Alexandre Ajas Maniac ist ein US-amerikanisch-französischer Psychothriller aus dem Jahr 2012. Er ist eine Neuverfilmung des Films Maniac aus dem Jahr 1980.

Handlung Frank Zito aus Los Angeles hat seit einer kaputten Kindheit ein gestörtes Verhältnis zu Frauen. In unregelmäßigen Abständen zieht der schüchtern wirkende Restaurator von Schaufensterpuppen deshalb aus, um eine Zufallsbekanntschaft abzuschleppen, umzubringen und zu skalpieren. Die Trophäen drapiert er dann in seiner Wohnwerkstatt auf Schaufensterpuppen und kommuniziert mit ihnen. Als er sich in eine hübsche Fotografin namens Anna ernsthaft zu verlieben droht, gerät sein Doppelleben aus den Fugen. Frank tötet Rita, eine Freundin von Anna. Bevor er sie skalpiert, spricht er mit ihr so, als ob sie seine Mutter sei. Nachdem Anna später herausfindet, dass Frank ihre Freundin getötet hat, geraten die beiden in einen Kampf. Martin, ihr Nachbar, erscheint in ihrem Apartment, um Anna zu retten. Er wird jedoch bei einem Kampf von Frank mit einem Fleischmesser getötet. Anna wird von Frank entführt. Es kommt erneut zu einem Kampf zwischen den beiden, wobei Frank mehrmals schwer verwundet wird. Anna wird verwundet und anschließend von Frank getötet und skalpiert. Bevor Frank in seiner Wohnung an seinen schweren Verletzungen stirbt, halluziniert er. In seinen Phantasien verwandeln sich seine Schaufensterpuppen in seine Opfer, welche ihn zerfetzen. Anna trägt dabei ein Brautkleid. Später taucht ein SWAT-Team auf, welches Frank tot vorfindet.

Interessantes Als Lucie mit Frank tanzt, wird ihr „Lieblingslied“ Goodbye Horses von Q Lazzarus gespielt. Die Nutzung dieses Liedes spielt auf den Thriller Das Schweigen der Lämmer an, in welchem der Antagonist Buffallo Bill in mehreren Szenen jenes Lied hört.

Die Szene, in der Frank erst das Opfer durch die U-Bahn-Station jagt und schließlich auf dem Parkplatz skalpiert, ist eine Hommage an das Original. Denn die Spiegelung in der Autotür von Frank mit dem Messer und dem Skalp in der Hand sieht so aus wie das Cover des Originalfilmes.

Kurz bevor Anna Frank erzählt, dass sie einen Freund hat, schauen sie gemeinsam in einem Kino den expressionistischen Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari, den Anna Frank gegenüber als „den ersten echten Horrorfilm“ bezeichnet.

Hintergrund Der Film kam am 27. Dezember 2012 in die deutschen Kinos. Wie viele Neuverfilmungen beschlagnahmter Horrorfilme kam auch diese unbeschadet durch die FSK-Prüfung und erhielt „Keine Jugendfreigabe“.Schnittberichte.com: Maniac-Remake ungeschnitten in den deutschen Kinos Im Rahmen der strengeren Bildträger-Prüfung (DVDs und Blu-ray) bekam der Film dann kein FSK-Siegel und konnte nur gekürzt in Deutschland veröffentlicht werden. Daraufhin wandte sich der Rechteinhaber an die Juristenkommission der SPIO (kurz SPIO/JK) zur Prüfung. Dort befand man das Siegel „keine schwere Jugendgefährdung“ für ausreichend, woraufhin der Film ungeschnitten auf DVD und Blu-ray veröffentlicht werden durfte. Im Juli 2014 gab die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) schließlich bekannt, dass der Film auf Liste B indiziert wurde. Ob der Film tatsächlich gegen §131 StGB (Gewaltdarstellung) verstößt, musste noch die Staatsanwaltschaft, bzw. ein Gericht klären.schnittberichte.com, abgerufen am 30. Juni 2014 Seit März 2015 war der Film mittlerweile in Deutschland beschlagnahmt.schnittberichte.com, abgerufen am 7. April 2019 Der Verleih Ascot Elite bot Händlern die ungekürzten Versionen des Films bereits seit Ende Juli 2014 nicht mehr an.schnittberichte.com, abgerufen am 9. August 2014 Im Februar 2020 wurde die Beschlagnahmung aufgehoben.schnittberichte.com, abgerufen am 20. Februar 2020

Kritiken

Weblinks

Begründung der Indizierung von Alexandre Ajas Maniac durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vom 2. Juni 2014 Begründung der Ablehnung der Listenstreichung von Alexandre Ajas Maniac durch die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz vom 2. Juli 2021

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2012 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Indizierter Film Kategorie:Ehemals beschlagnahmter Film