Der 59. Eurovision Song Contest fand vom 6. bis 10. Mai 2014Eurovision 2014 Grand Final set for 10 May, eurovision.tv, 8. Juli 2013, abgerufen am 9. Juli 2013. in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt.København bliver vært for internationalt Melodi Grand Prix, 2. September 2013 Nachdem Lise Cabble, Julia Fabrin Jakobsen und Thomas Stengaard mit dem Lied Only Teardrops am 18. Mai 2013 in der Interpretation von Emmelie de Forest den 58. Eurovision Song Contest in Malmö (Schweden) gewonnen hatten, wurde das Danmarks Radio (DR) mit der Ausrichtung des Eurovision Song Contests beauftragt.Europa setzt Emmelie die ESC-Krone auf., eurovision.de, 19. Mai 2013, abgerufen am 19. Mai 2013. Dänemark wurde damit zum dritten Mal Ausrichter der Veranstaltung nach 1964 und 2001.
Den Wettbewerb gewann für Österreich das Lied Rise Like a Phoenix, komponiert vom Autorenteam Alexander „Ali“ Zuckowski, Julian Maas, Joey Patulka und Charlie Mason, vorgetragen von Conchita Wurst. Dies war nach 1966 der zweite Sieg für Österreich und mit 290 Punkten der damals vierthöchste Sieg in der Geschichte des Wettbewerbs.
Conchita Wurst trat als Dragqueen auf. Die Figur und der Auftritt polarisierten stark und führten zu unterschiedlichen Reaktionen.ESC-Siegerin Conchita Wurst aus sueddeutsche.de vom 12. Mai 2014 Der Sieg wurde teilweise sehr negativ kommentiert,Russische Politiker über den ESC auf faz.net vom 11. Mai 2014 während andere ihren Sieg als positives Zeichen der Toleranz werteten.Conchita Wurst siegt beim ESC Botschaft für Toleranz auf Süddeutsche Zeitung vom 11. Mai 2014, abgerufen am 5. September 2020
Den zweiten und dritten Platz belegten die Beiträge aus den Niederlanden und Schweden. Montenegro und San Marino konnten zum ersten Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contest in ein Finale einziehen.
Austragungsort Am 2. September 2013 gaben der gastgebende Sender DR und die EBU bekannt, dass der Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen stattfinden wird.København bliver vært for internationalt Melodi Grand Prix, 2. September 2013 (dänisch) Die Wahl des Hallenkomplexes auf dem Gelände der ehemaligen B&W-Werft als Veranstaltungsort bot der EBU die Chance, den Eurovision Song Contest mit einer innovativen TV-Show zu modernisieren. Die Insel Refshaleøen, auf der sich das alte Werftgelände befindet, wurde in die Planungen mit einbezogen und sollte als Eurovision Island den Besuchern ein einmaliges Erlebnis bieten.6 skarpe til Grand Prix-generalen: Derfor har vi valgt København, 2. September 2013 (dänisch) Im Vorfeld zog die Stadt Aalborg ihre Bewerbung zurück, da ihr nicht genügend Hotelzimmer zur Verfügung standen.Denmark 2014: Aalborg drops out-Copenhagen hot favourite to host?, 17. Juni 2013 (englisch) Am 25. Juni 2013 zog die Stadt Fredericia ihre Bewerbung zurück, da ihr beabsichtigter Austragungsort, die MesseC, nicht den Normen der DR entsprach, nach denen das gesamte Gebäude keine sichtbehindernden Säulen aufweisen durfte und eine Mindesthöhe von 16 Metern haben musste.Fredericia withdraws Eurovision 2014 application, 26. Juni 2013 (englisch) Am 28. Juni 2013 verkündete der Stadionbetreiber Parken Sport & Entertainment, dass sich das Parken Stadion nicht mehr „im Rennen“ um die Austragung der Veranstaltung befinde. Der eigentliche Nutzer des Stadions, der FC Kopenhagen, nahm die Veranstaltungsstätte für seine Spiele in Anspruch.Eurovision will not return to Parken in 2014, 28. Juni 2013 (englisch)
Stadt Austragungsort Kapazität Bemerkungen Aalborg Gigantium 8.500 Austragungsort des dänischen Vorentscheid Dansk Melodi Grand Prix im Jahre 2006, 2010 und 2012. Bewerbung am 17. Juni 2013 zurückgezogen. Fredericia MesseC 8.000 Bewerbung am 26. Juni 2013 zurückgezogen. Herning Jyske Bank Boxen 15.000 Austragungsort des Dansk Melodi Grand Prix im Januar 2013. Horsens Fængslet 13.000 – Kopenhagen Zelt auf dem Gelände vom DR Byen 10.000–15.000 – B&W Hallerne 10.000 – Parken 50.000 Austragungsort des Eurovision Song Contest 2001. Bewerbung am 28. Juni 2013 zurückgezogen.
