Die Pazifische Hurrikansaison 2013 begann im östlichen Pazifik offiziell am 15. Mai und im Zentralpazifik am 1. Juni. Sie endete am 30. November. In diesem Zeitraum bilden sich üblicherweise die meisten tropischen Stürme, da in diesem Zeitraum gute Bedingungen für die Bildung von Hurrikans vorliegen, so ist der Ozean warm genug, die Luftfeuchtigkeit ist hoch und kaum Windscherung, allerdings könnte sich ein tropischer Sturm zu jeder Zeit bilden. Alle Stürme nördlich des Äquators und östlich von 180° W gehören dazu. Die Stürme, die sich westlich von 180° W bilden, nennt man Taifune und sind Bestandteil der Pazifischen Taifunsaison 2013.
Die Saison startete pünktlich mit der Bildung des Tropensturms Alvin am 15. Mai, dem offiziellen Beginn der Hurrikansaison im östlichen Pazifik. Mit Hurrikan Barbara entwickelte sich zwei Wochen nach Alvin der erste Hurrikan der Saison. Barbara erreichte die Stärke eines schwachen Hurrikans und ging am Abend des 29. Mai über der Grenzregion zwischen Chiapas und Oaxaca an Land. Der Sturm führte zum Tod von mindestens 4 Personen. Die nächsten beiden Hurrikane, Cosme und Dalila, entwickelten sich südlich von Mexiko und beeinflussten beide das Wetter im südlichen und westlichen Teil des Landes. Auch der danach folgende Sturm, Erick, erhielt den Status als Hurrikan und zog direkt an der Küste Mexikos entlang. Mehrere Teile des Landes sind überflutet worden. Tropensturm Flossie, der sich Ende Juli bildete, zog als erstes tropisches System der Saison in den Zentralpazifik und löste sich westnordwestlich von Hawaii auf. Weit entfernt vom Festland bildete sich ebenfalls Hurrikan Gil, welcher Ende Juli und Anfang August existierte. Der nachfolgende Hurrikan Henriette bildete sich direkt östlich von Gil und hatte zunächst Schwierigkeiten sich zu entwickeln. Als Gil sich jedoch weiter entfernte, verstärkte sich Henriette rapide und intensivierte sich in einen Kategorie-2-Hurrikan. Nach weniger als einer Woche Stille bildete sich im Zentralpazifik unweit der Datumsgrenze der erste vom Central Pacific Hurricane Center (CPHC) benannte Sturm: Pewa. Nachdem Pewa zwei Tage später in den Westpazifik zog, entstand direkt östlich von dem System der schwache tropische Sturm Unala, der als Lebensdauer nur einen einzigen Tag hatte. Die danach folgenden tropischen Stürme Ivo, Juliette, Kiko und Lorena beeinflussten alle das Wetter in Niederkalifornien. Ivo und Kiko beeinflussten ebenfalls das Wetter in den südwestlichen Vereinigten Staaten. Mitte September bildete sich südlich von Mexiko der tropische Sturm Manuel, der erst über Colima an Land ging und sich dann westlich von Nayarit reintensivierte und als ein Hurrikan über Sinaloa an Land ging. Manuel forderte mindestens 169 Menschenleben und sorgte für einen Gesamtschaden von 4,2 Milliarden US-Dollar. Der danach folgende tropische Sturm Narda bildete sich Anfang Oktober weit entfernt von Land über dem offenen Pazifik und bedrohte somit kein Land. Mit Octave und Priscilla bildeten sich Mitte Oktober gleich zwei tropische Stürme. Während der schwächere von beiden, Priscilla, kein Land bedrohte, ging Octave über Niederkalifornien an Land.
