Raschīd Ahmad Gangohī (, * 10. Mai 1829; † 11. August 1905) war ein indisch-islamischer Religionsgelehrter, der zusammen mit Muhammad Qāsim Nanautawī das Dār al-ʿulūm in Deoband gründete.

Seine Werke verfasste er hauptsächlich in Urdu. Als das bekannteste gilt die Fatwa-Sammlung Fatāwā-yi Rashīdīya.darululoomwaqf.com darululoomwaqf:biopgraphie

Gangohi orientierte sich an der Tariqa-yi muhammadiya und lehnte den Erwerb westlicher Bildung ab.Vgl. Metcalf 101. Obwohl er dem Sufismus nicht abgeneigt gegenüberstand, wurde ihm eine Nähe zum Salafismus und Wahhabismus nachgesagt. In einer Fatwa im Werk Fatāwā-yi Rashīdīya verteidigte er die Ansichten des Muhammad ibn Abd al-Wahhab, wodurch er Kritik von Sufi Orden, insbesondere von der Barelwī-Bewegung auf sich zog. Ahmad Riza Khan Barelwi, der Begründer dieser Bewegung, erklärte 1906 in einer Fatwa, dass die Glaubenslehren und religiösen Praktiken Gangohis von satanischem Charakter seien.Farhat Hasan: Madāris and the challenges of modernity in Colonial India. In: Jan-Peter Hartung, Helmut Reifeld (Hrsg.): Islamic Education, Diversity, and National Identity. Dīnī Madāris in India Post 9/11. New Delhi / London 2006, S. 58f.

Zitat

Literatur Barbara Daly Metcalf: Islamic Revival in British India. Deoband, 1860-1900. Princeton 1982, S. 148–157.

Einzelnachweise

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