Der Hafen-West (Ortsangabe: im Hafen-West) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Schweinfurt. Er wird für amtlich-statistische Zwecke als Bezirk 52 geführt. Der Hafen-West ist ein nahezu unbewohntes Hafen- und Industriegebiet. Lage Der Hafen-West liegt südlich des Mains, auf der Gemarkung von Oberndorf. Nordöstlich des Hafen-West liegt der Stadtteil Hafen-Ost. Der Hafen-West hat nahezu die Form eines gleichseitigen Dreiecks und wird im Nordwesten vom Main, im Nordosten von der Bundesstraße 286 (Schnellstraße) und im Süden von der Bundesautobahn 70 begrenzt.

Der Hafen-West (1,5 km²) bildet zusammen mit dem angrenzenden Hafen-Ost (2,0 km²), dem Industrie- und Gewerbepark Maintal (1,5 km²), dem Industriegebiet nördlich des Mains (1,0 km²), dem Sennfelder Hafen (0,3 km²) und dem anschließenden, ebenfalls zu Sennfeld gehörenden Industrie- und Gewerbegebiet, u. a. mit der Carl Kühne KG, (0,1 km²) mit 6,4 km² das größte zusammenhängende Industrie- und Gewerbegebiet Bayerns (zum Vergleich: Volkswagenwerk Wolfsburg 6,5 km²).

Geschichte Wüstung Schmalfeld ist eine Wüstung im Gebiet des heutigen Stadtteils, die 1246 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Gemarkung Das Areal des heutigen Stadtteils gehörte ursprünglich zu der 1919 nach Schweinfurt eingegliederten Gemeinde Oberndorf, weshalb es bis heute zur Gemarkung Oberndorf gehört. Das Gebiet war bis Anfang der 1960er Jahre unbewohnt und unbebaut, wurde landwirtschaftlich genutzt und war teilweise Überschwemmungsgebiet das Mains.

Aufbau des Industriegebiets Die Schweinfurter Industrieflächen nördlich des Mains wurden Anfang der 1960er Jahre knapp. Deshalb wurde im Süden ein neues Industriegebiet im Zuge des sogenannten Sprungs über den Main aufgebaut.Geschichte der Stadt Schweinfurt, Offizieller Stadtplan Schweinfurt, 23. Auflage Begonnen wurde 1961 mit dem Bau des neuen Hafens an der Großschifffahrtsstraße Rhein-Main-Donau-Kanal. Der Hafenumschlag begann 1963. Hinter dem Hafen wurde das Industriegebiet aufgebaut, das bis heute von der örtlichen Großindustrie dominiert wird.

Wirtschaft und Infrastruktur Kraftwerk mini|Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS)

Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS)

Ansässige Unternehmen Bosch Rexroth Erik Walther, Mineralölunternehmen Fresenius Medical Care, u. a. mit Technology Center. Ireks Malz SKF, u. a. mit Großlager-Prüfzentrum. ZF Friedrichshafen AG, vormals Fichtel & Sachs, u. a. mit Entwicklungszentrum

Behörden Hafenverwaltung Dienststelle des Hauptzollamtes Schweinfurt

Verkehr Bundesautobahn 70 Anschlussstelle Nummer 6: Schweinfurt-Hafen Anschlussstelle Nummer 7: Schweinfurt-Zentrum Bundesstraße 286 Anschlussstelle Hafenkreuz Stadtbuslinie 130. Mainhafen am Rhein-Main-Donau-Kanal Hafen- und Industriegleisanschlüsse

Sozialstruktur Status31. Dez. 2022 Melderegisterbasierte Bevölkerung Hafen-WestStatistischer Bezirk 52 GesamtgebietSchweinfurt Deutsche 72,7 % 77,4 % Ausländer 27,3 % 22,6 % Anteil Doppelstaatleran der deutschen Bevölkerung 0,0 % 17,1 %

Statistische Werte der Sozialstruktur sind in einem Industriegebiet mit sehr geringer Einwohnerzahl ohne Aussagekraft und werden hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.

Sehenswürdigkeiten Der Hafen-West bietet ein Schaufenster der Wirtschaft. Mehrere namhafte Firmen liegen mit ihren Industriebetrieben Tor an Tor, wie nirgend woanders in Deutschland.

Bildergalerie

File:Kamin GKS Schweinfurt04012019.JPG

Video Video: Luftaufnahmen360: Schweinfurter Industriegebiet aus der Luft (2:10)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Schweinfurt Hafen Schweinfurt