Die Liste der Stolpersteine in Weingarten führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in der Stadt Weingarten in Oberschwaben auf.
Stolperschwellen Adresse Inschrift Bild Abteistraße 5 ZWANGSARBEIT IN WEINGARTEN 1942 BIS 19451135 ZWANGSARBEITERINNEN UND ARBEITERIM „RUSSENLAGER“ ABTEISTR. 5166 MÄNNER – 126 FRAUEN156 TOTE AUS OSTEUROPA LIEGEN AUF DEM FRIEDHOF BEGRABEN rahmenlos Abteistraße 5 UNTERHALB DER BASILIKA MIT IHRER PASSIONSRELIQUIE LITTEN UND STARBEN MENSCHENHERR ERBARME DICH UNSER UND SCHENKE DEN VERSTORBENENFREIHEIT IN DEINEN EWIGEN WOHNUNGEN rahmenlos
Stolperstein Bild Inschrift Standort Leben 150px HIER WOHNTEJOACHIM BRUNNERJG. 1884IM WIDERSTANDVERHAFTET 1943’WEHRKRAFTZERSETZUNG’WELZHEIM1944 DACHAUERMORDET 1945MAUTHAUSEN Wilhelmstraße 30 wurde 1884 in Steinach in Bad Waldsee geboren. Im Jahr 1912 übersiedelte er nach Weingarten. Von Beruf war er Dreher, doch verdiente er den Lebensunterhalt als reisender Händler. Zuerst zog er mit einem Fahrrad, später mit einem Motorrad von Ort und zu Ort und verkaufte u. a. Knöpfe, Hosengummis und Arbeitskleidung. Er war verheiratet und hatte zwei Töchter. 1919 war er Kandidat der SPD bei den Gemeinderatswahlen. Von 1929 bis 1936 lebte die Familie in der Wilhelmstraße 30, danach in der Bachstraße 1. 1937 wurde gegen Brunner eine Passsperre verhängt, die als „Vorstrafe“ galt. Er galt als Nazi-Gegner und wurde im September 1943 gemeinsam mit anderen Mitgliedern einer Kartenrunde im Cafe Haimayer verhaftet. Zumindest zwei der Verhafteten, Sepp Brei und Joachim Brunner, wurden im Konzentrationslager Welzheim inhaftiert. Brei überlebte das NS-Regime und wurde 1945 kommissarischer Bürgermeister der Gemeinde Baienfurt. Brunner wurde am 26. April in das KZ Dachau und am 17. August 1944 ins KZ Mauthausen überstellt. Seine Häftlingsnummern waren 67155 (in Dachau) und 89200 (in Mauthausen). Am 12. März 1945 kam er ums Leben.Thea Thomiczek: Joachim Brunner: Unbequemer Quergänger, SWR, 17. Juni 2014, abgerufen am 26. April 2018Uwe Hertrampf: Weingarten: Joachim Brunner (KZ-Opfer aus der Arbeiterschaft), Stolperstein Wilhelmstr. 30, Denkort am Ravensburger Erinnerungsweg, abgerufen am 26. April 2018
Verlegedatum Stolperstein und Stolperschwellen wurden am 17. April 2013 von Gunter Demnig persönlich verlegt.
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