Olchowka (, ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk.
Geographische Lage Olchowka liegt 13 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Snamensk (Wehlau) an der Kommunalstraße 27K-130 von Diwnoje (Alt Ilischken) an der Föderalstraße A216 (auch Europastraße 77, ehemalige deutsche Reichsstraße 138) nach Nowaja Derewnja (Alt Gertlauken) an der Regionalstraße 27A-014 (ex R514). Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Geschichte Königlich bzw. Köllmisch Damerau Der bis 1931 Königlich Damerau genannte, danach in Köllmisch Damerau umbenannte Ort wurde 1605 erstmals erwähnt.D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Köllmisch Damerau Er bestand vor 1945 aus mehreren kleinen Höfen und Gehöften. Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Parnehnen (heute russisch: Krasny Jar) eingegliedert,Rolf Jehke, Amtsbezirk Parnehnen der zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 waren in Königlich Damerau 124 Einwohner registriert. Ihre Zahl betrug 1933 noch 126 und belief sich 1939 auf 109.
Kawerninken (Kawernicken) / Odesskoje Der kleine bis 1938 Kawerninken, danach bis 1945 Kawernicken genannte Ort bestand vor 1945 lediglich aus zwei kleinen Höfen und einem Vorwerk.D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kawerninken 1874 wurde das Dorf in den neu gebildeten Amtsbezirk Parnehnen im Kreis Wehlau eingegliedert. Die Einwohnerzahl belief sich im Jahre 1910 auf 14. Am 30. September 1928 schloss sich Kawerninken mit Nehne und dem Gutsbezirk Parnehnen zur neuen Landgemeinde Parnehnen zusammen. 1945 wurde der inzwischen Kawernicken genannte Ort innerhalb des nördlichen Ostpreußens der Sowjetunion zugeordnet. 1950 erhielt er die russische Bezeichnung Odesskoje und wurde dem Dorfsowjet Talpakinski selski Sowet (dem späteren Kuibyschewski selski Sowet) im Rajon Gwardeisk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
Olchowka In Folge des Zweiten Weltkrieges kam Köllmisch Damerau mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Olchowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Talpakinski selski Sowet (dem späteren Kuibyschewski selski Sowet) im Rajon Gwardeisk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Vor 1975 wurde der Ort Odesskoje an Olchowka angeschlossen.Gemäß der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf http://www.soldat.ru/ (rar-Datei) Von 2005 bis 2014 gehörte Olchowka zur Landgemeinde Sorinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.
Kirche Kapelle Köllmisch Damerau In Königlich Damerau war 1911 eine kleine KapelleKrasny Jar - Parnehnen bei ostpreussen.net errichtet worden, in der regelmäßig Gottesdienste stattfanden. Das kleine Gotteshaus überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde in den Folgejahren gebäudetechnisch saniert. Allerdings ist die Kapelle heute in Privatbesitz und fristet ein Dasein als LagerhalleDie Kapelle Köllmisch Damerau mit aktuellen Bildern. Die einstige Innenausstattung ist nicht mehr vorhanden.
Kirchengemeinde Sowohl Köllmisch Damerau als auch Kawerninken waren mit ihrer mehrheitlich evangelischen Bevölkerung vor 1945 in das Kirchspiel Groß SchirrauWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band III: Dokumente, Göttingen, 1968, Seite 475 (heute russisch: Dalneje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Wehlau (Snamensk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Olchowka im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Talpaki (Taplacken), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks Olchowka bankgorodov.ru Olchopwka bei prussia39.ru Bildergalerie Köllmisch Damerau (bis 1945) Bildergalerie Köllmisch Damerau/Olchowka (nach 1945) Bildergalerie Parnehnen mit Kawerninken (bis 1945) Bildergalerie Parnehnen mit Kawerninken/Olchowka (nach 1945)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Gwardeisk