Format Motto Das offizielle Motto der Veranstaltung lautete #JoinUs. Es war ein Willkommensgruß an die Menschen, die nach Dänemark reisten und dort ein Teil der Veranstaltung wurden. Die Veranstalter wollten es den Besuchern ermöglichen, möglichst nahe bei ihrem Kandidaten zu sein.Eurovision 2014 slogan revealed: 'Join Us'!, 2. September 2013 (englisch)
Das ergänzende Logo war ein blauer, strahlender Diamant, der symbolisch für die Vielfalt an auftretenden Künstlern steht.Presenting: Theme Art of Eurovision 2014, 18. Dezember 2013 (englisch)
Nationale Jurys Die nationalen Jurys entschieden 50 Prozent des Endergebnisses beim Eurovision Song Contest. Dafür trafen sich die Mitglieder eines Landes und sahen gemeinsam die Generalprobe der Shows. Jedes Mitglied erstellte daraufhin, basierend auf Stimme, Komposition und Originalität des Liedes, eine Rangliste aller Beiträge des Abends. Dabei sollte dies jeder unabhängig von den anderen tun. Sobald alle Listen fertiggestellt waren, wurden sie von der EBU überprüft und in Punkte umgerechnet. In den deutschsprachigen Ländern saßen folgende Juroren in der Jury: von der EBU (PDF-Datei)
+ Belgien Land Mitglieder Bekannt als Bob Savenberg Sänger, Teilnehmer 1991 Laura Van den Bruel Sängerin, Teilnehmerin 2012 Roos van Acker Musiker Yannic Fonderie Musikproduzent Wouter Van der Veken Musikmanager + Deutschland Land Mitglieder Bekannt als Jennifer Weist Sängerin Madeline Juno Sängerin Konrad Sommermeyer Musikmanager Paul Würdig Sänger Andreas Bourani Sänger+ Österreich Land Mitglieder Bekannt als Stella Jones Sängerin, Teilnehmerin 1995 Michael Dörfler Musikproduzent Dietmar Lienbacher Abteilungsleiter Sony Music Austria Diana Lueger Sängerin Alexander Kahr Musikproduzent + Schweiz Land Mitglieder Bekannt als Marcus Van Lier Geschäftsführer Warner Music Switzerland Mélanie Freymond Radiomoderation Ivan Broggini Sänger, Teilnehmer 2012 Sina Sängerin Pascal Vonlanthen Musiker
Neue Regeln für das Juryvoting Die EBU gab am 20. September 2013 bekannt, dass die Regeln des Juryvotings leicht abgewandelt werden. Nachdem es Gerüchte über gekaufte Stimmen gab, werden ab sofort die Namen der Juroren jedes Landes noch vor dem ersten Halbfinale bekannt gegeben. Ein Juror darf zudem nicht länger als zwei Jahre hintereinander am Juryvoting teilnehmen. Des Weiteren sollen die detaillierten Ergebnisse jedes einzelnen Jurors sowie die zusammengerechneten Ergebnisse der nationalen Jury- und Televotings direkt nach dem Finale verkündet werden.Eurovision 2014: important changes on the rules announced, 20. September 2013, abgerufen am 20. September 2013 (englisch)
Teilnehmer mini|hochkant=1.3|Länder, die im Jahr 2014 Länder Nach mehrmaligem Verschieben der Meldefrist auf den 9. Januar 2014 hatten 36 Länder die Teilnahme zugesagt. Für Slowenien gab es eine Sonderregelung, so dass es erst am 17. Januar 2014 endgültig für den Wettbewerb melden konnte. Somit nahmen mit 37 Ländern so wenige wie zuletzt 2006 in Athen teil.
Portugal und Polen nahmen nach einer ein- bzw. zweijährigen Pause wieder am ESC teil. Portugal war damals das Land mit den meisten Teilnahmen, das nie gewonnen oder auch nur die Top fünf erreicht hatte.Portugal: RTP confirms participation in Eurovision 2014 (englisch) Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Serbien und Zypern sagten aus finanziellen Gründen ihre Teilnahme ab.Zvanično: Bosna i Hercegovina odustala od Evrovizije, 19. Dezember 2013 (serbokroatisch)Bulgaria: BNT will not participate in Copenhagen, 22. November 2013 (englisch)Croatia 2014: HRT will not participate in Eurovision 2014, 19. September 2013 (englisch)Eurovision 2014: Serbia will not participate in Copenhagen, 22. November 2013 (englisch)Eurovision 2014: Cyprus will not participate in Copenhagen, 3. Oktober 2013 (englisch) Die Türkei nahm wie im Vorjahr wieder nicht am Wettbewerb teil, da das Land mit dem Status der „Big Five“ und der gleichwertigen Gewichtung der Jury und des Televotings bei der Punktewertung nicht einverstanden ist.
