La Ricamarie ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Bewohner nennen sich als Ricamandoises.
Lage Die Gemeinde La Ricamarie ist eine südwestliche Vorstadt von Saint-Étienne am Fluss Ondaine im Nordosten des Zentralmassivs, etwa 55 Kilometer südwestlich von Lyon im am, einem kleinen Nebenfluss der oberen Loire. La Ricamarie liegt am Rande des Regionalen Naturparks Pilat und ist mit diesem als Zugangsort assoziiert. Durch die Gemeinde führt die Route nationale 88 von Saint-Étienne nach Yssingeaux.
Geschichte mini|links|Massaker von 1869, Kupferstich von Georges Dascher, 1883 Möglicherweise befand sich im heutigen Gemeindegebiet ein antikes Oppidum. Archäologische Untersuchungen haben Reste einer Siedlung hervorgebracht.
Bis in das 15. Jahrhundert lautete der Name des Ortes Tiregarne, dann setzte sich über La Rycamarie bzw. das heutige La Ricamarie durch (als „reiche Mine“ deutete es auf die ergiebigen Kohleminen hier hin). 1843 wurde der Ort aus der jetzigen Nachbargemeinde Le Chambon-Feugerolles herausgelöst und eigenständig.
Am 16. Juni 1869 kam es während einer Demonstration zur Unterstützung der Angehörigen einer Gruppe streikender Bergarbeiter zu einem Massaker, bei dem die von der Werksleitung herbeigerufenen Infanterie in die Menge schoss und 14 Zivilisten, darunter ein dreijähriges Kind, tötete.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2022Einwohner 11.902 11.539 10.426 9644 10.246 8438 7917 7848 8162 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten
Gemeindepartnerschaft Pyskowice, Woiwodschaft Schlesien (seit 1998)
Persönlichkeiten Michel Rondet (1841–1908), Gewerkschafter Théo Vial-Massat (1919–2003), Politiker Henri Epalle (1938–2023), Radrennfahrer Josiane Mathon-Poniat (* 1954), Politikerin Adel Chedli (* 1976), tunesischer Fußballspieler
Weblinks
der Kirche Notre-Dame
Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Gemeindegründung 1843