mini|Johann Heinrich von Stein bei der Einweihung der Stauferstele auf dem Hohenstaufen am 1. Juni 2002 Johann Heinrich „Johei“ von Stein (* 20. Februar 1937 in Köln; † 19. Januar 2026Traueranzeige vom 24. Januar 2026, in: wirtrauern.de, abgerufen am 25. Januar 2026.) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer.
Leben Johann Heinrich von Stein entstammte der Kölner Bankiersfamilie von Stein (Bankhaus J. H. Stein). Er studierte Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre und wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Dr. oec. publ. promoviert. Es folgten praktische Tätigkeiten in Kreditinstituten und in der Wirtschaftsprüfung, Lehr- und Forschungstätigkeit an ausländischen Hochschulen, diverse Studienaufenthalte in den USA, Japan, der Volksrepublik China, Südostasien und Russland.
Von 1977 bis 2002 war von Stein Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Kreditwirtschaft, Geschäftsführer der Stiftung Kreditwirtschaft und des Europäischen Bausparinstituts (EBI), beide an der Universität Hohenheim. Seine Forschungsschwerpunkte waren Internationalisierung des Bankwesens, Risikoanalyse und -steuerung, finanzwirtschaftliche Innovation sowie Marketing von Kreditinstituten.
Von Stein war Herausgeber mehrerer Schriftenreihen und Monographien, darunter der in der 40. Auflage vorliegende Obst/Hintner: Geld-, Bank- und Börsenwesen aus dem Schäffer-Poeschel Verlag. Er war Mitglied im Komitee der Stauferfreunde, Stifter der 2000 beim Castel Fiorentino errichteten ersten Stauferstele und einer der Stifter der im Jahr 2002 auf dem Hohenstaufen errichteten zweiten Stauferstele.
Johann Heinrich von Stein war Mitunterzeichner des eurokritischen Manifests Die währungspolitischen Beschlüsse von Maastricht: Eine Gefahr für Europa (1992).siehe Liste der Unterzeichner bei der Online-Wiedergabe des Manifests im wirtschaftswissenschaftlichen Blog Wirtschaftliche Freiheit, Blogeintrag vom 11. Dezember 2016; abgerufen am 12. Juli 2020.
Von Stein war von 2002 bis 2022 Vorsitzender des Trägervereins der Waldschule Degerloch, dessen pädagogische Konzepte er mitprägte. Die 2018 gegründete Grundschule an der Waldschule trägt seinen Namen. Er starb im Alter von 88 Jahren und wurde am 27. Januar 2026 auf dem Pragfriedhof in Stuttgart beigesetzt.Wirtrauern.de vom 24. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026
Ehrungen und Auszeichnungen Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (1986) Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1997) Staufermedaille in Silber des Landes Baden-Württemberg (2003) Staufermedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg (2014)
Schriften (Auswahl) (mit Hans Adams): Innovationsmanagement bei Finanzdienstleistungen. Frankfurt am Main 1988 Zur Entwicklung der deutschen Kapitalmärkte bis 1992. Stuttgart 1989 (mit Jürgen Terrahe): Handbuch Bankorganisation. Wiesbaden 1991 Banken in Japan heute. Frankfurt am Main 1994 Das Finanzsystem Chinas im Wandel. Frankfurt 1997 Handbuch EURO. Analysen und Strategien für Bank- und Finanzmanagement. München 1998 (mit Jürgen von Hagen): Obst/Hintner: Geld-, Bank- und Börsenwesen. Ein Handbuch. Stuttgart 2000
Literatur Detlev Hummel (Hrsg.): Banken in globalen und regionalen Umbruchsituationen. Systementwicklungen, Strategien, Führungsinstrumente. Festschrift für Johann Heinrich von Stein zum 60. Geburtstag. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1997, ISBN 3-7910-1149-9.
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Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hohenheim) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Träger der Staufermedaille Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann