Der U-Bahnhof Baumwall – seit dem 1. Dezember 2016 mit dem Namenszusatz Elbphilharmonie – ist eine Haltestelle der Hamburger U-Bahn-Linie U3. Er befindet sich im Süden des Stadtteils Hamburg-Neustadt am Baumwall und ist als Teil der Viaduktstrecke nördlich des Hamburger Hafens ein Kulturdenkmal der Stadt Hamburg.Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg, Stand 7. Januar 2014 (PDF; 11 MB). Freie und Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde, Denkmalschutzamt, 2014. Das Kürzel der Station bei der Betreiber-Gesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „BL“.Haltestellennamen - Hamburger Hochbahn, fredriks.de, abgerufen am 1. Juni 2021 Der U-Bahnhof hatte 2019 werktäglich knapp 30.000 Ein- und Aussteiger (mo–fr).HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022

Geschichte Mit dem Bau des U-Bahnhofs wurde 1911 begonnen, er wurde mit einer Bahnsteighalle über den beiden Gleisen und Seitenbahnsteigen sowie dem Zugang auf der Ostseite fertiggestellt und am 28. Juni 1912 in Betrieb genommen.Jan Strassenburg, Sven Tode: Von null auf hundert in nur sechs Jahren: 1906 bis 1912: wir bauen Hamburgs erste U-Bahn. Hamburger Hochbahn AG, 2007, S. 61 Online Die Benutzung dieser Haltestelle war von Anfang an insbesondere zu Schichtwechselzeiten sehr stark, da vom Anleger der nahegelegenen Kehrwiederspitze zahlreiche Boote und Fährschiffe zu den Arbeitsstätten im Hafen abgingen. Ab 1925 wurden beide Seitenbahnsteige nach Westen (außerhalb der Bahnsteighalle) verlängert, damit wegen des großen Fahrgastandrangs 6-Wagen-Züge abgefertigt werden konnten; vorher waren nur 4-Wagen-Züge möglich.

Die Erneuerung des Eingangs auf der Straßenebene umfasste auch den pavillonartigen Neubau der Schalterhalle mit Fahrkartenausgabe und zwei Sperrenhäuschen, die am 16. Dezember 1957 in Betrieb genommen wurde.Was geschieht in Hamburg? In: Verkehr und Technik, Heft 2/1958, S. 31/32

Bis 1993 wurde die Station behindertengerecht ausgebaut, in diesem Zusammenhang erhielten die beiden Seitenbahnsteige jeweils einen Aufzug am Westende der Bahnsteighalle, außerdem am Westende der Bahnsteige Zugangstreppen von einer neuen Fußgängerbrücke über die Straße Vorsetzen unter dem Hochbahnviadukt. Als Haltestelle für die Elbphilharmonie wurde die Station bis Oktober 2010 für 4½ Mio. Euro nach einem Entwurf von Michael Blunck und Henning Rose saniert und umgebaut; die Tragwerksplanung übernahm die WTM Engineers GmbH.U-Bahn-Haltestelle Baumwall Hamburg Zudem musste ein Viadukt am Binnenhafen erneuert werden.Verkehr Hamburg: Am Baumwall wird die U 3 bis 3. Oktober ausgebremst. Hamburger Abendblatt, 10. Mai 2010

Lage und Ausbau Die Station mit Seitenbahnsteigen liegt an der nordwestlichen Seite der Speicherstadt und der Elbphilharmonie. Sie wird von vielen Touristen als Zugang zu dieser benutzt. Auch der Weg zum Miniatur Wunderland beginnt hier und ist ab der Haltestelle ausgeschildert. Die Haltestelle ist mit zwei verglasten Aufzügen an den Seiten barrierefrei ausgebaut. Zudem gibt es einen direkten Übergang zum Gebäudekomplex des Verlags Gruner + Jahr mit einer Fußgängerbrücke über die Straße Baumwall am westlichen Ausgang des Bahnhofs. Diese wurde beim Bau des neuen Verlagsgebäudes um 1990 ergänzt.

In der Nähe des westlichen Zugangs befindet sich unterhalb des Viadukts ein kunstvoll gebautes Sieleinstiegshäuschen in die Kanalisation, das 1904 eigens für einen Besuch Kaiser Wilhelms II. errichtet wurde. Zum Tag des offenen Denkmals werden gelegentlich Besichtigungen angeboten.

Weblinks

Einzelnachweise

Baumwall Baumwall Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Neustadt Kategorie:Verkehrsbauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte Baumwall Kategorie:Erbaut 1912