Cyazofamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Imidazole (Cyanoimidazole) und Sulfonamide.
Gewinnung und Darstellung Cyazofamid kann durch mehrstufige Reaktion ausgehend von 2,2-Dichlor-1-(4-methylphenyl)ethanon durch Dehydratisierung, zwei Deoxygenierungen und eine Chlorierung des Imidazolringes gewonnen werden. rahmenlos|hochkant=2.0|zentriert|Synthese von Cyazofamid (I) rahmenlos|hochkant=2.0|zentriert|Synthese von Cyazofamid (II) rahmenlos|hochkant=2.0|zentriert|Synthese von Cyazofamid (III)
Eigenschaften Cyazofamid ist ein brennbarer weißer bis gelblicher Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Die Halbwertszeit (DT50) gegenüber von Hydrolyse beträgt etwa 25 Tage.EU: Review report for the active substance cyazofamid (PDF; 232 kB), 27. November 2002.
Verwendung Cyazofamid wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet. Es ist ein protektives und begrenzt systemisches Fungizid, welches alle Entwicklungsstufen von Pilzen durch Beeinflussung der Atmung im mitochondrialen Cytochrom-bc1-Komplex hemmt.EFSA: Reasoned opinion on the review of the existing maximum residue levels (MRLs) for cyazofamid according to Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005. In: EFSA Journal. 10, 2012, . Es blockiert die innere Andockstelle für Ubichinon und wird deshalb als Qi-Inhibitor bezeichnet. Die Markteinführung erfolgte 2001.
Zulassung Cyazofamid wurde 2003 von der EU-Kommission für Anwendungen als Fungizid in die Liste der zugelassenen Wirkstoffe aufgenommen.
In einer Reihe von EU-Staaten, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel (z. B. Ranman) mit diesem Wirkstoff zugelassen.
Einzelnachweise
Externe Links zu erwähnten Verbindungen
Kategorie:Chlorsubstituierter Heteroaromat Kategorie:Imidazol Kategorie:Aromatisches Nitril Kategorie:Schwefelsäureamid Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Fungizid Kategorie:N,N-Dialkylamid