mini|Ansicht von Daubach Daubach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Geographie

Der Ort liegt westlich der Bundesautobahn 3, fünf Kilometer von Montabaur, im Windschatten des Stelzenbachforstes, oberhalb des Gelbachtales und nur sieben Kilometer vom Lahntal mit der Bischofsstadt Limburg an der Lahn entfernt. Der Ortskern liegt in der Quellmulde des Daubachs, eines Nebengewässers des Gelbachs.

Zu Daubach gehört auch der Wohnplatz Häusgesmühle.

Nachbarorte von Daubach sind die Ortsgemeinden Untershausen im Norden, Stahlhofen im Osten, der Ortsteil Ruppenrod des bereits zum Rhein-Lahn-Kreis gehörenden Isselbach im Südosten, Horbach im Süden, Welschneudorf im Südwesten und Oberelbert im Westen.

Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahre 1343 urkundlich erwähnt.

Daubach gehörte bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum rechtsrheinischen Teil von Kurtrier, der infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 dem Fürstentum Nassau-Weilburg zugeordnet wurde. Nach der Bildung des Rheinbundes gehörte Daubach von 1806 an zum Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Daubach dem nassauischen Amt Montabaur und bis 1815 dem Regierungsbezirk Ehrenbreitstein, danach dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.

Nach einer Statistik des Herzogtums Nassau aus dem Jahre 1843 hatte die Gemeinde Daubach 149 Einwohner, die mit 44 Familien in 32 Häusern lebten. Die Einwohner waren ausnahmslos katholisch.Christian Daniel Vogel: Beschreibung des Herzogthums Nassau. Beyerle, 1843, S. 669 (Online-Ausgabe bei Google Books).

1866 wurde das Herzogtum Nassau von Preußen annektiert. Die Gemeinde Daubach wurde 1867 Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau und gehörte zum neu gebildeten Unterwesterwaldkreis. 1946 wurde die Gemeinde Daubach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Daubach ist heute ein Wohnort mit drei kleineren Gewerbebetrieben, nämlich einer Schreinerei, einem Tierpräparator und einer Gaststätte. Das Lebensmittelgeschäft schloss im Jahre 2000. Der Bau einer eigenen Kapelle kann als herausragende Leistung in den 1990er-Jahren bezeichnet werden.

Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Daubach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 197 1835 179 1871 232 1905 207 1939 416 1950 222 1961 214 Jahr Einwohner 1970 252 1987 351 1997 417 2005 476 2011 464 2017 465

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Daubach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Thorsten Hahn wurde 2014 Ortsbürgermeister von Daubach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 98,58 % (siehe Montabaur, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile) und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 97,4 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.

Hahns Vorgänger Raimund Hahn hatte das Amt 25 Jahre ausgeübt.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2024) werden folgende Kulturdenkmäler genannt: Kriegerdenkmal 1914/18 Zwei Fachwerkbauten in der Hauptstraße aus dem 17./18./Anfang des 19. Jahrhunderts

Verkehr Daubach liegt an der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Landesstraße 326, von der im Ort die Kreisstraße 167 in östlicher Richtung abzweigt.

Literatur Hermann-Josef Hucke: Daubach im Wandel der Zeit 1343–1993.

Weblinks

Die Ortsgemeinde Daubach auf den Seiten der Verbandsgemeinde Montabaur

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Westerwaldkreis Kategorie:Ersterwähnung 1343