mini|Jürgen Engler (2023) Jürgen Engler (* 14. Mai 1945 in Dresden; † 30. Oktober 2023 in Berlin) war ein deutscher Kulturwissenschaftler.

Leben Engler studierte an der Universität Leipzig Germanistik und Kulturwissenschaften und promovierte 1972 in Leipzig zum Thema Untersuchungen zum Verhältnis von Ästhetischem und Moralischem, von Kunst und Moral: über die Kunstfreundlichkeit der sozialistischen Moral und die Moral der sozialistisch-realistischen Gegenwartsliteratur. Er war anschließend als Redakteur unter anderem der Weltbühne und Sinn und Form tätig. Von 1995 bis zur Einstellung 2004 war er Chefredakteur der Zeitschrift neue deutsche literatur.

Neben seiner Tätigkeit als Literaturkritiker war er seither auch als Herausgeber unter anderem von Gedichtbänden aktiv. Engler war Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland; er lebte in Berlin.

Engler verstarb am 30. Oktober 2023 im Alter von 78 Jahren in Berlin.

Werke (als Herausgeber) 2005: Apokalypse: Schreckensbilder in der deutschen Literatur von Jean Paul bis heute. Ein Lesebuch – Schwarzkopff-Buchwerke 2005: Small talk im Holozän: neue deutsche Literatur – Schwarzkopff-Buchwerke 2010: Und in der Nacht ein Licht. Hundert Trost-Gedichte – Aufbau Verlag 2010: In den sonnigen Beeten. Hundert Gedichte für Gartenfreunde – Aufbau Verlag 2011: So knallvergnügt. Hundert Gedichte über das Glück – Aufbau Verlag 2012: Berlin literarisch – Aufbau Verlag 2014: O süßes Nichtstun. Hundert Gedichte zum Lob der Faulheit – Aufbau Verlag 2023: Lyrische Menschenkunde. (=Die andere Bibliothek.) Aufbau Verlag, Berlin, ISBN 978-3-8477-0456-0.

Literatur Kurzbiografie Dr. Jürgen Engler. In: Holger Helbig (Hrsg.): Weiterschreiben: zur DDR-Literatur nach dem Ende der DDR. Akademie, Berlin 2007, S. 309.

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