mini|Gerd Rohling fotografiert von Oliver Mark, Berlin 2023 Gerd Rohling (* 20. November 1946 in Krefeld) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler.

Leben und Werk mini|Gerd Rohling fotografiert von Oliver Mark, Berlin 2015Rohling zog 1971 nach West-Berlin und studierte bis 1977 an der Hochschule der Künste Berlin Grafik bei Gerhart Bergmann und war in der Malklasse von Karl Horst Hödicke, bei dem er Meisterschüler wurde. 1979 gründete er unter anderem mit Frank Dornseif, Ter Hell und Reinhard Pods die Berliner Künstlergruppe und gleichnamige Selbsthilfegalerie „1/61“ (benannt nach dem Postzustellbezirk Berlin-Kreuzberg 61). 1980 erhielt er das PS1-Stipendium, New York.

Rohling gilt als ein vielreisender Künstler, der Teile des Jahres in Neapel, Mumbai, Rio de Janeiro, Ghana, Thailand oder den USA verbringt. In seiner frühen Zeit wurde er mit der gestischen Malerei der Neuen Wilden in Verbindung gebracht. In den 1980er Jahren wandte er sich der Objektkunst zu. Aus einfachsten Materialien, wie Abfallteilen aus Papier, Glas, Metall oder Kunststoff gestaltete er mit großem Farbeinsatz sowohl Objektensembles als auch raumfüllende Installationen. „Aus Pappe und Plastikresten, mit Sprayer-Unbekümmertheit und Quasi-Lässigkeit baut und bemalt er urban-abenteuerliche Szenerien...“In: Das Kunstwerk, Bd. 34, 1981

2009 zeigte er in der Ausstellungshalle Hamburger Bahnhof die Installation Wasser und Wein, für die er unterschiedliche Gefäße in einen neuen Zusammenhang transformierte.Internetseite von Gerd Rohling mit einem Text von Harald Szeemann

2013 konzipierte er für das Weserburg Museum für moderne Kunst mit der Ausstellung „Inside – Outside“ eine Gesamtinstallation, die die neueren Werkserien „Immer im Bilde – Rouge“ und „Sweet ´n´ Sour“ zeigte und bei der Rohling „in spielerischem Umgang“ neben Malerei, Skulpturen, auch Filme einsetzte.Neues Museum Weserburg

Rohling lebt und arbeitet in Berlin. Als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes nahm er zwischen 1977 und 1984 an mehreren DKB-Jahresausstellungen teil.kuenstlerbund.de: Ausstellungsbeteiligungen: Rohling, Gerd (abgerufen am 23. Dezember 2015)

Literatur Lucie Schauer: Ausstellungskatalog Gerd Rohling – Arbeiten 1979/80, Neuer Berliner Kunstverein, 1981 Lucius Grisebach: Gerd Rohling. Der lange Weg zum guten Bild, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, (1994) Eva Meyer-Hermann: Gerd Rohling. In: 1945-1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Ausstellungskatalog Nationalgalerie Berlin, 1985, S. 423 Marius Babias: Gerd Rohling. In: Kunstforum international, Bd. 105, 1990, S. 327 Peter Funken: ...Sich im Bild bewegen. Zu den Arbeiten Gerd Rohlings. In: Kunstforum international, Bd. 160, 2002, S. 295

Auszeichnungen 1981: Villa-Romana-Preis, Florenz 1982–84: Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium 1982: Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Objektkünstler (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Maler (Berlin) Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann