Karl Wißpeintner (* 1946 in Ortenburg) ist ein deutscher Ingenieur, Unternehmer und Kommunalpolitiker. mini|Karl Wißpeintner
Leben und Wirken Karl Wißpeintner kam als Sohn eines Fassbinders zur Welt. Nach der Mittleren Reife absolvierte er in Passau eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker und eröffnete eine eigene Reparaturwerkstatt. Mit Unterstützung von Professor Hanns-Georg Hofhansel konnte er trotz fehlender Vorbildung in Mathematik und Physik an der Fachhochschule Regensburg ein Studium der Elektrotechnik aufnehmen. Nach Abschluss als Diplom-Ingenieur wechselte er an die Technische Universität Berlin. Er lernte seine Frau kennen und gründete eine Familie.Alumni-Stammtisch der HS.R zu Gast bei Micro-Epsilon Messtechnik bei der Hochschule Regensburg
1976 trat er in das Unternehmen von Franz Frischen in Ortenburg ein und wurde 1977 Geschäftsführer der Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG. Er baute das Unternehmen vom Kleinstbetrieb mit drei Mann in einem 16 Quadratmeter großen Keller zur weltweit agierenden Unternehmensgruppe mit Standorten in Ortenburg, Tschechien, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Indien, China und Japan auf.Karl Wisspeintner mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet bei Strategische Partnerschaft Sensorik Die Firmengruppe nimmt in der Sensorik-Branche Weltmarktstellung ein und erwirtschaftete 2012 mit rund 600 Mitarbeitern einen Umsatz von 100 Millionen Euro, 47 Millionen Euro gehen allein auf das Hauptunternehmen. Innerhalb der letzten drei Dekaden hat Micro-Epsilon ein jährliches Durchschnittswachstum zwischen 15 und 16 %.
Zum Jahresende 2011 gab Wißpeintner die Geschäftsführung ab und leitete danach von 2012 bis 2018 die Micro-Epsilon Beteiligungs-GmbH – ein Verbund aus mittlerweile 32 mittelständischen Unternehmen, die in der Sensorik tätig sind.
Karl Wißpeintner war außerdem 24 Jahre Mitglied des Marktgemeinderats in Ortenburg, davon sechs Jahre als 3. Bürgermeister, und engagierte sich von 1999 bis 2015 als Vorsitzender des Hochschulrates an der Hochschule DeggendorfHelmut Rücker: Für den Bayerischen Verdienstorden einmal Riga und zurück. In: Passauer Neue Presse VA vom 14. Juli 2017 (S. 19). Des Weiteren ist Wißpeintner im Kuratorium des Wirtschaftsforums der Region Passau.
Ehrungen Er ist Botschafter von Niederbayern und wurde am 9. Februar 2007 zum Ehrenmitglied der Fakultät für Informatik und Mathematik der Universität Passau ernannt.
2008 erhielt Wißpeintner das Bundesverdienstkreuz am Bande.Walter Schöttl: Bundesverdienstkreuz für Karl Wißpeintner. In: Passauer Neue Presse VA vom 3. Juli 2008 (S. 24) Für sein Engagement hat er unter anderem den Technologie-Preis des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Institutes Regensburg und den Best Praxis Award erhalten.Stefanie Lade: Mit Blick auf Detail zum Erfolg. In: Passauer Neue Presse vom 14. August 2008 (S. 5)
Im Jahre 2011 verlieh die Technische Hochschule Deggendorf Wißpeintner die Ehrensenatorwürde.
Am 22. Oktober 2016 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Marktgemeinde Ortenburg verliehen.
Am 13. Juli 2017 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden.
Seit 23. Oktober 2017 ist er einer der bislang acht Ehrenring-Träger des Landkreises Passau.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehrenringträger des Landkreises Passau Kategorie:Elektroingenieur Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Passau Kategorie:Person (Ortenburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann