Die International Organisation of Employers (IOS) wurde 1920 gegründet. Sie ist ein internationaler Arbeitgeberverband und vertritt die Interessen privater Unternehmen bei der Gestaltung von Arbeits- und Sozialpolitik. Sitz der Nichtregierungsorganisation ist Genf. Im Frühjahr 2013 hatte sie 150 nationale Arbeitgeberorganisationen aus 143 Ländern als Mitglied. Das deutsche Mitglied der Organisation ist die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das österreichische Mitglied die Industriellenvereinigung (IV) und aus der Schweiz ist die Union Patronale Suisse (UPS) beteiligt.

Geschichte Die Organisation wurde im März 1920 unter der Bezeichnung International Organisation of Industrial Employers (IOIE) in London gegründet. Die erste Vollversammlung fand im Oktober 1920 in Brüssel statt. Die ersten Mitglieder des Verbandes waren neben einigen lokalen Organisationen die nationalen Arbeitgeberverbände aus Belgien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich (Federation of British Industries), Italien (Confindustria), Spanien und Lateinamerika.Jean-Jacques Oechslin, The International Organisation of Employers. Three-quarters of a Century in the Service of the Enterprise (1920-1998), 2001, S. 26–34 Generalsekretär des Verbandes ist seit 2012 der Neuseeländer Brent Wilton; er folgte Antonio Peñalosa, der die Organisation 13 Jahre geleitet hatte.

Aktivitäten und Mitglieder Zweck ist unter anderem die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für erfolgsorientiertes und soziales Unternehmertum in stabilen Märkten. Dazu sollen politische Entscheidungsträger beeinflusst und die Öffentlichkeit zu der Argumentation der Arbeitgeber informiert werden.

Die IOE dient als Sekretariat der Arbeitgeberkommission der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen und nimmt als eine der drei Tarifparteien an der International Labour Conference teil. Darüber hinaus ist der Verband bei internationalen Konferenzen, wie den Treffen der G20, beteiligt; oft kooperiert er dabei mit dem Business and Industry Advisory Committee der OECD. Ebenso arbeitet die IOS mit anderen multinationalen Organisationen zusammen, wie der Weltgesundheitsorganisation, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für Migration sowie der Weltbank.

Neben den oben genannten Verbänden aus dem D-A-CH-Raum sind weitere bedeutende Mitglieder der IOS: Unión Industrial Argentina (UIA), Argentinien Australian Chamber of Commerce & Industry (ACCI), Australien Fédération des Entreprises de Belgique (FEB), Belgien Confederação Nacional da Indústria (CIS), Brasilien China Enterprise Confederation (CEC), China Mouvement des Entreprises de France (MEDEF), Frankreich Japan Business Federation (NIPPON - KEIDANREN), Japan Canadian Employers’ Council, Kanada Korea Employers’ Federation (KEF), Süd-Korea VNO-NCW, Niederlande Pracodawcy Rzeczypospolitej Polskiej, Polen Associação Industrial Portuguesa (AIP), Portugal Svenskt näringsliv, Schweden Confederación Española de Organizaciones Empresariales (CEOE), Spanien Business Unity South Africa (BUSA), Südafrika Turkish Confederation of Employer Associations (TISK), Türkei Confederation of British Industry (CBI), Vereinigtes Königreich United States Council for International Business (USCIB), USA

Weblinks Offizielle Website (engl.)

Einzelnachweise

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