Die Heimat Schleswig-Holstein ist der Landesverband der rechtsextremistischen Partei Die Heimat in Schleswig-Holstein.

Organisation Der Landesverband Die Heimat Schleswig-Holstein besitzt keine Kreisverbände oder Ortsverbände mehr. In Neumünster existiert eine Ratsfraktion mit 3 Ratsmitgliedern.

Programmatik

Die Programmatik der Heimat verbindet völkischen Nationalismus mit Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und Revanchismus.

Geschichte Landesvorsitzende Jahre Vorsitzender1999–2000 Ingo Stawitz2000–2001 Jürgen Gerg2001–2003 Peter Borchert2003–2009 Uwe Schäfer2009–2012 Jens Lütke2012–2020 Ingo Stawitz2020– Mark Proch

Ergebnisse bei Landtagswahlen LandtagswahlergebnisseErgebnisse der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein Jahr Stimmen Sitze 1967 5,85 % 4 1971 1,32 % 1975 0,54 % 1979 0,18 % 1983 n. a. 1987 n. a. 1988 1,22 % 1992 n. a. 1996 n. a. 2000 1,0 % 2005 1,9 % 2009 0,9 % 2012 0,7 % 2017 n. a. 2022 n. a. n. a. = nicht angetreten

Ehemalige Landtagsabgeordnete Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1967 erhielt die Partei vier Sitze im Parlament. Die Mandate gingen an Wolfgang Ehlers, Karl-Ernst Lober, Peter Petersen und Uwe Rheingans.

Kommunalwahlen Bei der Kommunalwahl 2008 kandidierte die Heimat, damals noch unter dem alten Namen NPD in Lauenburg, Nordfriesland und in Ostholstein für den Kreistag und in Kiel für die Ratsversammlung. In Kiel war Hermann Gutsche mit 1,7 % der Stimmen ins Rathaus eingezogen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg hatte Kay Oelke 2,1 % der Stimmen und damit einen Sitz im Kreistag erhalten. Im Kreis Nordfriesland und im Kreis Ostholstein erzielte die damalige NPD dagegen zu wenig Stimmen für einen Sitz im Kreistag.Andreas Speit: Die NPD bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein vom 29. Mai 2008 Bei der Kommunalwahl 2013 kandidierten die Parteimitglieder Hermann Gutsche und Kay Oelke auf Tarnlisten, der „Wahlalternative Kieler Bürger“ in Kiel und der „Rechtsstaatlichen Liga“ im Kreis Herzogtum Lauenburg. Laut dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Jörn Lemke stehen diese Listen für NPD-Interessen und -Inhalte. „Es handele sich um ein Bündnis der Partei und freien Kräften“, zitiert Blick nach Rechts weiter. Die damalige NPD trat 2013 unter ihrem Parteinamen in der kreisfreien Stadt Neumünster und im Kreis Pinneberg an. Außerdem kandidierten Parteimitglieder für die Stadtvertretung in Uetersen, wo der damalige Landesvorsitzende Ingo Stawitz wohnte.Blick nach Rechts: Knappe Ressourcen in der Nord-NPD vom 18. April 2013 In Neumünster konnte die Partei 2013 mit 1,6 % der Wählerstimmen mit einem Sitz ins Rathaus ziehen. Im Jahr 2018 hat sich ihr Ergebnis fast verdoppelt und konnte somit in Fraktionsstärke und mit 3,9 % abermals ins Rathaus einziehen.

Literatur Robert Ackermann: Warum die NPD keinen Erfolg haben kann – Organisation, Programm und Kommunikation einer rechtsextremen Partei. Budrich, Opladen 2012, ISBN 978-3-86388-012-5. apabiz e. V.: Die NPD – Eine Handreichung zu Programm, Struktur, Personal und Hintergründen. Zweite, aktualisierte Auflage. 2008. (online) (PDF; 671 kB) Toralf Staud: Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD. Köln 2005, ISBN 3-462-03638-6 (Volltext bei netz-gegen-nazis.de; PDF; 1,4 MB)

Siehe auch Rechtsextremismus Club 88

Weblinks Blick nach Rechts: Phantom-Partei im Norden vom 27. Mai 2013 Blick nach Rechts: Knappe Ressourcen in der Nord-NPD vom 18. April 2013 Bundeszentrale für politische Bildung: Profil des NPD-Landesverbandes vom 16. März 2012 La Quimera: Die NPD in Schleswig-Holstein: Ein Zustandsbericht vom 1. Januar 2013 Informationen des Bundeswahlleiters über die NPD (PDF; 1,8 MB)

Einzelnachweise

Schleswig-Holstein Kategorie:Partei (Schleswig-Holstein) Kategorie:Parteigründung 1964