mini|Pierre Perret (2010) Pierre Perret (* 9. Juli 1934 in Castelsarrasin) ist ein französischer Sänger und Autor.
Leben Perrets Eltern führten ein Café, in dem er den größten Teil seiner Kindheit verbrachte. Dort erlernte er zahllose Ausdrücke der Gaunersprache und den Jargon diverser Berufe. Ab 1948 besuchte er das Konservatorium von Toulouse und schrieb sich außerdem in der Schauspielschule ein. Zu dieser Zeit gründete er ein kleines Orchester, das in der Region auf zahlreichen Veranstaltungen auftrat.
1958 schloss sich Perret den Tourneen Pariser Cabarets an und bespielte die Straßen Frankreichs und Afrikas als Vorgruppe der amerikanischen Band The Platters. Im November des gleichen Jahres zwang ihn ein verschleppter Infekt zu einem fast zwei Jahre andauernden Aufenthalt in einem Sanatorium.
Perret ist verheiratet mit Simone Mazaltarim.
Werk Unter Ausnutzung der Feinheiten der französischen Sprache und einer saloppen Ausdrucksweise stellen seine Chansons Fragen in einem kindlichen, vordergründig naiven Ton, mit einem maliziösen Lächeln, aber stets verbindlich. Seine Chansons sind manchmal politisch engagiert, vor allem die jüngsten, unter denen La bête est revenue, La petite kurde, Vert de Colère ou Lily zu nennen sind.
Sein Repertoire erstreckt sich von Kinderliedern über komische und erotische zu politisch engagierten Liedern voller Humor und Zärtlichkeit. Pierre Perret, eine Legende des französischen Chanson, wird auch als herausragender Dichter angesehen.
Alben (Auswahl)
1975: Le Zizi (FR: ) 1992: Les Plus Grands Succès (FR: )
Chansons (Auswahl) le Zizi La bête est revenue Les Jolies Colonies de vacances Tonton Cristobal Lily Olga Au Café du Canal Mon p’tit Loup
Schriften (Auswahl) als Autor Le Parler des Métiers. Dictionnaire thématique alphabétique. Laffont, Paris 2002, ISBN 2-221-09644-4 (Fachwörterbuch von 145 Berufsgruppen). La Cuisine de ma Femme. Plon, Paris 1996, ISBN 2-259-18461-8. Larousse Insolite. Dictionnaire en images. Larousse, Paris 2002, ISBN 2-03-505343-9. Laissez Chanter le Petit. Éditions Lattès, Paris 1989, ISBN 2-253-05639-1 (Autobiographie).
als Herausgeber Anthologie de la Poésie Erotique. Nil Édition, Paris 1995, ISBN 2-84111-008-7.
Filmografie (Auswahl) 1969: Les Patates 1971: Le Juge (Hauptdarsteller und Musik) 2018: Capitaine Marleau (TV-Reihe, eine Folge) 2020: Unter den Sternen von Paris (Sous les étoiles de Paris)
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Autor Kategorie:Chansonnier Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Komtur) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann