mini|Constantin Cândea (1940) Constantin Cândea (* 15. Dezember 1887 in Mărgineni, Kreis Bacău; † 4. März 1971 in Bukarest) war ein rumänischer Chemiker, Professor Doktor DozentFeier des hundertjährigen Bestehens des „George-Bacovia“-Gymnasiums in Bacău, Steagul Roșu, Nr. 4623 vom 19. Dezember 1967, S. 3. (in Rumänisch) Todesanzeigen, România liberă, Nr. 8200 vom 6. März 1971, S. 6. (in Rumänisch), habilitierter Ingenieur Prof. Dr.-Ing. habil. C. Cândea, Dr. I. G. Murgulescu, Die Umsetzung von Methan-Gas mit Zinkchlorid, Angewandte Chemie, Band 56, Nr. 35–36, S. 247–248. für Chemie sowie Rektor der Polytechnischen Hochschule Timișoara (damals Polytechnische Schule Timișoara) von 1946 bis 1947Coleta de Sabata, Ioan Munteanu: Remember: Professoren der Universität „Politehnica Timișoara“. Timișoara: Helicon-Verlag, 1993, ISBN 973-9133-44-4, S. 4. (in Rumänisch). Er gründete die Chemielabore der Polytechnischen Schule Timișoara, war Abgeordneter und Mitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften. (in Englisch; PDF; 640 kB) Ioan Scurtu, Corneliu Mihail Lungu - Istoria Academiei de Științe din România (1935-1948) volumul 1 (Geschichte der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (1935-1948) Band 1), Bukarest, Verlag der Rumänischen Akademie der Wissenschaften, 2013, S. 51, 133, 189 (in Rumänisch)Vasile Cândea, Mircea Degeratu, Doru Sabin Delion - Academia de Științe din România: 1935-2015 - Album aniversar (Rumänische Akademie der Wissenschaften: 1935-2015 - Jubiläumsalbum), Bukarest, RAO Distribuție Verlag, 2016, ISBN 978-606-8516-10-3, S. 103, 105 (in Rumänisch)

Biographie links|mini|200px|Constantin Cândea und Maria Cândea (geb. Antoniade)

Constantin Cândea wurde am 15. Dezember 1887 in der Gemeinde Mărgineni, Kreis Bacău, geboren.

Am 27. September 1923 heiratete er Maria Cândea geb. Antoniade (* 2. Oktober 1889 in Galați; † 16. April 1974 in Bukarest), Professorin für Französisch und Rumänisch sowie Doktorin der Literaturwissenschaften der Sorbonne. Sie gründete Paul D. Popescu, „Frauen aus Prahova von heute, gestern und einst – Maria Cândea“, Ziarul Prahova (in Rumänisch). Die Geschichte der Gebäude, in denen sich die Eliteschulen des Kreises Prahova befinden. Heute: das Nationale Pädagogische Kolleg „Regina Maria“ in Ploiești, Observatorul Prahovean, 17. Juli 2023, Luiza Toboc, (in Rumänisch) am 10. November 1918 die Mädchen-Normalschule „Regina Maria“ (heute Nationales Pädagogisches Kolleg „Regina Maria“) in Ploiești und leitete diese als Gründungsdirektorin.

Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Mioara-Rodica Georgescu geb. Cândea, Architektin (* 9. Juli 1924 in Ploiești; † 13. September 2017 in Montreal), und Ioan-Radu Cândea, Bauingenieur (* 24. September 1925 in Ploiești; † 11. Februar 2016 in Bukarest).

Constantin Cândea starb am 4. März 1971 im Alter von 83 Jahren in Bukarest. Er wurde auf dem größten Friedhof Bukarests, dem Bellu-Friedhof im Feld 4 beigesetzt.Verzeichnis der auf dem Friedhof Șerban Vodă – Bellu „Classique“ beigesetzten Personen, ISBN 978-606-9014-72-1, Vatra Veche Verlag, 2024, (in Rumänisch)

Studium

Im Jahr 1906 absolvierte er das „Prinz-Ferdinand“ Lyzeum in Bacău, anschließend studierte er an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München (heute Technische Universität München), die er 1911 mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur beendete.

links|mini|350px|Constantin Cândea im Labor für quantitative Chemie an der TUM, 1907

Im Jahr 1920 Im Jahr 1920 erwarb Constantin Cândea an der Fakultät für Naturwissenschaften in Bukarest den Doktortitel in Chemie. Struktur der Fakultät für Naturwissenschaften – 1914 Museum der Universität Bukarest, (in Rumänisch) Seine in zwei Teile gegliederte Dissertation behandelte sowohl grundlegende Untersuchungen der organischen Chemie als auch Analysen zur Wirtschaftlichkeit von Energieressourcen. Der erste Teil mit dem Titel „Über die Konstitution der Diphenol-, Dithiophenol-, Di-α- und β-Naphthol-, Dithionaphthol-, Dimethylanilin-, Thionaphthenchinone, des α-Naphtholisatins und ihrer Farbstoffderivate“ befasste sich mit der Struktur und den Eigenschaften einer Reihe phenolischer Verbindungen und ihrer für die Farbstoffchemie relevanten Derivate. Der zweite Teil, „Die Bedeutung des Erdöls für die rumänische Industrie“, analysierte die strategische Rolle des Erdöls für die wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Berufliche Laufbahn und Tätigkeit

Zu Beginn seiner akademischen Laufbahn war Constantin Cândea als Privatdozent an der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Bukarest tätig, an der er auch promoviert hatte. Gleichzeitig wirkte er als Vorsitzender des Kreises für Industriestudien, wo er Vorträge über die Entwicklungspolitik der rumänischen Industrie hielt. An der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Bukarest zwischen 1892 und 1943 beschäftigte Männer Museum der Universität Bukarest (in Rumänisch) Lehrkörper Jahrbuch des ersten Studienjahres 1920–1921 der Polytechnischen Schule Timișoara. Cartea Românească, Timișoara, 1921, S. 18 (in Rumänisch) Nachrichten, Viitorul, Nr. 3810, 28. November 1920, S. 2 (in Rumänisch) Nachrichten, Lupta, Nr. 2, 17. Dezember 1921, S. 2 (in Rumänisch)

links|mini|350px|Constantin Cândea im Chemielabor der Polytechnischen Schule Timișoara

Im ersten Studienjahr der Polytechnischen Schule Timișoara, die durch das Königliche Dekret Nr. 4822 vom 11. November 1920 von König Ferdinand I. gegründet wurde, richtete Professor Constantin Cândea das Chemielabor ein, während Professor Constantin Stăncescu das Physiklabor begründete.

Im Studienjahr 1922–1923 initiierte und leitete Constantin Cândea außerdem ein offizielles Laboratorium für industrielle Forschung, Studien und Analysen, das von den Lehrlaboratorien getrennt war. Gründung des Laboratoriums für Forschung, Studien und Industrieanalysen durch Professor Constantin Cândea (in Rumänisch) Die Aufgabe dieses Labors bestand in der Durchführung angewandter Forschung, technisch-wissenschaftlicher Studien sowie chemischer und chemisch-technischer Analysen für die Industrie.

Das Labor war in mehrere Industriebereiche gegliedert (anorganische Industrie, Metallurgie, organische Industrie, Brennstoffe und allgemeine Gutachten) und führte Analysen industrieller Rohstoffe, Brennstoffe, Öle, Fette, Metalle, Wasserproben und chemischer Produkte sowie Studien mit direkter industrieller Anwendung durch. Direktor des Labors war Constantin Cândea, der mit Fachleuten wie Er. Toporescu, Cerchez Manughevici, C. Ștefănescu und weiteren Mitgliedern des Lehr- und technischen Personals zusammenarbeitete.

Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit verfasste Constantin Cândea mehrere Hochschullehrbücher, die an der Polytechnischen Schule Timișoara als Studienmaterial verwendet wurden.

1928 – Hochschullehrbüch der anorganischen Chemie: Erstes Studienjahr, Polytechnische Schule TimișoaraHochschullehrbüch der anorganischen Chemie: Erstes Studienjahr (in Rumänisch)

1928 – Hochschullehrbüch der organischen Chemie: Erstes Studienjahr, Polytechnische Schule TimișoaraHochschullehrbüch der organischen Chemie: Erstes Studienjahr (in Rumänisch)

1929 – Hochschullehrbüch der organischen Chemie II. Aromatische Reihe, Polytechnische Schule TimișoaraHochschullehrbüch der organischen Chemie II. Aromatische Reihe (in Rumänisch)

1929 – Hochschullehrbüch über Chemie, Physik und Technologie des Erdöls: Zweites Studienjahr, Polytechnische Schule TimișoaraHochschullehrbüch über Chemie, Physik und Technologie des Erdöls: Zweites Studienjahr (in Rumänisch)

Während seiner gesamten akademischen Laufbahn nahm Constantin Cândea regelmäßig an internationalen Chemiekongressen teil, auf denen er jährlich Forschungsergebnisse aus der organischen und industriellen Chemie präsentierte, unter anderem in Den Haag, Lüttich, Brüssel, Prag, Paris, Madrid, Sardinien, Rom und Nancy.

