Johann Anton Pader (auch Johann Anton Bader; * 6. Oktober 1711 in Dorfen;Pfarrei Dorfen Mariä Himmelfahrt - CB059, M1160 - Taufen - 1686-1771; Seite 172 † 1786 ebenda) war ein Stuckateur, der auch als Meister von Oppolding bezeichnet wird.

Um 1765 hat er Teile der Kirche von Oppolding in Oberbayern ausgeschmückt. Besonders seine Kanzel dort ist ein bekanntes Beispiel eines mit Stuck verzierten Kunstwerkes des Rokoko aus dieser Region.A. Kraus, M. Spindler: Das alte Bayern, Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (= Handbuch der bayerischen Geschichten Band 2). München 1988, S. 116.

Allgemeines miniatur|hochkant|Eschlbach, Mariä Geburt, Rokoko-Kanzel mit filigranem Schalldeckel aus Stuck miniatur|Eschlbach, Mariä Geburt, Altarbild im Stil des Rokoko Er entstammte einem Zweig der Künstlerfamilie Pader aus München. Seine Eltern waren der Stuckateur Alexius Bader und Elisabeth Engelbrecht.Pfarrei Dorfen Mariä Himmelfahrt - CB059, M1160 - Taufen - 1686-1771; Seite 172 Er wird zur Wessobrunner Schule gerechnet. 1955 identifizierte ihn Josef Blatner als identisch mit dem Meister von Oppolding, als er bei der Renovierung der Kirche in Oppolding die Signatur JAP | D entdeckte.

In Dorfen wurde der Johann-Anton-Pader-Weg nach ihm benannt.

Stil mini|Stuckkanzel in Oppolding (1765)

Das Werk des Meisters von Oppolding ist ein Beispiel für die künstlerisch eigenständige Leistung des Stuckateurs im Rokoko. In dieser Epoche entwickelt sich die verzierende Kleinornamentik zum eigenständigen Kunstwerk.Karsten Harries: The Bavarian Rococo Church – Between Faith and Aestheticism. New Haven, London 1983, S. 196ff.

Das Schaffen von Pader hat mit den benachbarten Rokokokirchen in Eschlbach und Hörgersdorf besondere Kunstwerke im Erdinger Hinterland hinterlassen,s. V. Niedermeier, B. Schütz: Hörgersdorf, Eschlbach, Oppolding: drei Rokokokirchen im Landkreis Erding. (Schnell Kunstführer 934). München 1970 die als Erdinger Sonderrokoko einen besonderen Höhepunkt des Rokoko darstellen und die formalen Möglichkeiten auf die Spitze trieben.

Werke 1760: St. Bartholomäus (Hörgersdorf) 1765: St. Mariä Geburt (Eschlbach) 1765: St. Johannes der Täufer (Oppolding)

Literatur B. Rupprecht: Die bayerische Rokoko-Kirche. Kallmünz 1959. Josef Blatner: Barock und Rokoko. In: E. Press u. a.: Im Zeichen des Pferdes. Ein Buch vom Landkreis Erding. Erding 1963, S. 147. A. Kraus, M. Spindler: Das alte Bayern, Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (= Handbuch der bayerischen Geschichten Band 2). München 1988, S. 116. Karsten Harries: Die bayerische Rokokokirche. Das Irrationale und das Sakrale. Dorfen 2009. (Deutsche Ausgabe seines hier zitierten Werkes)

Weblinks Stuckrestaurierung an den Seitenaltären der katholischen Filialkirche Hörgersdorf, Bericht der Universität Heidelberg

Einzelnachweise

Kategorie:Stuckateur Kategorie:Bockhorn (Oberbayern) Kategorie:Geboren 1711 Kategorie:Gestorben 1786 Kategorie:Mann