Das Harnacksche Prinzip, auch als Satz von Harnack zitiert, ist ein grundlegender Satz aus dem mathematischen Teilgebiet der Funktionentheorie, welcher auf den Mathematiker Axel Harnack (1851–1888) zurückgeht, der diesen Satz in einer Arbeit des Jahres 1886 vorgetragen hat. Das Harnacksche Prinzip behandelt das Konvergenzverhalten monoton wachsender Folgen harmonischer Funktionen. Es beruht auf der ebenfalls von Axel Harnack gefundenen und nach ihm benannten Ungleichung.Freitag: S. 59 ff.Nevanlinna / Paatero: S. 234 ff.Rudin: S. 283 ff.
Formulierung des Prinzips im klassischen komplexen Fall Gegeben sei eine offene Menge und dazu eine Folge harmonischer Funktionen , welche punktweise monoton anwachse: . Sei für
Seien weiter
und
Dann gilt: (1) Sowohl als auch sind zugleich offen und abgeschlossen in . (2) Für den Fall, dass ein Gebiet von ist, gilt entweder stets für oder stets für . (3) Ist ein Gebiet von und gilt für ein , so ist die Funktionenfolge lokal gleichmäßig konvergent und die Grenzfunktion ist ebenfalls eine harmonische Funktion.
Verallgemeinerung auf höhere Dimensionen Wie schon Axel Harnack selbst andeutet,Vgl. Schlussbemerkung in seiner Abhandlung in den Math. Ann., Band 35, S. 40. gilt das entsprechende Prinzip mit ganz ähnlicher Formulierung auch für den Fall der harmonischen Funktionen auf offenen Mengen des . Hier beruht der Beweis auf der n-dimensionalen Version der Harnackschen Ungleichung.Hayman / Kennedy: S. 35 ff.Axler / Bourdon / Ramey: S. 47 ff.
Literatur Originalarbeit
Monographien
Einzelnachweise
Kategorie:Funktionentheorie Kategorie:Satz (Mathematik)