Ein bedeutender Teil seiner wissenschaftlichen und didaktischen Arbeiten wird heute in den Beständen der Bibliothek der Rumänischen Akademie aufbewahrt und als Referenzquelle zur Geschichte der rumänischen Chemie genutzt.Arbeiten von Professor Constantin Cândea in den Beständen der Bibliothek der Rumänischen Akademie (in Rumänisch)

Als Direktor des Chemischen Instituts der Polytechnischen Hochschule Timișoara veröffentlichte Constantin Cândea zahlreiche Facharbeiten in rumänischen und internationalen Zeitschriften. Zu den wichtigsten gehören „Die Veredelung rumänischer Braunkohlen“, erschienen in România Petroliferă, Nr. 393 vom 31. Mai 1943, Prof. Dr. Ing. Constantin Cândea Die Veredelung rumänischer Braunkohlen România Petroliferă Nr. 393 vom 31. Mai 1943, S. 1–3 (in Rumänisch) sowie „Die Verwertung von Methangas“, veröffentlicht in derselben Zeitschrift, Nr. 394 vom 5. Juli 1943. Prof. Dr. Ing. Constantin Cândea Die Verwertung von Methangas România Petroliferă Nr. 394 vom 5. Juli 1943, S. 1, 3, 4 (in Rumänisch)

Am 22. November 1934 wurde Constantin Cândea nach den Wahlen zur Leitung der Polytechnischen Schule Timișoara zum Vorsitzenden des Rates der Dekane gewählt.Wahl der Dekane der Polytechnischen Schule Timișoara Dimineața, Nr. 10024 vom 23. November 1934 (in Rumänisch)

Ab 1942 war Professor Constantin Cândea Prodekan der Fakultät für Bergbau und Metallurgie der Polytechnischen Schule Timișoara und spielte eine bedeutende Rolle bei der Organisation der Lehr- und Verwaltungstätigkeit der Fakultät. Ministerialbeschluss Nr. 200565 von 1942 Rumänisches Amtsblatt "Monitorul Oficial" Nr. 233, Teil I, vom 6. Oktober 1942, S. 23 (in Rumänisch)

Anschließend war er von 1946 bis 1947 Rektor der Universitatea Politehnica Timișoara, der damaligen Polytechnischen Schule Timișoara.

Technische und industrielle Gutachtertätigkeit

1929 – Vorsitzender der gemischten Untersuchungskommission für den Unfall an der Bohrung Nr. 160 in MoreniDie amerikanische Gefahr „România petroliferă“ Nr. 251 vom 10. September 1929, S. 1 (in Rumänisch)

Im Jahr 1929 wurde Constantin Cândea nach der Explosion und dem anschließenden Brand an der Bohrung Nr. 160 der Gesellschaft „Româno-Americană“ in Moreni, die Opfer und erhebliche Sachschäden forderten, mit der Untersuchung der Unfallursachen betraut. Auf Antrag des Arbeitgeberverbandes im Arbeitsministerium leitete er eine gemischte Untersuchungskommission, der auch der Jurist L. Niculescu-Sima und der Arzt Christescu Chiosse angehörten.

Die Kommission führte vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Brandbekämpfungsteam technische, rechtliche und medizinische Untersuchungen durch. Sie kam zu dem Schluss, dass die Unfälle durch die unzureichende technische Ausbildung des Leitungs- und Betriebspersonals sowie durch die Missachtung von Sicherheitsmaßnahmen beim Betrieb der Ölanlagen begünstigt wurden. Der Bericht diente als Grundlage für die Verhängung von Sanktionen nach dem Bergbaugesetz und für die Ausarbeitung von Empfehlungen zur Vermeidung ähnlicher Unfälle. Die Untersuchung fand im Kontext des Großbrandes von Moreni statt, der am 28. Mai 1929 nach einem unkontrollierten Ausbruch der Bohrung ausbrach, internationale Bekanntheit erlangte und über zwei Jahre lang wütete.Der Brand in Moreni (in Rumänisch)

Untersuchung Runcu–ScorțeniEine neue Katastrophe im Erdölgebiet von Prahova. Die schreckliche Explosion auf der Ölplattform von Runcu-Scorțeni Dimineața, Nr. 8166 vom 11. September 1929, S. 9 (in Rumänisch)Die Katastrophe des Bohrlochs „Romolea“ Cuvântul, Nr. 1579 vom 13. September 1929, S. 3 (in Rumänisch)