mini|Craig Lucas, 2019 Craig Lucas (* 30. April 1951 in Atlanta, Georgia) ist ein US-amerikanischer Theaterdramaturg, Drehbuchautor und Filmregisseur. Er inszenierte auch Kinofilme, unter anderem Birds of America.

Leben und Karriere Craig Lucas kam 1951 in Atlanta im Bundesstaat Georgia zur Welt. Im Alter von acht Monaten wurde er von einem Ehepaar aus Pennsylvania adoptiert, nachdem ihn die leiblichen Eltern am Tag seiner Geburt weggegeben hatten. Die Dichterin Anne Sexton wurde seine Mentorin, als er an der Boston University Theater studierte und 1973 dort seinen Abschluss machte. Lucas ging nach New York und arbeitete dort zuerst als Schauspieler am Broadway in Stücken wie Shenandoah Rex, On the Twentieth Century und Sweeney Todd, bevor ihn Stephen Sondheim ermutigte auch seine eigenen Stücke zu schreiben.Biographische Daten von Craig Lucas in: The Columbia encyclopedia of modern drama: A-L - Band 1, von Gabrielle H. Cody, Evert Sprinchorn, Columbia University Press, 2007, Seite 837

In den 1980er Jahren begann Lucas neben seinen Theaterstücken auch Drehbücher zu verfassen. 1988 entstand das Theaterstück Prelude to a Kiss, das für mehrere Preise nominiert wurde, unter anderem für den Pulitzer-Preis in der Kategorie Bestes Drama. 1992 wurde das Stück von dem befreundeten Regisseur Norman René mit Alec Baldwin und Meg Ryan in den Hauptrollen auch verfilmt. Craig Lucas schrieb zum Film Zauberhafte Zeiten auch das Drehbuch.

Im Jahr 2005 führte er Regie bei dem Drama The Dying Gaul mit Patricia Clarkson, Campbell Scott und Peter Sarsgaard in den Hauptrollen. 2008 inszenierte er die Kinoproduktion Birds of America. Es spielten Matthew Perry, Ben Foster und Ginnifer Goodwin.

2012 wurde er am Theo Ubique Cabaret Theatre Company in Chicago, Illinois mit dem Joseph Jefferson Award für die beste Musical Produktion The Light in the Piazza ausgezeichnet.

Auszeichnungen 1990: Tony-Award-Nominierung als Autor in der Kategorie Bestes Theaterstück für Prelude to a Kiss 1991: Tony-Award-Nominierung als Autor für den Pulitzer-Preis in der Kategorie Bestes Theaterstück 2000: Lambda Literary Award für What I Meant Was 2003: New York Film Critics Circle Award als Autor in der Kategorie Bestes Drehbuch für The Secret Lives of Dentists 2004: Chlotrudis-Award-Nominierung als Autor in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für The Secret Lives of Dentists 2005: Tony-Award-Nominierung als Autor in der Kategorie Bestes Theaterstück für Light in the Piazza 2012: Joseph Jefferson Award für die Beste Musical Produktion für The Light in the Piazza

Filmografie (Auswahl) Filmregisseur 2005: The Dying Gaul 2008: Birds of America

Drehbuchautor 1987: American Playhouse (Fernsehserie) 1989: Freundschaft fürs Leben (Longtime Companion) 1992: Zauberhafte Zeiten (Prelude to a Kiss) 1995: Wer hat Angst vorm Weihnachtsmann? (Reckless) 2002: The Secret Lives of Dentists 2005: The Dying Gaul 2006: Live from Lincoln Center (Fernsehserie) 2014: Ein Amerikaner in Paris / An American in Paris: The Musical 2018: Great Performances (Fernsehserie, 1 Episode)

Literatur Daniel Burt: Craig Lucas (b. 1951): Prelude to a Kiss, in: The Chronology of American Literature: America's Literary Achievements from the Colonial Era to Modern Times. Houghton Mifflin 2004, S. 678 (Auszüge bei Google Books)

Weblinks

Craig Lucas in: The New York Times

Einzelnachweise

Kategorie:Dramaturg Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Träger des Lambda Literary Award Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann