mini|Dagobert bei einem Auftritt 2013 in München
Dagobert, bürgerlich Lukas Jäger (* 1982), ist ein Schweizer Sänger mit Wohnsitz in Berlin.
Leben und Werk Nach der Matura an der Neuen Kantonsschule Aarau gewann Dagobert mit fünf selbstgeschriebenen Songs ein mit 18.000 CHF dotiertes Kulturstipendium und ging für ein halbes Jahr nach Berlin. Dann zog er für fünf Jahre in das Haus seines Onkels im 30-Seelen-Dorf Pigniu in den Bündner Bergen. Dort komponierte und arrangierte er in Abgeschiedenheit seine Lieder mit einem alten Laptop und der Software Cubase. Seither lebt er wieder in Berlin.Jurek Skrobala: Der Punk im Frack, jetzt.de, 5. April 2013 2014 erhielt er vom Aargauer Kuratorium einen Werkbeitrag in Höhe von 20.000 CHF.Jurybericht 2014. (PDF; 4,4 MB) Aargauer Kuratorium.
Musik Dagobert singt deutschsprachige Liebeslieder mit breit angelegten, an die 1980er-Jahre angelehnten Synthesizer-Arrangements, die von Kritikern als „Elektro-Schlager“ bezeichnet werden. Im Interview mit Süddeutsche.de beschreibt der Künstler selbst seine Musik als „Schlager mit Anspruch“.Debüt-Album von Sänger Dagobert In: Süddeutsche.de; abgerufen am 22. Oktober 2013. Als Vorbilder nennt er die Scorpions, David Hasselhoff und Olaf Malolepski von den Flippers, aber auch Leonard Cohen und Hank Williams.Kirsten Riesselmann: Schönheit ist wichtiger als Schnitzel tagesspiegel.de, 14. April 2013Thomas Venker: Intro.de, 12. Januar 2013 Das Material für das Debütalbum Dagobert entstand in den Schweizer Alpen. Markus Ganter produzierte es in Mannheim und ergänzte es mit Schlagzeugaufnahmen von Konrad Henkelüdeke. Es erschien im April 2013 bei Buback/Universal. Buback Records.
Sein zweites Album Afrika erschien am 20. März 2015 ebenfalls bei Buback.Kirsten Risselmann: Spex, 19. März 2015Kathleen Hildebrand: Heilung für Hipster sueddeutsche.de, 19. März 2015 Als Gastmusiker waren unter anderem Mille Petrozza (Kreator) und Konstantin Gropper (Get Well Soon) an den Aufnahmen beteiligt.Dagoberts zweites Album „Afrika“ erscheint am 20. März 2015. musikexpress.de 2016 und 2017 wurde Dagobert jeweils mit einem Preis für Popkultur für seine Mitwirkung bei Lang lebe der Tod (Casper) in den Kategorien „Lieblingslied“ und „Lieblingsvideo“ ausgezeichnet.
Am 1. März 2019 erschien Dagoberts drittes Album Welt Ohne Zeit bei Staatsakt/Caroline (Universal). Es wurde von Konrad Betcher produziert, unter Beteiligung von Dagoberts langjährigem Live-Gitarristen Max Zahl. Die Aufnahmen fanden in Brandenburg statt. Der Musikexpress bezeichnet Welt Ohne Zeit als „einen Ausflug in die Achtzigerjahre“. Im Unterschied zu den beiden ersten Alben geht es in den zehn Songs von Welt Ohne Zeit um stattgefundene Beziehungen und nicht mehr um die Sehnsucht nach einer unerreichbar scheinenden Liebe. Auf laut.de wird die Musik des Albums als „einfach Pop […] relativ arm an Subversion und frei von jeder Art von Humor“ bezeichnet.
Seither produziert Dagobert seine Musik abseits des Musikbusiness und verzichtet auf Labelverträge und Management.
Film & Theater Im Jahr 2012 spielte Dagobert eine Nebenrolle in Klaus Lemkes Film Berlin für Helden. 2013 übernahm er eine Rolle im Lemke-Film Kein großes Ding, 2024 spielte er sich selbst im Spielfilm Die Akademie.
2025 trat er am Münchner Volkstheater als Schauspieler und Komponist in Erscheinung: Im Stück Glaube Liebe Roboter von Bonn Park übernahm er die Rolle des Vizepräparators und steuerte alle Songs bei.
Diskografie
Alben 2013: Dagobert 2015: Afrika 2019: Welt ohne Zeit 2021: Jäger 2022: Bonn Park 2023: Schwarz 2024: Dagobert und die wahre Musik vom südlichen Blütenland 2026: Rama Kalala 2026: Tier
Weblinks
Dagobert – Schnulzensänger aus den Bergen. Video-Porträt auf YouTube.
Einzelnachweise
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