David Seidl (* 1971) ist ein deutscher Ökonom. Seit 2008 ist er ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation und Management an der Universität Zürich.
Werdegang Von 1991 bis 1996 studierte Seidl an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaftslehre und Soziologie mit einem Jahr Auslandsstudium an der City University London. Nach einem Jahr als Dozent an der Universität Witten/Herdecke studierte Seidl von 1996 bis 2000 an der University of Cambridge und wurde dort mit einer Arbeit über Organisationsidentität und Selbsttransformation vor dem Hintergrund der Systemtheorie nach Luhmann promoviert.David Seidl: Organisational Identity and Self-Transformation: An Autopoietic Perspective. Ashgate, Aldershot (Hampshire)/Burlington (VT) 2005; zugl. Diss. Univ. Cambridge, 2000, ISBN 0-7546-4458-8. Von 2001 bis 2004 forschte Seidl in München. 2004 übernahm er zusätzlich eine Gastprofessur in München, wo er sich auf die Habilitation vorbereitete. 2008 habilitierte Seidl mit dem Thema „Strategy as Practice“ an der Helmut-Schmidt-Universität (Hamburg).
Bis 2014 war Seidl Mitglied des Boards der European Group for Organizational Studies. Heute ist David Seidl Professor an der Universität Zürich.
Interessen Als besondere Interessen nennt Seidl Corporate Governance, Organisationstheorie, Strategie als Praxis und strategisches Consulting.
Bibliografie D. Golsorkhi, L. Rouleau, D. Seidl, E. Vaara (Hrsg.): Cambridge Handbook of Strategy-as-Practice. Cambridge University Press, Cambridge 2010. B. Ricken, D. Seidl: Unsichtbare Strukturen: Wie sich soziale Netzwerke im Unternehmen nutzen lassen. Gabler, Wiesbaden 2010. W. Kirsch, D. Seidl, D. van Aaken: Evolutionäre Organisationstheorie. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2010. W. Kirsch, D. Seidl, D. van Aaken: Unternehmensführung. Eine evolutionäre Perspektive. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2009. W. Kirsch, D. Seidl, D. van Aaken: Betriebswirtschaftliche Forschung: Grundlagenfragen und Anwendungsorientierung. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2007. D. Seidl: Organisational Identity and Self-transformation. An Autopoietic Perspective. Ashgate, Aldershot 2005. D. Seidl, K. H. Becker (Hrsg.): Niklas Luhmann and Organization Studies. Copenhagen Business School Press and Liber, Copenhagen/Malmö 2005. D. Seidl, W. Kirsch, M. Linder (Hrsg.): Grenzen der Strategieberatung. Ein Dialog zwischen Wissenschaft, Beratung und Klienten. Haupt, Bern 2005.
Einzelnachweise Board Members der European Group for Organizationals Studies, abgerufen am 1. Mai 2013. Personalprofil von David Seidl auf der Website der Universität Zürich
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