Das Amt Döbeln war eine im Leipziger Kreis gelegene territoriale Verwaltungseinheit des Kurfürstentums Sachsen. Es wurde 1588 in das Amt Leisnig integriert. Vor der Angliederung an das Amt Leisnig zählte das Amt Döbeln zum Meißnischen Kreis.
Geographische Lage Das Amt Döbeln lag im Südosten des Leipziger Kreises. Es lag am Unterlauf der Freiberger Mulde. Amtssitz war die Burg Döbeln.
Angrenzende Verwaltungseinheiten
Geschichte Das Amt Döbeln lag als Besitz des Klosters Hersfeld in der Verwaltung des Markgrafen von Meißen. 1221 ist die Verwaltung durch einen markgräflichen Vogt belegt. Seit der Leipziger Teilung 1485 gehörte das Amt zur albertinischen Linie der Wettiner. Nach der Niederlage der Ernestiner im Schmalkaldischen Krieg im Jahr 1547 kam das im Westen angrenzende Amt Leisnig in Besitz der Albertiner. 1588 wurde das Amt Döbeln zum größten Teil ins Amt Leisnig integriert. Kleinere Teile wurden dem Amt Nossen (Grunau, Niederstriegis, Rudelsdorf, Ullrichsberg) und dem Amt Oschatz angegliedert.
Das Amt Leisnig mit Döbeln bestand bis 1856. Nachfolger wurden u. a. die Gerichtsämter Leisnig und Döbeln. Bereits 1836 wurden die als Exklaven des Amts Leisnig (Döbelner Gerichtsbezirk) im Amt Nossen liegenden Dörfer der Herrschaft Arnsdorf durch Umbezirkung in das Amt Nossen integriert.Codex Saxonius, S. 929, Abschnitt X
Bestandteile Städte Döbeln mit der Burg Döbeln
Amtsdörfer Redemitz
Verlehnte Orte Forchheim Gadewitz Groß-Bauchlitz Kobelsdorf Littdorf Mannsdorf Masten Neudorf Neugreußnig Niederranschütz Obergoseln Oberranschütz Schlagwitz Sörmitz Zschackwitz Zschepplitz Zweinig
Verlehnte Orte (Exklaven) Diedenhain Falkenau (bei Hainichen) Gersdorf (bei Hainichen) Glaucha Irbersdorf (bei Hainichen) Mahris (bei Mügeln, anteilig) Niedergoseln (bei Mügeln, anteilig) Ottendorf (bei Hainichen) Ottewig
Rittergüter und Vorwerke Arnsdorf; Exklave im Amt Nossen Döschütz Ebersbach Gärtitz Gebersbach (anteilig) Hermsdorf Heyda Kattnitz Keuern Klein-Bauchlitz Knobelsdorf (anteilig) Mahlitzsch Merschütz Niedersteina Nieder-Wutzschwitz Noschkowitz Obersteina (Exklave) Ober-Wutzschwitz Otzdorf Pommlitz Rittmitz Schweta mit Schloss Schweta Stockhausen Ziegra
Literatur Karlheinz Blaschke, Uwe Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Klaus Gumnior, Chemnitz 2009. ISBN 3937386149 Bönhoff, Leo: Die ältesten Ämter der Mark Meißen. Abschrift: Gert Süß
Axel Flügel: Bürgertum, Bürgerliche Rittergüter, Sozialer Wandel und politische Reform in Kursachsen (1680-1844). Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Band 16., Göttingen 2000, ISBN 3-525-35681-1, S. 199/100 Rittergut Ober-Wutzschwitz sowie Erwähnung von Friedrich August Ludwig von Zehmen, 1844.
Weblinks Amt Döbeln im Repertorium Saxonicum Bestand 20010 – Amt Leisnig im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig Die Ämter Leisnig und Döbeln im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Einzelnachweise
Dobeln Kategorie:Döbeln Kategorie:Geschichte (Landkreis Mittelsachsen)