Der Sinto Karl Höllenreiner (* 9. März 1914 in Fürth; † 1. September 1984)Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte, Ausstellung KZ-Gedenkstätte Dachau (PDF; 387 kB)Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. BiografieKarl Höllenreiner, Artikel in FürthWiki, online abgerufen am 7. Juli 2022 | 12:09 Uhr war ein Überlebender des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma. Er sagte als Zeuge und Opfer der Meerwasserversuche beim Nürnberger Ärzteprozess aus und ohrfeigte den Angeklagten.Der Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Walter de Gruyter, 2000. S. 105, S. 292

Leben Höllenreiner wurde am 29. Mai 1944 verhaftetDer Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Walter de Gruyter, 2000. S. 105 und ins bis August 1944 bestehende Zigeunerlager Auschwitz deportiert. Er wurde dort mit der Häftlingsnummer Z 10062 tätowiert und registriert.Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg: Gedenkbuch: Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz Birkenau. Saur-Verlag, München u. a. 1993, ISBN 3-598-11162-2. S. 1326f (Druckfassung) = S. 299 des Dokumentes, ein Datum fehlt, das nächstfrühere Datum ist bei Z 10053 der 7. Juni 1944, bis zur letzten Häftlingsnummer, Z 10094 folgt keine weitere Datumsangabe

Von dort wurde er in das KZ Buchenwald weiterdeportiert. Mitte Juli 1944 erfolgte der Weitertransport ins KZ Dachau, wo er unfreiwilliger Proband der Meerwasserversuche von Wilhelm Beiglböck wurde. Anschließend wurde er in einem KZ-Außenkommando der Messerschmitt GmbH als Zwangsarbeiter eingesetzt.Der Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Walter de Gruyter, 2000. S. 105

miniatur|Nürnberger Ärzteprozess: Wilhelm Beiglböck bekennt sich „Nicht schuldig“ Nach Kriegsende arbeitete er als Textilwaren- und Musikinstrumentehändler. Während seiner Zeugenaussage am 17. Juni 1947 beim Ärzteprozess ohrfeigte er den Angeklagten, er wurde hierfür zu 90 Tagen Haft verurteilt, kurz darauf auf Bewährung freigelassen.Der Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Walter de Gruyter, 2000. S. 105, S. 292

Einzelnachweise

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