miniatur|Herbert Edelsbrunner (2011) Herbert Edelsbrunner (* 14. März 1958 in Graz)Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004 ist ein österreichischer Informatiker und Mathematiker, der sich mit rechnergestützter Geometrie (Computational Geometry) und Topologie befasst.
Leben Edelsbrunner stammt aus Unterpremstätten. Während seiner Schulausbildung wechselte er von der Hauptschule in das Grazer Bundesrealgymnasium Keplerstraße.Steirer des Tages: Der Meister-Mathematiker. Kleine Zeitung, 14. Juni 2018, abgerufen am 4. Dezember 2024
Im Jahr 1980 erhielt er sein Diplom und wurde 1982 an der TU Graz bei Hermann Maurer promoviert (Intersection problems in computational geometry).Mathematics Genealogy Project Er war danach noch kurz weiter Assistent in Graz und ab 1985 Professor an der University of Illinois at Urbana-Champaign (ab 1990 mit voller Professur) und ab 1999 an der Duke University. Seit 2009 ist er Professor am Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg bei Wien.
Er war Gastprofessor am Lawrence Livermore National Laboratory, an der Berlin Mathematical School, an der École normale supérieure und kürzlich am Institute of Advanced Study der Kyoto-Universität, sowie Moore Scholar am Caltech. Er war mehrfach Gastwissenschaftler am Thomas J. Watson Research Center von IBM.
1996 gründete er die Firma Raindrop Geomagic, heute Geomagic, die Software für dreidimensionale Geometrische Modellierung herstellt. Er entwickelte unter anderem die Alpha Shapes Software speziell für Molekül-Modellierung.Edelsbrunner, E. P. Mücke Three-dimensional alpha shapes, ACM Trans. Graphics 13 (1994), 43-72 Mit Ernst Peter Mücke entwickelte er ein automatisches Verfahren, um geometrische Algorithmen robuster zu machen.H. Edelsbrunner, E. P. Mücke Simulation of simplicity: a technique to cope with degenerate cases in geometric algorithms, ACM Trans. Graphics 9 (1990), 66-104
2012 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Europäischen Mathematikerkongress (ECM) in Krakau (Persistent homology and applications). 2008 wurde er Mitglied der Leopoldina und 2005 der American Academy of Arts and Sciences. Seit 2009 ist er ordentliches Mitglied der Academia Europaea und seit 2014 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2006 erhielt er einen Ehrendoktor der TU Graz, und 1991 erhielt er den Alan T. Waterman Award.
Im Jahr 2018 erhielt er den mit 1,4 Millionen Euro dotierten Wittgenstein-Preis.Wittgenstein-Preise 2018 an den Informatiker und Mathematiker Herbert Edelsbrunner sowie an die Ethnomusikologin Ursula Hemetek. OTS-Meldung vom 13. Juni 2018, abgerufen am 13. Juni 2018.
Edelsbrunner ist in vierter Ehe verheiratet. Er hat einen Sohn aus erster Ehe und eine Tochter aus zweiter Ehe.Steirer des Tages: Der Meister-Mathematiker. Kleine Zeitung, 14. Juni 2018, abgerufen am 4. Dezember 2024
Schriften
Auszeichnungen (Auswahl) 1991: Alan T. Waterman Award 2006: Ehrendoktor der TU Graz 2018: Wittgenstein-Preis 2020: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Weblinks Homepage seiner Gruppe, ISTA Homepage an der Duke University Herbert Edelsbrunner in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
Kategorie:Informatiker Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (University of Illinois Urbana-Champaign) Kategorie:Hochschullehrer (Duke University) Kategorie:Hochschullehrer (Klosterneuburg) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der Academia Europaea Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Graz Kategorie:Wittgenstein-Preisträger Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann