mini|Dov Karmi Dov Karmi (* 1905 in Odessa; † 14. Mai 1962 in Tel Aviv) war ein israelischer Architekt.

Leben Karmi wurde 1905 als Sohn von Hannah und Sholom Weingarten in der heutigen Ukraine geboren, die damals Teil des russischen Kaiserreichs war. 1921 emigrierte er mit seiner Familie in das Britische Mandatsgebiet Palästina. Er begann ein Studium der Malerei an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem, begeisterte sich aber bald für die Architektur und begann ein Architekturstudium in Belgien an der Universität Gent., Haaretz, 5. November 2010

1929 kehrte Karmi nach Palästina zurück, ließ sich in Jerusalem nieder und heiratete. 1932 gründete Karmi in Tel Aviv dann ein eigenes Architekturbüro. Gemeinsam mit anderen jungen Architekten, darunter Ze'ev Rechter and Arieh Sharon, gründete man einen eigenen Kreis, der sich stark von Walter Gropius und dem Bauhaus inspirieren ließ und die Architektur des Landes in den Jahren nach der Staatsgründung Israels bestimmte. Der erste große Erfolg Karmis war der Gewinn eines Wettbewerbs zur Erweiterung des Kulturzentrums in Tel Aviv. Den Entwurf hatte er gemeinsam mit Ze'ev Rechter eingereicht.

Ab Mitte der 1950er Jahre arbeitete er häufig mit seinem Sohn Ram Karmi – einem bekannten Vertreter des Brutalismus – zusammen, der nach seinem Studium in das väterliche Architekturbüro eingestiegen war. Karmi ist außerdem der Vater der Architektin Ada Karmi-Melamede.

Auszeichnungen 1957 erhielt Karmi als erster Architekt den Israel-Preis.

Werke 1935: Wohngebäude Zharsky, 9 Gordon Street, Tel Aviv 1936/1937: Beit Liebling, Rechov Idelson 29, Tel Aviv 1946: Ausbau des Kulturzentrum Tel Aviv (gemeinsam mit Ze'ev Rechter) 1948: Wohnhäuser in der Huberman Straße, Tel Aviv 1949: Bürogebäude für die Histadrut, 91–93 Arlozoroff Street, Tel Aviv 1953: Erweiterung des Fredric R. Mann-Auditoriums, Tel Aviv 1950er Jahre: Zim-Gebäude, Rothschild Boulevard, Tel Aviv 1950er Jahre: Solel Boneh Arcade (auch Tamar Passage und Allenby Arcade), 111 Allenby Street, Tel Aviv (mit Arieh Sharon) 1955: Wohngebäude Ayala Zacks, 13 Ben Gurion Avenue, Tel Aviv 1960: Überarbeitung des Entwurfs des Knesset-Gebäudes von Ossip KlarweinThe Knesset Building, Website der KnessetSimon Goldhill: Jerusalem: City of Longing. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) 2008, ISBN 0-674-02866-X, S. 322 ff. 1956–1962: El-Al-Bürogebäude, Ben Yehuda Street, Tel Aviv (mit Ram Karmi)

Ohne Datierung mini|300px|Blick 1964 südwärts über Baustellen auf den Campus Givʿat Ram zu Karmis Sherman-Bau mit fensterlosem Liftturm und Wise Auditorium unter geneigtem Dach vor weiteren Neubauten der Hebräischen Universität Folgende weitere Gebäude erbaute Karmi außerdem:, Haaretz, 5. November 2010 Writers’ House, Kaplan Street, Tel Aviv Nachmani Hall, Tel Aviv Cameri Theater (heute Beit Lessin Theater), Tel Aviv ORT Singalovski High School, Tel Aviv Rabbinischer Gerichtshof, David Hamelekh Boulevard, Tel Aviv Hod Shopping Center, Dizengoffstraße, Tel Aviv Bürogebäude, Ramat Aviv, Tel Aviv Wohngebäude, 1 Rosenbaum Street, Tel Aviv Elgaziz Haus, 5 Zlocisty Street, Tel Aviv Wohnhäuser, Be'eri Street, Tel Aviv Karmi Haus, 19 Levy Yitzhak Street, Tel Aviv Sherman-Bau für Verwaltung und Wise Auditorium, Hebräische Universität Jerusalem, Givʿat Ram Campus Forschungsgebäude, Technion, Israel Institute of Technology, Haifa

Ausstellungen 2010: Dov Karmi, Architect-Engineer: Public Domestica, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv Museum of Art

Literatur Dov Karmi, Architect-Engineer: Public Domestica. Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv 2010.

Einzelnachweise

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