Emil Kopp (* 7. September 1848 in Potsdam; † 1928 in Bad Saarow) war ein deutscher Architekt.

Leben und Werk Nach seinem Studium der Architektur und dem Militärdienst begann Emil Kopp zunächst eine Tätigkeit im Staatsdienst und arbeitete später als selbstständiger Architekt in Berlin. Er wirkte später insbesondere in Bad SaarowReinhard Kiesewetter: Traumgehäuse Bad Saarow. Bad Saarow 2002.; er plante und erstellte Villen der Landhauskolonie Bad Saarow-Pieskow, war Architekt bei den wichtigen Objekten in der Stadt und wurde prägend für den architektonischen Stil des Ortes. Acht Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlegte er Anfang April 1915 seinen Wohnsitz nach Bad Saarow.Adreßbuch Berlin 1915. (mit Vermerk des Wegzugs aus Berlin)

1908–1909 erbaute er mit Ludwig Lesser das heutige Hotel Raueneck mit Chauffeurhaus, Ahornallee 5.

1910 folgte in Zusammenarbeit mit Siegfried Bernstein der Bahnhof Bad Saarow, der 1911 eröffnet wurde und heute unter Denkmalschutz steht.Myra Warhaftig: Deutsche jüdische Architekten vor und nach 1933. Das Lexikon. Dietrich Reimer, Berlin 2005, ISBN 3-496-01326-5, S. 67. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher)Rolf Schneider: 20 x Brandenburg. Menschen, Orte, Geschichten. Berlin 2010, ISBN 978-3-86124-645-9, S. 116. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher)

Außerdem stammen von Kopp die Entwürfe für das Moorbad, das Hotel „Seeblick“ und den Gemeindesitz sowie einige Villen der Saarower Neubürger, die ab 1910 aus Berlin hierher zogen oder hier ihren Sommersitz einrichteten, so die Häuser Ahornstraße 6 und 8 sowie Seestraße 29 (Landhaus Wagner).

1910–1911 entstand nach Plänen von Carl Börnstein (* 12. Oktober 1868) und Emil Kopp die Trauerhalle auf dem Jüdischen Friedhof in Potsdam.Paul Sigel, Silke Dähmlow, Frank Seehausen, Lucas Elmenhorst: Architekturführer Potsdam. Dietrich Reimer, Berlin 2006, ISBN 3-496-01325-7, S. 74.

1919–1920 entstand das Landhaus für Ernst Wagner, Seestraße 29 in Bad Saarow.

Kopp war seit 1887 verheiratet und hatte zwei Söhne. Er arbeitete mit seinem Sohn Ernst Kopp zusammen, der ebenfalls Architekt wurde. Einige Projekte sind nicht genau zuzuordnen, da beide ihre Pläne mit E. Kopp unterschrieben.

Literatur Peter R. Pawlik: Von Saarow nach Alexandria. Ernst Kopp (1890–1962). Die Umwege eines bedeutenden Krankenhaus-Baumeisters.(= Studien zur Geschichte des Krankenhauswesen, Band 49.) Murken-Altrogge, Herzogenrath 2013, ISBN 978-3-935791-45-8, passim.

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