Hollenstein an der Ybbs ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Ybbstal im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.
Geografie mini|Hollenstein an der Ybbs Hollenstein an der Ybbs liegt im Mostviertel in der niederösterreichischen Eisenwurzen. 86,41 Prozent der Fläche der Gemeinde sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Garnberg, Großhollenstein, Krengraben, Oberkirchen und Oisberg.
Der Hauptort besteht aus dem Dorf Hollenstein an der Ybbs. Zur Katastralgemeinde Großhollenstein am anderen Ybbsufer gehört neben dem Ort Hollenstein auch noch die Ortschaft Wenten.
Nachbargemeinden
Geschichte mini|Hollenstein 1701 auf einem Gemälde im Fürstengang Freising Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum und war schon zu dieser Zeit besiedelt.
Holnstein wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich genannt, als Grundherren werden die Hochstifte Freising und Passau genannt. Ein Dorf Hollenstein als solches entstand erst im 15. Jahrhundert bedingt durch die Entwicklung der Eisenindustrie. Hollenstein vergrößerte sich im 15. und 16. Jahrhundert durch die zunehmende Eisenindustrie zu einer Siedlung mit etwa 20 Häusern. Einige Jahrhunderte war die Kleineisenindustrie (Hammerwerke) bedeutend.
Später entwickelte sich die Holzindustrie. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden von der Reichsforstverwaltung ungarische Juden, darunter auch Frauen, zwangsweise für Straßenausbesserungsarbeiten, Holzfällen und sonstige landwirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt.Zwangsarbeitslager für ungarische Juden in Österreich, Eintrag Hollenstein an der Ybbs auf deutschland-ein-denkmal.de
Am Dorfplatz stammen einige Häuser aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.
Gemeindearchiv Hollenstein an der Ybbs Die ältesten Bestände sind Urkunden über Bestätigungen des Tädingsbuchs durch Bischof Moritz von Freising (16. August 1563) und durch Bischof Veit Adam von Freising (2. August 1618).
Einwohnerentwicklung Von 1981 bis 2001 war die Geburtenbilanz positiv und konnte die Abwanderung fast ausgleichen. Seither sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz negativ.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Hohenlehen mini|Pfarrkirche Hollenstein an der Ybbs mini|Kalvarienberg
Schloss Hohenlehen Katholische Pfarrkirche Hollenstein an der Ybbs hl. Johannes der Täufer und hl. Nikolaus Die Gruft von Bohuslav Kokoschka und dessen Mutter befindet sich in Hollenstein. Die Gruft hatte Kokoschka selbst errichtet. Oskar Kokoschka, der ältere Bruder von Bohuslav, ist in Montreux begraben. Der Kalvarienberg mit der Kalvarienbergkapelle Im Gemeindegebiet liegt der Naturpark Niederösterreichische Eisenwurzen.
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 85, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 87. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 798. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,89 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 282.
Sechs Liftanlagen und 14 km Piste stehen Schifahrern am Schigebiet Königsberg zur Verfügung.www.koenigsberglifte.at
Verkehr Bahn: Hollenstein an der Ybbs lag an der in diesem Bereich eingestellten; abgerufen am 2. November 2011. schmalspurigen Ybbstalbahn der ÖBB. Auf dem Gemeindegebiet befanden sich die Haltestellen Hohenlehen, Kleinhollenstein, Saimannslehen, der Bahnhof Großhollenstein und die Haltestelle Blamau. Bus: Seit dem 4. September 2010 verkehrt die Buslinie MO1 zwischen Hollenstein und Waidhofen an der Ybbs.Presseaussendung zum Start der Mostviertellinien; abgerufen am 18. Januar 2012 Diese hält in den Haltestellen „Unterleiten“, „Ortsmitte“, „Bundesstraße“, „Abzweigung Weyer“, „Krenngraben“ und „Hohenlehen Bundesstraße“. Wochentags fahren 14 Busse von Hollenstein nach Waidhofen. Die Linie MO11 fährt von Hollenstein nach Weyer (Oberösterreich) und die Linie MO12 von Hollenstein nach Göstling.
Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule und eine Neue MittelschuleSchulensuche auf Schulen online, abgerufen am 4. September 2020 sowie die beiden Landwirtschaftlichen Fachschulen lfs-unterleiten und lfs-hohenlehen.
Blaulichtorganisationen Freiwillige Feuerwehr Rotes Kreuz Hollenstein Bergrettung – Die Bergrettung Hollenstein wurde 1971, als Meldestelle der Ortsstelle Waidhofen an der Ybbs gegründet, bevor sie 1972 selbständig wurde. Das betreute Gebiet umfasst die Gemeinde Hollenstein sowie große Teile der Gemeinden Opponitz, St. Georgen am Reith und einen kleinen Teil der Gemeinde Göstling an der Ybbs. Polizei – Die Polizeidienststelle Hollenstein wurde im Zuge der Sicherheitsreform 2014 unter der damaligen Innenministerin und anschließenden Landeshauptfrau von Niederösterreich Johanna Mikl-Leitner geschlossen. Die Polizei Hollenstein betreute die Gemeinden Hollenstein, Opponitz und St. Georgen am Reith. Seither erfolgt die sicherheitspolizeiliche Betreuung durch die Polizei Waidhofen an der Ybbs.
Politik mini|Gemeindeamt Gemeindeamt Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 8 ÖVP und 1 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ und 8 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ und 7 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ und 7 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ und 8 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ und 9 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ, 4 ÖVP und 4 FAIR. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 7 GFH (ÖVP) und 2 FAIR.
Bürgermeister
1988–1996 Josef Gruber (SPÖ; † 2025)
1996–2013 Franz Gratzer (SPÖ) 2013–2016 Manfred Gruber (SPÖ) seit 2016 Manuela Zebenholzer (SPÖ)
Persönlichkeiten Hermann Baumann (1866–1940), Landwirt und Politiker Gustav Davis (1856–1951), Journalist, Zeitungsherausgeber und Dramatiker Werner Eschauer (* 1974), Tennisspieler Franz Gratzer (1952–2013), Politiker Lydia Steinbacher (* 1993), Literatin und Schriftstellerin Karl Strubecker (1904–1991), Mathematiker Rudolf Winkelmayer (* 1955), Tierarzt und Lebensmittelwissenschaftler
Literatur Willibald Bissenberger u. a.: Hollenstein an der Ybbs. Ein Dorf im Wandel von etwas mehr als hundert Jahren... Waidhofen an der Ybbs 2003, ISBN 3-200-00050-3. Willibald Bissenberger u. a.: Kleinod am Wegrand. Hollenstein 2004, ISBN 3-200-00121-6.
Weblinks
Webpräsenz der Gemeinde Hollenstein an der Ybbs
Belege
Kategorie:Ybbstaler Alpen Kategorie:Wintersportgebiet in Niederösterreich Kategorie:Eisenwurzen Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert