Verbrechen nach Ferdinand von Schirach (auch VERBRECHEN nach Ferdinand von Schirach) ist der Titel einer deutschen Krimiserie basierend auf dem Kurzgeschichtenband Verbrechen des Strafverteidigers und Schriftstellers Ferdinand von Schirach. Josef Bierbichler spielt die Hauptrolle des Strafverteidigers Friedrich Leonhardt, der mit besonderen Kriminalfällen befasst ist. Die Serie wurde von Oliver Berben für das ZDF produziert und besteht aus sechs Folgen, die im April 2013 ausgestrahlt wurden.

Handlung Die Hauptfigur ist der Rechtsanwalt Friedrich Leonhardt. Als Strafverteidiger versucht er seinen jeweiligen Mandanten so gut es nur geht zu verteidigen, um das Strafmaß so gering wie möglich ausfallen zu lassen, oder gar einen Freispruch zu erreichen. Oftmals sind es recht besondere Fälle, die er sorgfältig recherchiert, um die Tathergänge detailliert rekonstruieren zu können.

Episoden Folge Titel Drehbuchautor Regisseur BesetzungPressemappe des ZDF (PDF; 518 KB).Handlung 1 Fähner André Georgi Hannu Salonen Edgar Selge: Dr. Friedhelm Fähner Annette Paulmann: Ingrid Fähner Fabian Busch: Junger Friedhelm Fähner Britta Hammelstein: Junge Ingrid Fähner Ludger Pistor: Richter Frank Leo Schröder: Staatsanwalt Der Mandant Fähner lebte seit Jahrzehnten in einer Ehehölle. Seine Frau demütigte, verachtete und beleidigte ihn, bis er zur Axt greift und sie in einer Affekthandlung in Stücke hackt. Der Verteidiger rekapituliert die Ursachen der Tat. 2 Tanatas Teeschale Jobst Christian Oetzmann Jobst Christian Oetzmann Denis Moschitto: Özcan Adam Bousdoukos: Manolis Kida Khodr Ramadan: Pocol Alpa Gun: Samir Jockel Tschiersch: Wagner Sesede Terziyan: Sekretärin Tom Jahn: Polizist Berliner Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund bestehlen einen japanischen Geschäftsmann aus ihrem Kiez. Dieser hetzt einen gnadenlosen Killer auf sie, um ein seltenes Familienerbstück zurückzuholen. Einige Beteiligte verlieren ihr Leben. 3 Grün Nina Grosse Hannu Salonen Vladimir Burlakov: Philipp von Nordeck Jan Fedder: Klaus von Nordeck Bettina Zimmermann: Angelika Petersson Robert Gallinowski: Bauer Gericke Sven Lehmann: Dr. Saal Peter Jordan: Staatsanwalt Kauther Rainer Sellien: Polizist Talheim Der Abiturient Philipp von Nordeck tötet in seinem Dorf immer wieder heimlich Schafe. Sein Vater, der die betroffenen Bauern für den entstandenen Schaden bezahlen muss, versucht die Taten seines Sohnes zu vertuschen. Eines Tages wird Philipp jedoch von der Polizei verdächtigt, am Verschwinden eines jungen Mädchens beteiligt zu sein. 4 Der Igel Jobst Christian Oetzmann Jobst Christian Oetzmann Karim Chérif: Karim Fataris Hassan Chahrour: Walid Fataris Conrad F. Geier: Kommissar Dalger Meriam Abbas: Mutter Fataris Ute Willing: Vorsitzende Richterin Matthias Bundschuh: Staatsanwalt Peter Trabner: Albert Koschintski Karim ist arabischstämmiger Berliner, der ein Doppelleben führt. Innerhalb seiner kriminellen Familie spielt er den naiven Deppen aus dem Ghetto. Die Hänseleien und Schläge seiner brutalen Brüder erträgt er. Privat ist er intelligent, sensibel und integriert. Als es darum geht, seine verbrecherischen Brüder vor dem Gefängnis zu bewahren, erfindet er einen raffinierten Plan und foppt das Gericht. 5 Summertime Nina Grosse Hannu Salonen Katja Flint: Melanie Boheim Pierre Besson: Percy Boheim Hassan Akkouch: Abbas Portas Friederike Becht: Stefanie Becker Jürgen Schornagel: Staatsanwalt Schmied Tim Wilde: Kommissar Seidel Eine junge Frau prostituiert sich heimlich, um Geld für ihren Freund zu verdienen. Als sie im Hotel ermordet wird, gerät ihr Freier unter Mordverdacht. Der Verteidiger schafft es mithilfe eines Überwachungsvideos und dem Grundsatz „in dubio pro reo“ seinen Mandanten „rauszuhauen“. Ob er die Frau ermordete oder der Freund aus Eifersucht, kann nie geklärt werden. 6 Notwehr Jobst Christian Oetzmann Jobst Christian Oetzmann Tomas Arana: Unbekannter Mann Gustav Peter Wöhler: Ermittlungsrichter Lambrecht Thomas Thieme: Dr. Lorenz Antonio Wannek: Heiner Beck Conrad F. Geier: Kommissar Dalger Pit Bukowski: Ingo Lenzberger Kai Michael Müller: Patrik Sessler Stephan Grossmann: Staatsanwalt KestingEin unbekannter Mann wird von angetrunkenen Neonazis attackiert. Der Mann, offenbar Experte für Kampftechniken, tötet beide Männer durch die Anwendung von Kampfkunst. Die Polizei nimmt ihn fest und fordert ihn auf, seine Identität preiszugeben. Der Verteidiger, der von einem anonym bleibenden Unternehmen engagiert wurde, plädiert darauf, dass gemäß der Verfassung niemand zur Aussage gezwungen werden kann und dass die Überwachungsvideos eindeutig eine Notwehrsituation zeigen. Der Polizei bleibt nichts anderes übrig, als ihn wieder laufen zu lassen. Wer ist der geheimnisvolle Mann? Tage später liest der Verteidiger von einem professionell durchgeführten Auftragsmord.

Rezeption Einschaltquoten Die Erstausstrahlung der ersten beiden Folgen VERBRECHEN nach Ferdinand von Schirach am 7. April 2013 sahen in Deutschland 3,44 und 2,61 Millionen Zuschauer; Folgen 3 und 4 in der Folgewoche 3,17 und 2,52 Millionen und die letzten beiden Folgen 2,81 und 2,73 Millionen Zuschauer. Der ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot erklärte dazu: „Wir sind froh und stolz, dass unser Programm-Wagnis ‚Verbrechen‘ in der Presse und in der Öffentlichkeit durchweg sehr positiv aufgenommen wurde. Und wir freuen uns sehr, dass unser Publikum diesen Weg mitgegangen ist. Der beste Beweis dafür ist, dass der Abschluss unserer Serie, die Episode ‚Notwehr‘, die höchste Einschaltung und die beste Demographie hatte. Das macht Mut für unsere nächsten Pläne.“

Kritiken

Auszeichnungen VERBRECHEN nach Ferdinand von Schirach war für den 50. Grimme-Preis in der Kategorie „Fiktion/Serien & Mehrteiler“ nominiert., abgerufen am 26. März 2014.

Siehe auch Schuld nach Ferdinand von Schirach

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmreihe Kategorie:Kriminal-Fernsehserie Kategorie:Fernsehserie (ZDF) Kategorie:Fernsehserie der 2010er Jahre Kategorie:