Stürme Sturmnamen Die folgenden Namen wurden in dieser Saison vergeben: Alvin, Barbara, Cosme, Dalila, Erick, Flossie, Gil, Henriette, Ivo, Juliette, Kiko, Lorena, Manuel, Narda, Octave, Priscilla, Raymond und Sonia Nicht zur Anwendung kamen: Tico, Velma, Wallis, Xina, York und Zelda
Die folgenden zwei Namen werden für die nächsten Stürme, die sich im Zentralpazifik bilden, verwendet: Pewa und Unala
Tropischer Sturm Alvin
Am 14. Mai bildete sich 650 Meilen südlich von Acapulco, Mexiko ein breiter Bereich von niedrigem Luftdruck. Am folgenden Tag meldete das National Hurricane Center (NHC) die Bildung des tropischen Tiefdruckgebiets Eins-E etwa 1045 km südsüdwestlich von Acapulco, Mexiko. Nur sechs Stunden später verstärkte sich das Tiefdruckgebiet in einen tropischen Sturm und erhielt den Namen Alvin. Am frühen Morgen des 16. Mai erreichte Alvin seinen Höhepunkt mit Windgeschwindigkeiten von 85 km/h und einem Luftdruck von 1003 hPa, schwächte sich danach aber wieder ab und war bereits am Abend desselben Tages nur noch ein schwacher tropischer Sturm. In den Morgenstunden des 17. Mai schwächte sich Alvin 1275 km südwestlich von Manzanillo, Mexiko in einen Trog ab und das National Hurricane Center veröffentlichte die letzte Warnung zu dem System. Die Reste von Alvin zeigten nach der Abschwächung in einen Trog zwar Anzeichen auf eine Regeneration, doch verhinderten schlechte Bedingungen zur weiteren Entwicklung die Wiedererlangung des Status als tropisches Tiefdruckgebiet.
NHC's Sturmarchiv zu Tropensturm Alvin (englisch) NHC's Grafikenarchiv zu Tropensturm Alvin (englisch) NHC's Tropical Cyclone Report on Tropical Storm Alvin (englisch; PDF; 2,5 MB)
Hurrikan Barbara
mini|links|275px|Hurrikan Barbara kurz vor seinem Landgang über dem Grenzgebiet zwischen Chiapas und Oaxaca Am 24. Mai bildete sich 150 Meilen südwestlich der Küste von Costa Rica ein Gebiet gestörten Wetters. Im Laufe der nächsten Tage konnte sich das System mehr und mehr organisieren, sodass es am 27. Mai eine hohe Wahrscheinlichkeit hatte, sich in ein tropisches System zu entwickeln. Am Abend des 28. Mai aktualisierte das National Hurricane Center (NHC) es zum tropischen Tiefdruckgebiet Zwei-E, als es sich etwa 265 km südsüdwestlich von Salina Cruz, Mexiko befand. Noch am selben Abend wurde dieses zu einem tropischen Sturm heraufgestuft und erhielt den Namen Barbara. Der Sturm verstärkte sich rapide und hatte bereits am Mittag des 29. Mai andauernde Windgeschwindigkeiten von 100 km/h, was einem starken tropischen Sturm entspricht. Später am selben Tag erkannte das National Hurricane Center, dass Barbara Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h erreicht hat, sodass der Sturm zu einem Hurrikan heraufgestuft wurde. Um 1950 UTC am 29. Mai ging Barbara 35 km westlich von Tonalá, Chiapas an Land. Nach dem Landgang schwächte sich der Hurrikan rasch in einen tropischen Sturm ab, als er immer weiter ins Landesinnere zog. Früh am 30. Mai meldete das National Hurricane Center, dass sich Barbara in ein tropisches Tiefdruckgebiet abgeschwächt hat. Noch am selben Tag degenierte sich Barbara 40 km nordnordwestlich von Coatzacoalcos, Mexiko in ein Resttief und das National Hurricane Center gab die letzte Warnung zu dem System heraus. Im Laufe des folgenden Tages zogen die Reste von Barbara in die Bucht von Campeche und wurden dort am 1. Juni zum letzten Mal beobachtet.
Durch die Auswirkungen des Sturms sind mindestens 4 Menschen ums Leben gekommen: In El Salvador ist eine 44-jährige Frau von einem Baum erschlagen worden, der umgefallen war, vor der Küste von Oaxaca ist ein 61-jähriger Surfer aus den USA ertrunken, im Landesinneren von Mexiko ist ein 27-jähriger Mann von einem Sturzbach mitgerissen worden und in der Stadt Santa Cruz wurde die Leiche eines 60-jährigen Mannes an einem Flussufer gefunden. Zudem werden 12 Fischer vermisst. 8 von ihnen wurden lebend gefunden.
