mini|hochkant|links|Durch den Eifelverein angebrachte Wegweiser in Schweich Der Eifelverein e. V. (kurz EV) mit Sitz in Düren ist mit 23.000 MitgliedernHerzlich Willkommen beim Eifelverein einer der größten Wandervereine in Deutschland, der sich aber auch der „Pflege des heimischen Brauchtums, dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege … in besonderer Weise verpflichtet“ fühlt (§ 3, Ziff. 1 der Satzung). Er ist eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichts Wittlich (VR 30227). Die Hauptgeschäftsstelle des Vereins, der in 160 Ortsgruppen organisiert ist, befindet sich in Düren. Hauptvorsitzender ist Ralf Nolten. Der Eifelverein ist Mitglied im Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW, einem Naturschutz-Dachverband, der nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz anerkannt ist.

Struktur Der Verein wurde am 22. Mai 1888 im Kursaal von Bad Bertrich von Adolf Dronke gegründet und feierte somit 2013 sein 125-jähriges BestehenPrüm: Eifelverein feiert 125. Geburtstag volksfreund.de, Internetausgabe des Trierischen Volksfreunds, 25. Mai 2013. mini|links|Jugendferienheim Schilsbachtal Zu den Tätigkeitsgebieten zählen der Wandersport, darunter die Pflege von 15 Hauptwanderwegen, die Ausbildung von Wanderführern, der Naturschutz und die Kulturpflege sowie die Jugendarbeit. Er gibt neben verschiedenen Büchern, Wanderkarten und Streckenführern das „Eifeljahrbuch“ sowie in unregelmäßigen Abständen, durchschnittlich fünf Mal im Jahr, die Mitgliederzeitschrift „Die Eifel“ heraus. Der Eifelverein ist gemeinsam mit dem „Geschichts- & Altertumsverein für Mayen und Umgebung“, der Stadt Mayen und dem Landkreis Mayen-Koblenz Träger des Eifelmuseums in der Genovevaburg Mayen. Er unterhielt im Schilsbachtal das Jugendferienheim „Schilsbachtal“ unmittelbar an der Rurtalsperre in Schwammenauel in der Gemeinde Simmerath-Woffelsbach. Der Verein besitzt seit 1899 die Niederburg bei Manderscheid, deren Ruine seitdem behutsam renoviert wird und auch für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Der Eifelverein ist auf deutscher Seite Träger der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA), dem seit 1955 Belgien, Frankreich (bis 1998), Luxemburg und Deutschland angehören. Von 1983 bis 1993 organisierte der Eifelverein die Euregio-Sternwanderung am Dreiländerpunkt Vaals, dem Berührungspunkt von Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

Zwei Hauptwanderwege wurden nach ehemaligen Vorsitzenden benannt, darunter der „Josef-Schramm-Weg“ (zwischen Kreuzau und Trier) sowie der „Karl-Kaufmann-Weg“ (zwischen Brühl und Trier). Während der „Josef-Schramm-Weg“ bereits 2017 wegen der NSDAP-Mitgliedschaft des Namensträgers in „Felsenweg“ umbenannt worden ist, wurde der Name „Karl-Kaufmann-Weg“ – nicht zuletzt auf Druck der anonymen Wandergruppe Eifelgold – aus ähnlichen Gründen 2019 in „Ville-Eifel-Weg“ geändert.Christoph Pauli: Die Aufkleber am Karl-Kaufmann-Weg. In: Aachener Nachrichten. 17. Mai 2019.

Vorsitzende 1888–1898: Adolf Dronke, Lehrer 1898–1904: Hans Eduard von Voigt, Generalmajor 1904–1938: Karl Kaufmann, Landrat 1938–1948: Josef Schramm, Landrat 1948–1954: Ludwig Rintelen, Landrat 1954–1973: Josef Schramm, Landrat 1973–1991: Konrad Schubach, Landrat; Ehrenvorsitzender; Namensgeber des mit 2.555 Euro dotierten „Konrad-Schubach-Natur- und Kulturpreises“, der vom Eifelverein für besonderes Engagement im Naturschutz verliehen wird. 1991–1997: Gerhard Schwetje, Landrat und Regierungspräsident in Trier 1997–2011: Hans Klein, Ingenieur; Ehrenvorsitzender 2011–2019: Mathilde Weinandy, Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Prüm 2019–2023: Rolf Seel, ehem. Landtagsabgeordneter seit 2023: Ralf Nolten

Auszeichnungen

Die folgenden Ortsgruppen erhielten die 1983 durch den damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens gestiftete Eichendorff-Plakette, die höchste staatliche Auszeichnung für Gebirgs- und Wandervereine:

Literatur Alfred Herrmann (Hrsg.): Eifel-Festschrift. Zur 25-jährigen Jubelfeier des Eifelvereins. Bonn 1913 Eifelverein (Hrsg.): Die Eifel 1888–1988. Zum 100-jährigen Jubiläum des Eifelvereins. Düren 1988, ISBN 3-921805-17-1 Wolfgang Schmid (Hrsg. für Eifelverein): 125 Jahre Eifelverein : Bd. 1: Der Eifelverein auf seinem Weg durch die Geschichte, Düren 2013, ISBN 978-3-921805-90-9

Siehe auch Liste der Vereine im Deutschen Wanderverband

Weblinks

Homepage

Einzelnachweise

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