Die Bairische Sprachwurzel ist eine Auszeichnung, die vom Verein Bund Bairische Sprache vergeben wird.

Zweck Der Preis wird jedes Jahr an Persönlichkeiten vergeben, die in der Öffentlichkeit konsequent bairischen Dialekt verwenden. Berücksichtigt wurden dabei anfänglich nur die Dialektgruppen Nordbairisch und Mittelbairisch, deshalb hieß der Preis zunächst Nordbairisch-Mittelbairische Sprachwurzel. Als 2009 der Kärntner Fernsehkommentator und Moderator Armin Assinger mit dem Preis ausgezeichnet wurde, obwohl das Kärntnerische zusammen mit dem Tirolerischen das Südbairische bildet, wurde der Name des Preises geändert. Verliehen wurde ihm der Preis für den bewussten Gebrauch des Kärntner Dialekts bei seinen Moderationen.

Der Sprachpreis soll ein Gegengewicht zum allgemeinen Trend schaffen. Die ausgezeichneten Prominenten sollen helfen, das Image des bairischen Dialekts anzuheben. Dies soll durch den von den Ausgezeichneten hervorgerufenen Multiplikatoreffekt befördert werden.Sprachpreis „Bairische Sprachwurzel“

Preisübergabe In der Regel wird die Bairische Sprachwurzel bei einer Festveranstaltung mit bairischer Laudatio durch einen Sprachwissenschaftler in Straubing Mitte August während des Gäubodenvolksfestes im Straubinger „Theater am Hagen“ übergeben. Eine Ausnahme war 2006 die Übergabe an Papst Benedikt XVI. im Anschluss an eine Generalaudienz in Rom im Oktober. Da das Gäubodenvolksfest während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 ausfiel, fand die Preisübergabe im August 2020 stattdessen im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg statt und die Preisübergabe im Oktober 2021 in Gotzing im Landkreis Miesbach. Nachdem der Preis 2022 wieder in gewohnter Form während des Gäubodenvolksfestes in Straubing übergeben wurde, gab es 2023 wieder eine Ausnahme: Der Preis wurde bereits im April im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg übergeben. 2024 wurde der Preis ebenfalls im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg übergeben, diesmal im Juni.

Preisträger 2025: Josef Haderhttps://www.br.de/nachrichten/bayern/bairische-sprachwurzel-2025-geht-an-josef-hader,UzyrLpl 2024: Markus Wasmeierhttps://www.br.de/nachrichten/kultur/bairische-sprachwurzel-aus-regensburg-geht-an-wasmeier 2023: Gerhard Polt 2022: Ilse Aigner 2021: Marcel Huber 2020: Werner Schmidbauer 2019: Richard Loibl„Bairische Sprachwurzel“ für Museumsdirektor Loibl 2018: Berti Meisinger, Raumfahrtingenieurin, für ihre Radioberichterstattung über den Start von Alexander Gerst zum zweiten Raumflug zur ISS 2017: Martina Schwarzmann 2016: Rainer Maria Schießler 2015: Michael, Stofferl und Karli Well (Wellbrüder aus’m Biermoos) sowie ihre Kinder Maria, Matthias und Maresa (NouWell Cousines). In: br.de, 9. August 2015. 2014: Stefan Dettl 2013: Marcus H. Rosenmüller 2012: Luise KinseherKabarettistin Kinseher mit „Bairischer Sprachwurzel“ ausgezeichnet. Online auf Die Welt vom 12. August 2012. 2011: Georg Ringsgwandl 2010: Christian Stückl 2009: Armin Assinger 2008: Die Wellküren 2007: Hans-Jürgen Buchner 2006: Papst Benedikt XVI. 2005: Alfred Reisinger

Literatur

Belege

Weblinks Sprachpreis „Bairische Sprachwurzel“ (bund-bairische-sprache.de)

Kategorie:Bayerischer Dialekt Kategorie:Sprachpreis (Deutschland) Sprachwurzel Kategorie:Erstverleihung 2005