Anderlingen (plattdeutsch Annerlingen) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Selsingen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Anderlingen erstreckt sich auf einer Fläche von 35,67 Quadratkilometern.

Geographie und Verkehrsanbindung Nachbargemeinden Im Norden grenzt Anderlingen an Farven, im Osten an den Landkreis Stade (Gemeinden Brest und Ahlerstedt), im Süden an Heeslingen und im Westen an das Grundzentrum Selsingen sowie im Nordwesten an Deinstedt.

Geologie Anderlingen liegt auf der Zevener Geest.

Die Landschaft wird durch Wiesen und Wälder geprägt, es gibt nur noch vereinzelt kleine Wälder und Moore, die unkultiviert geblieben sind.

Durch die Gemeinde fließt über 16 km die Twiste, ein Nebenfluss der Oste, der seine Quelle bei Winderswohlde hat.

Gemeindegliederung Gemäß Hauptsatzung gliedert sich die Gemeinde in die vier Ortsteile: Anderlingen (Kernort) (mit Hembeck) Grafel (mit Winderswohlde, Sprakel und Mojenhop) Fehrenbruch Ohrel (mit Windershusen und Oelkershusen)

Verkehr Wegen ihrer Randlage wird die Gemeinde bloß von zwei Kreisstraßen bedient. Das sind zum einen die K 169, die von Farven im Norden über Fehrenbruch und Grafel nach Selsingen zur B 71 im Westen führt und zum anderen die K 110, die von Heeslingen im Süden über Sassenholz führt und in die K 118 bei Malstedt mündet.

Geschichte mini|Die in Hannover wieder aufgestellte Steinkiste von Anderlingen Die in der Gemarkung Anderlingen gefundene, dort abgebaute und neben dem Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover wieder aufgebaute bronzezeitliche Steinkiste von Anderlingen zeigt drei menschliche Figuren auf dem südlichen Abschlussstein, der deshalb unter dem Namen Anderlinger Bildstein weit über die Region hinaus bekannt ist. Er gilt als einer der bedeutendsten bronzezeitlichen Funde im norddeutschen Raum und diente als Vorlage für das heutige Wappen des Ortes.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Grafel und Ohrel eingegliedert.

Politik Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Anderlingen besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:

Partei/Liste 2021 2016 , abgerufen am 18. März 2017. WG Anderlingen 9 8 Einzelbewerber – 1

Bürgermeister Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Friedhelm Brunckhorst (WG Anderlingen) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.; abgerufen am 26. Januar 2024.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wohn- und Wirtschaftsgebäude Hembecker Weg 3 von 1841 in Fachwerk

Anderlinger Sonne Im Oktober 2014 wurde die Anderlinger Sonne enthüllt, ein Modell der Sonne mit ca. zwei Meter Durchmesser. Das Modell ist der zentrale Punkt eines Steinplanetariums, das sich zwischen Anderlingen und Haaßel befindet. Es stellt die Planeten im Maßstab 1:700 Millionen dar. Das Steinplanetarium ist Teil der Stein-Erlebnisroute von Anderlingen.SteinErlebnisRoute, abgerufen am 18. März 2017

Gedenksteine mini|hochkant=0.8|Heinrich-Behnken-Gedenkstein In der Ortsmitte befindet sich ein Gedenkstein, der an Heinrich Behnken und dessen Vater Lütje Behnken (auch Lütje Micheels nach der Hofstelle Nr. 5 Micheels Hus benannt) erinnert. Lütje Behnken wurde in Anderlingen geboren.

Weblinks

Gemeinde Anderlingen bei der Samtgemeinde Selsingen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Rotenburg (Wümme) Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert