Das Hilum oder der Hilus ist ein Wort aus dem Lateinischen, beruht auf der ursprünglichen Form hilumWerner Golder: Hilus/Hilum: Ein verballhornter anatomischer Terminus. In: Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 18, 1999, S. 167–175. und bedeutet wörtlich übersetzt „Stiel“.

In der Botanik bezeichnet HilumR. Schubert, K. Werner, H. Meusel (Bearb.); Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland. Band 2, 15. Auflage. Verlag Volk und Wissen, Berlin 1990, ISBN 3-06-012563-5, S. 33. oder „Nabel“ (Samennabel, -narbe, Keim- oder Samengrube) die Stelle (die Abrissstelle), an der die Samenanlage mit dem Funiculus in Verbindung steht. In der Mykologie bezeichnet Hilum:C. A. Grgurinovic: Fungi of Australia. Glossary. . Abgerufen am 29. Februar 2008. bei einer Basidiospore die Narbe an der Stelle, an der die Spore während des Wachstums an der Basidie aufsaß. bei Konidiosporen die Narbe an der Spore, die nach der Ablösung von der konidiogenen Zelle entsteht. In der Anatomie seit dem 19. Jahrhundert ist ein Hilus als Ansatzstelle die Pforte, an dem Blutgefäße und Nerven in ein Organ eintreten. Man spricht beispielsweise vom Eierstock-, Leber-, Lungen-, Milz- oder Nierenhilus. Bei Organen, die eine Gefäßversorgung über mehrere Gefäße und an verschiedenen Stellen haben, gibt es keinen Hilus (beispielsweise im Darm oder der Harnblase)

Einzelnachweise

Kategorie:Anatomie Kategorie:Morphologie (Pilz) Kategorie:Pflanzenmorphologie