Hans Steineder (* 27. Februar 1904 in Linz; † 29. März 1976 ebenda) war ein österreichischer Architekt.

Leben Hans Steineder besuchte von 1910 bis 1915 die Knaben-Volksschule und von 1915 bis 1918 die Knaben-Bürgerschule in Linz-Waldegg und von 1918 bis 1923 die Baufachschule der Staatsgewerbeschule in Salzburg bei Wunibald Deininger. Er machte sein Praktikum in der Zimmerei und Tischlerei seines Vaters, des Stadtzimmermeisters Leopold Steineder, in Linz und beim Baumeister Max Ortner in Linz und maturierte 1923. Danach studierte er bis 1926 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Peter Behrens Architektur.

1927 eröffnete Hans Steineder sein eigenes Architekturbüro in Linz und erhielt bedeutende Aufträge aus der römisch-katholischen Kirche in Oberösterreich und im Land Salzburg. Mitte der 1930er Jahre brachen die großen Aufträge ab, und 1938 wurde sein Architekturbüro von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Hans Steineder übersiedelte nach Wien und konnte von 1938 bis 1945 beim nationalsozialistischen Architekten Fritz Schoderböck arbeiten. 1946 wurde Steineder wieder selbständiger Architekt mit Büros in Linz und Wien, wobei er hauptsächlich in Wien arbeitete und an den Wochenenden in Linz bei der Familie war. Nach 1945 erhielt er Anerkennungen vom Land Niederösterreich für Restaurierungen von historischen Gebäuden und für Neubauten im historischen Kontext.

Auszeichnungen 1925: Goldene Füger-Medaille der Akademie für die beste Lösung der Aufgabe Benzinzapfstelle 1926: Gustav-Lindenthal-Preis der Akademie für industrielle Gestaltung 1971: Berufstitel Professor

Bauten 1927–1929: Zubau zur Schule der Franziskanerinnen in Linz, Brucknerstraße 8Dehio Linz 2009 1928–1937: Realgymnasium der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Wels 1930: Haus Beethovenstraße 1 in Linz (mit der Vereinigten Baugesellschaft Pirkl & Eysert) 1930: Kolpinghaus in Linz (mit Baumeister Friedrich Gangl)Steineders Linzer Hauptwerk, ein Teil davon wird heute vom Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel genutzt. 1931–1932: Exercitienhaus Subiaco in Kremsmünster 1934–1935: Hauptschule der Schulschwestern in Attnang-Puchheim 1949–1953: Pfarrkirche Maria Empfängnis in Wien-Meidling (mit Helene Koller-Buchwieser) 1955–1957: Gemeindebau Grinzinger Straße 2 in Wien-Döbling 1958–1960: Gemeindebau Edwin-Schuster-Hof in Wien-Döbling

Literatur Monika Platzer (Hrsg.): Viel zu modern. Hans Steineder, Architekt. 1904–1976. (Publikation zur gleichnamigen Ausstellung vom 24. Februar bis 5. April 1999 im Architekturzentrum Wien) Pustet, Salzburg 1999, ISBN 3-7025-0389-7.

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Einzelnachweise

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