Prettach ist ein Ort in der Obersteiermark und Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Leoben im Bezirk Leoben der Steiermark.

Geographie Prettach liegt etwa 4 Kilometer südwestlich, muraufwärts vom Leobner Stadtzentrum auf halbem Wege nach Sankt Michael am Südwestrand des Leobener Beckens.

Die Katastralgemeinde umfasst die Gebiete rechts der Mur, dazu gehören die Rotte Schladnitzdorf an der Mur, die Häuser Winkl Muraufwärts, sowie die zerstreuten Häuser Prettach selbst, am Anfang des Schladnitzgrabens, einem kleinen Nebental des Leobener Beckens, das vom Schladnitzbach durchflossen wird. Der Ort liegt auf etwa

Die Ortslage selbst umfasst etwa 40, die Katastralgemeinde insgesamt etwa 100 Gebäude mit grob etwa 300 Einwohnern.

Das Katastralgebiet mit etwa 750 Hektar erstreckt sich an der Mur als Grenze zwischen St. Michael und Auwald bis zum Häuselberg und im Bergland vom Prettnachberg (), einem Vorberg des Hochtratten (), über den Prettnachgraben beim Weiermüller zum Gipfel des Schinninger ().

Nachbarorte und -katastralgemeinden:

Geschichte und Infrastruktur Schladnitz(-dorf) ist eine Altsiedlung, die schon um 900 erwähnt ist und als -itz-Name die slawische Besiedlung des Raumes und die Siedlungskontinuität belegt. PretichDie Ortsbezeichnung ist daher etymologisch kein -ach-Name, der Bach heißt ja Schladnitz. erscheint 1148 in einer Urkunde Papst Eugens als Besitz des Benediktinierinnenstiftes Göß.Historischer Verein für Steiermark: Beiträge zur Erforschung steierischer Geschichtsquellen, 15. Jg., 1872, S. 52 (). Um 1572 war Prettach schon ein Amt, 1574 – als in der frühen Neuzeit jede verfügbare Energiequelle für die Kleineisenindustrie genutzt wurde – sind hier zwei Eisenhämmer genannt.Hans Pirchegger: Das steirische Eisenwesen bis 1564: mit einem Überblick über das Kärntner Eisenwesen. Band 2 von Steirisches Eisen, Leykam-Verlag, 1937, S. 71. Mit der Schaffung der Steuergemeinden um 1800 wurden Prettach und Schladnitzgraben eigenständig eingerichtet. Um 1840 wird ihre Bevölkerung mit angegeben, Prettach selbst umfasste 13 Häuser. Zu dieser Zeit waren hier nurmehr zwei Mühlen und eine Sägemühle in Betrieb. Zusammen mit Göß, zu dem es nach Schaffung der Ortsgemeinden 1848/49 gehört hatte, wurde es 1938 nach Leoben eingemeindet.

Vorher nur an einer wenig wichtigen Gemeindestraße nach St. Michael liegend (die alte Fernstraße, die heutige B 116, liegt am günstigeren anderen Murufer), wurde bis 1965 (Eröffnung 17. Juli) hier die B 17 erbaut, und bis 1974 (Eröffnung 13. April, Lückenschluss bei Göß erst 1987) als S 6 Semmering Schnellstraße ausgebaut.Baudaten nach S 6 Semmering Schnellstraße, wabweb.net

Bisher nur minderwichtiges ländliches Umgebungsgebietso der Zählbezirk 10 von Leoben. der Stadtgemeinde Leoben, soll das Areal um die Anschlussstelle Leoben-West, die im Katastralgebiet liegt, in Zukunft als Gewerbestandort ausgebaut werden. Neben der hochrangigen Straßenanbindung besteht auch ein Anschluss an den Verschubbahnhof Göß. Hier wird zwischen Schladnitzdorf und St. Erhard sukzessive der Wirtschaftspark West mit Gewerbezentrum Leoben eingerichtet, mit Fokus auf Ansiedlung technologieaffiner Unternehmen im Forschungsumfeld der Montanuniversität.Wirtschaftsraum Leoben West – Zukunftsorientierte Branchen. Wirtschaftsinitiativen Leoben; (PDF) Stadtgemeinde Leoben, insb. Ziel 7: Erweiterung des Wirtschaftsstandortes von der Grundstofforientierung zum internationalen High-Tech-, Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum (pdf, leoben.at; 183 kB).

+Bevölkerung und Gebäudestand (Prettach/Schladnitzdorf) Hzgt. Steier Bld. Steiermark (Mon. Österr.) (Kthm. Österr.) (Österr.- Ugrn.) (Rep. Österr.)15271544157217701782181018121819183718461869195119611971198119912001 − − − 265 257 225 202 200 215 313 241 286 264 297 262 224 − 27 22 32 4239 42 42 − 38 − 34 43 46 64 72 77 −

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Einzelnachweise

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