Wie in den letzten Jahren waren die „Big Five“ (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich) sowie Gastgeber Dänemark automatisch für das Finale am 10. Mai 2014 qualifiziert. Die anderen Länder wurden auf zwei Halbfinale verteilt und mussten sich dort für das Finale qualifizieren.
Wiederkehrende Interpreten
Valentina Monetta ist der vierte Interpret in der Geschichte, der dreimal hintereinander am Eurovision Song Contest teilnahm. In der Vergangenheit haben Lys Assia und Corry Brokken am Eurovision Song Contest 1956, 1957 und 1958 teilgenommen, sowie Udo Jürgens 1964, 1965 und 1966, wobei jeder dieser drei Interpreten mindestens einmal den Wettbewerb gewann. Beim schwedischen Vorentscheid trat Helena Paparizou mit ihrem Song Survivor auf und schaffte es bis ins Finale. 2005 gewann sie für Griechenland den Eurovision Song Contest. Die russischen Tolmatschowa-Schwestern gewannen bereits 2006 den Junior Eurovision Song Contest und sind nach der serbischen Sängerin Nevena Božović (Gruppe Moje 3, Serbien 2013) die zweiten Teilnehmer, die an beiden Wettbewerben teilgenommen haben. Mit Paula Seling und Ovi nahmen die Drittplatzierten von 2010 erneut teil. Land Interpret Vorherige(s) Teilnahmejahr(e) Donna Bissett (als Mitglied von Can-Linn) Begleitung: 2005 Šarūnas Kirdeikis (Begleitung) 2010 (als Mitglied von InCulto) Tamara (Begleitung) 2008 (zusammen mit Vrčak & Adrian) Begleitung: 2004 Martina Majerle (Begleitung) 2009 für (zusammen mit Quartissimo als Martina) Begleitung: 2008 • 2003 für • 2007, 2011 und 2012 für Paula Seling & Ovi 2010 Valentina Monetta 2012 • 2013
Nationale Vorentscheidungen Belgien
Die Sendung Eurosong 2014 fand am 16. März im Sports Palace in Antwerpen statt. Moderiert wurde das Finale von Peter Van de Veire und Eva Daeleman. Vor dem Finale fanden bereits drei Halbfinale statt. Der spätere Sieger Axel Hirsoux mit seinem Lied Mother wurde zu 50 % vom Televoting und zu 50 % von einer siebenköpfigen internationalen Jury bestimmt.
Deutschland
Die Sendung Unser Song für Dänemark fand am 13. März 2014 um 20:30 Uhr in der Lanxess-Arena in Köln statt. Sie wurde im Ersten übertragen.Internetpräsenz des Eurovision Song Contest 2014 – Unser Song für Dänemark Die Band Elaiza, die sich im Clubkonzert die Wildcard gesichert hatte, gewann die Vorentscheidung und wurde somit der deutsche Beitrag in Kopenhagen.
Österreich Nachdem sich die österreichische Jury dafür entschieden hat, intern einen Interpreten auszusuchen, der 2014 das Land in Kopenhagen vertreten soll, wählte der ORF den Sänger und Travestiekünstler Tom Neuwirth alias Conchita Wurst aus. Wurst hatte bereits 2012 vor, das Land in Baku zu vertreten, unterlag in der Entscheidungsshow aber knapp dem Duo Trackshittaz. Am 7. Oktober gab der ORF bekannt, dass auch der Song intern ausgesucht wird. Rise Like a Phoenix wurde am 18. März vorgestellt.
Schweiz Am 1. Februar 2014 fand in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen unter dem Titel „Die Grosse Entscheidungsshow“ das Finale des schweizerischen Vorentscheids statt. Um in dieses Finale zu gelangen, musste sich jeder Kandidat in der ersten Phase einem Onlinevoting stellen, in dem die eingesendeten Beiträge von den Zuschauern des SRF per Abstimmung bewerten wurden. Im zweiten Schritt wurden die qualifizierten Teilnehmer von einer Fachjury bewertet, so dass jeder Sender der Schweiz mindestens einen Vertreter zum Finale ins Rennen schicken konnte. Dort entschied sich schließlich, wer die Schweiz in Kopenhagen vertreten wird. Neben dem potentiellen ESC-Beitrag sangen die Kandidaten jeweils noch eine Coverversion eines bekannten Liedes. In die Bewertung der Kandidaten flossen jeweils 50 Prozent aus der Fachjury und dem Fernsehpublikum ein. (deutsch) Gewonnen hat der Sänger Sebalter mit seinem Song Hunter of Stars. (deutsch)