Saint-Just-Saint-Rambert ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Arrondissement Montbrison im Département Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Das Bureau centralisateur des gleichnamigen Kantons befindet sich in Saint-Just-Saint-Rambert.

Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.

Geografie Saint-Just-Saint-Rambert liegt beiderseits der Loire. Saint-Rambert-sur-Loire am westlichen, Saint-Just-sur-Loire am östlichen Ufer. Die Gemeinde liegt in der Ebene von Forez, zwischen 10 und 15 Kilometer nordwestlich von Saint-Étienne.

Im nahegelegenen Stausee Lac de Grangent liegt die Île de Grangent.

Die Gemeinde besaß einen Bahnhof an der Bahnstrecke Moret-Veneux-les-Sablons–Lyon-Perrache, welcher heutzutage nicht mehr bedient wird. An diesem zweigen auch die Bahnstrecke Clermont-Ferrand–Saint-Just-sur-Loire und Bahnstrecke Saint-Just-sur-Loire–Fraisses-Unieux ab.

Geschichte 1973 wurde die Gemeinde aus den beiden früheren Gemeinden Saint-Just-sur-Loire und Saint-Rambert-sur-Loire gebildet. Noch heute führt die Gemeinde ein Doppelwappen (mit dem früheren Wappen von Saint-Rambert links und Saint-Just rechts).

Saint-Just-sur-Loire Saint-Just ist ein Ort mit langer industrieller Tradition. Schon früh siedelten sich metallverarbeitende Betriebe an. Färbereien und Glasherstellung boten den Bewohnern der Region Arbeitsplätze. So stellte die Verrerie de Saint-Just ab 1826 mundgeblasene Flachgläser und Kirchenfenster her. Ausschlaggebend für die Wahl des Standorts waren die Sandvorkommen der Loire und die unweit, bei Saint-Étienne, liegenden Kohlenbergwerke. 1865 erwarb Mathias André Pelletier das Unternehmen und führte zahlreiche Neuerungen ein, bei seinem Tod 1885 ging es an seine Söhne über. Ab 1926 kooperierte der Betrieb mit der Compagnie de Saint-Gobain. Die Verrerie Saint-Just konnte in der Folge namhafte Glasmaler engagieren, darunter beispielsweise um 1937 Auguste Labouret.

Saint-Rambert-sur-Loire Aus dem gallorömischen Oppidum Occiacum wurde das spätere Saint-Rambert-sur-Loire, das nachweislich ab 1078 die Reliquien des heiligen Ragnebert († 680) beherbergte.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1975 1982 1990 1999 2010 2017 Einwohner 9010 10.533 12.299 13.192 14.172 15.083 Quellen: Cassini und INSEE

Tigermückenerlass von 2026 Nachdem sich im Sommer 2026 zahlreiche Bewohner darüber beschwert hatten, dass sie aufgrund einer Mückenplage nicht mehr im Freien ihren Aperitif genießen können, unterzeichnete im September 2026 Bürgermeister Olivier Joly einen Erlass, der es Tigermücken untersagt, die Gemeinde zu überfliegen. Zuvor waren schon für 45.000 Euro erfolglos Mückenfallen aufgestellt sowie Nistplätze für Schwalben und Schutzräume für Fledermäuse eingerichtet worden, um die Plage zu beseitigen. Er begründete den Erlass damit, dass die ständig kreisenden Flüge und Stiche dieser Mücken bei der Bevölkerung „Irritationen und Verzweiflung“ verursachten. Der Erlass enthält die Warnung: „Jede Tigermücke, die diese Anordnung missachtet, setzt sich rechtlichen Schritten aus.“ Außerdem weist er die Einwohner an, stehendes Wasser in Eimern, Blumentöpfen und gebrauchten Gummireifen zu vermeiden sowie Teiche zu bedecken.Prohíben a los mosquitos sobrevolar un municipio francés, según orden de su alcalde AFP, 3. September 2026, abgerufen am 4. September 2026 (spanisch)

Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-André in Saint-Rambert aus dem 11. Jahrhundert, seit 1891 als Monument historique klassifiziert Kirche Saint-Just Kapelle Saint-Jean aus dem 11. und 12. Jahrhundert, seit 1972 als Monument historique eingeschrieben Tor, genannt „de Franchise“ in Saint-Rambert aus dem 15. Jahrhundert, seit 1929 als Monument historique eingeschrieben Burgruine Grangent auf der Île de Grangent aus dem 12. Jahrhundert, seit 1945 als Monument historique eingeschrieben Schloss La Baraillère aus dem 14. Jahrhundert Schloss La Merlée von 1767 Rathaus aus dem 17. Jahrhundert

Städtepartnerschaft Târgu Neamț, Westmoldau, Rumänien

Weblinks

Einzelnachweise

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