch, Steinach, Hebenhof, Stöcklhof, Krohermühle, SägmühleElisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, S. 407. Da die Ortschaften räumlich sehr weit auseinander lagen, entstanden neue Verwaltungseinheiten. Im Jahre 1828 gehörten zur Gemeinde Guteneck folgende Ortschaften: Guteneck, Weidenthal, Trichenricht, Oberkatzbach und FelsmühleElisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, S. 422.

Bilder

Einzelnachweise

Literatur Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7 Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7 Ernst Emmering: Die Regierung der Oberpfalz, Geschichte einer bayerischen Mittelbehörde, Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Oberpfalz, Heft 20, Regensburg 1981 Thomas Ried: Codex chornologico-diplomaticus, Ratisponensis, Regensburg 1816 Monumenta Boica, München 1763–1956 Staatsarchiv Amberg, Lehensurkunden Oberpfalz, Nr. 21410 Hauptstaatsarchiv München, Finanzministerium, Nr. 10165

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