NHC's Sturmarchiv zu Hurrikan Barbara (englisch) NHC's Grafikenarchiv zu Hurrikan Barbara (englisch) NHC's Tropical Cyclone Report on Hurricane Barbara (englisch; PDF; 5,4 MB)
Hurrikan Cosme
Am 20. Juni begann das National Hurricane Center (NHC) mit der Beobachtung einer Zone von gestörtem Wetter, welche sich mehrere hundert Meilen südöstlich von Acapulco, Mexiko befand. Die Störung konnte sich rasch entwickeln, sodass sie bereits am folgenden Tag eine hohe Wahrscheinlichkeit hatte, sich in ein tropisches Tiefdruckgebiet zu verstärken. Als sich das System am 23. Juni etwa 800 km südlich von Manzanillo, Mexiko befand, wurde es vom National Hurricane Center zum tropischen Tiefdruckgebiet Drei-E heraufgestuft. Früh am 24. Juni verstärkte sich die Konvektion und das System wurde zum tropischen Sturm Cosme erklärt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Cosme etwa 695 km südlich von Manzanillo, Mexiko. Der Sturm intensivierte sich rasch weiter und war bereits am Abend desselben Tages ein starker tropischer Sturm. Am Nachmittag des 25. Juni zeigte Cosme ein sichtbares Auge, weshalb das National Hurricane Center den Sturm zu einem Hurrikan aktualisierte. Ein paar Stunden später erreichte der Hurrikan seinen Höhepunkt mit Windgeschwindigkeiten von 140 km/h und einem Luftdruck von 981 hPa. Nach dem Höhepunkt schwächte sich Cosme am 26. Juni rasch in einen tropischen Sturm ab. Nur einen Tag später degenerierte der Sturm 1330 km westlich von Cabo San Lucas, Mexiko zu einem Resttief und das National Hurricane Center gab die letzte Warnung zu Cosme aus.
Durch die Auswirkungen des Hurrikans starben im mexikanischen Bundesstaat Guerrero drei Menschen: Ein Tourist ertrank in Zihuatanejo, ein Polizist starb bei einem Flugzeugabsturz und ein Mann ertrank vor der Küste.
NHC's Sturmarchiv zu Hurrikan Cosme (englisch) NHC's Grafikenarchiv zu Hurrikan Cosme (englisch) NHC's Tropical Cyclone Report on Hurricane Cosme (englisch; PDF; 270 kB)
Hurrikan Dalila
Am 26. Juni bildete sich mehrere hundert Meilen südlich von Acapulco, Mexiko ein Gebiet gestörten Wetters. Das System konnte sich langsam entwickeln und erhielt zwei Tage später eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich in ein tropisches Tiefdruckgebiet zu entwickeln. Am frühen Morgen des 30. Juni hatte es sich soweit entwickelt, um vom National Hurricane Center 485 km südwestlich von Acapulco, Mexiko zum tropischen Tiefdruckgebiet Vier-E klassifiziert zu werden. Nur sechs Stunden später erreichte das Tiefdruckgebiet Sturmstatus und bekam den Namen Dalila. Zunächst konnte sich der Sturm nicht weiterentwickeln und blieb ein schwacher tropischer Sturm, der noch ziemlich unorganisiert war. Am Abend des 1. Juli begann Dalila jedoch eine rapide Intensivierung und verstärkte sich rasch in einen starken tropischen Sturm mit andauernden Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h und einem Luftdruck von 992 hPa. Als der Sturm am 2. Juli begann ein kleines Auge zu bilden, aktualisierte das National Hurricane Center Dalila zu einem Hurrikan. Nach dem Höhepunkt schwächte sich der Hurrikan am Nachmittag des 3. Juli rasch wieder in einen tropischen Sturm ab und war bereits am Abend des folgenden Tages nur noch ein tropisches Tiefdruckgebiet. Im Laufe der nächsten beiden Tage konnte Dalila diesen Status beibehalten, hatte aber am Abend des 5. Juli nur noch Windgeschwindigkeiten von 45 km/h. Früh am 7. Juli meldete das National Hurricane Center, dass sich Dalila etwa 750 km südsüdwestlich von Cabo San Lucas, Mexiko in ein Resttief degeneriert hatte.
NHC's Sturmarchiv zu Hurrikan Dalila (englisch) NHC's Grafikenarchiv zu Hurrikan Dalila (englisch) NHC's Tropical Cyclone Report on Hurricane Dalila (englisch; PDF)
Hurrikan Erick