Alessandro «Sandro» Brotz (* 7. Oktober 1969 in Mendrisio) ist ein Schweizer Journalist und Fernsehmoderator. Seit 2019 moderiert er die Arena, zuvor von 2012 bis 2019 die Rundschau von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).
Leben Sandro Brotz wuchs in Dielsdorf und in Oerlikon auf.Midi Gottet: In: kult, Private Gespräche Sammlung 1, Februar 2006, S. 20 ff, PDF-Seite 11 ff. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Mövenpick AG Zürich.Sandro Brotz auf der Website von LinkedIn, abgerufen am 19. Juni 2020. Journalistisch tätig wurde er 1988 bei der Zürcher Quartierzeitung Vorstadt und bei Radio Zürisee. Des Weiteren arbeitete er bei Radio Z, beim Stadtzürcher Lokal-TV Züri 1 und beim Zürcher Lokalfernsehen Tele Züri. Beim SonntagsBlick war er Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor. Von 1997 bis 1999 war er als Reporter für die Sendung Rundschau des Schweizer Fernsehens tätig. Brotz gehörte zum Gründungsteam von Roger Schawinskis Radio 1, wo er die Redaktion leitete. Bei der Sonntagszeitung Der Sonntag war er stellvertretender Chefredaktor von Patrik Müller. Ab Juli 2012 arbeitete er wieder bei der Rundschau, diesmal als Moderator. Er ersetzte Urs Leuthard, der die Leitung der Redaktion der Tagesschau übernommen hatte. fernsehen.ch, 4. Juli 2012, gesichtet 7. April 2013 Ab Juli 2014 war Brotz zusätzlich stellvertretender Redaktionsleiter der Rundschau.Sandro Brotz wird neu auch «Rundschau»-Vizechef. In: persoenlich.com vom 21. Juli 2014 Zudem war er ab März 2017 Gesprächsleiter beim «Rundschau talk», der viermal jährlich ausgestrahlt wurde.
Im Mai 2019 wechselte er von der Rundschau zur politischen Diskussionssendung Arena, die er fortan moderiert und dessen stellvertretender Leiter er ist. Er folgte auf Jonas Projer.Sandro Brotz wird «Arena»-Moderator. In: Persoenlich.com vom 1. April 2019. Sein Interview im Oktober 2016 mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad während des Bürgerkriegs für die Rundschau wurde international beachtet.srf.ch, 19. Oktober 2016reuters.com, 19. Oktober 2016time.com, 20. Oktober 2016 Er war von 2016 bis 2024 Stiftungsrat der Anna-Göldi-Stiftung.Mutation Anna Göldi-Stiftung, Glarus Stiftungsrat. In: SHAB.ch, 4. April 2024 (PDF). In der Online-Umfrage zum «Schweizer Journalist des Jahres» des Branchenmagazins Schweizer Journalist (2016) erzielte er 2. Platz.Daniel Ryser wird «Journalist des Jahres». In: Persoenlich.com, 29. November 2016. 2022 wurde er vom gleichen Branchenmagazin zum Politikjournalist des Jahres gewählt.
Ende Januar 2027 verlässt er SRF und wechselt zum Blick, wo er einen multimedialen Videopodcast lancieren und moderieren wird, der mehrmals pro Woche erscheint.
Brotz ist geschieden und hat einen Sohn (* 2004). Er ist HobbyläuferSandro Brotz: Vom 100-Kilo- zum Marathonmann, bluewin.ch, gesichtet 30. Juni 2016 (Archiv). und wohnt im Kanton Zürich.
Fax-Affäre 2007 mussten Brotz und zwei weitere Journalisten wegen «Verletzung militärischer Geheimnisse» vor dem Militärgericht erscheinen, nachdem sie im SonntagsBlick ein Jahr zuvor ein abgefangenes Fax veröffentlichten, das geheime CIA-Gefängnisse in Osteuropa erwähnte. Die drei Angeklagten wurden freigesprochen und erhielten eine finanzielle Entschädigung.Freispruch für SoBli-Journalisten. In: Persoenlich.com, 18. April 2007. Der Prozess sorgte für Diskussionen, weil es sich bei den Angeklagten um Zivilpersonen handelte, die sich vor der Militärjustiz zu verantworten hatten.Journalisten in CIA-Fax-Affäre freigesprochen. In: Swissinfo.ch, 17. April 2007.
Werke Sandro Brotz, Beat Jost: CIA-Gefängnisse in Europa. Die Fax-Affäre und ihre Folgen. Mit einer Analyse von Dick Marty. Orell Füssli, Zürich 2006, ISBN 3-280-05196-7.
Weblinks Sandro Brotz auf der Website von SRF Website von Sandro Brotz
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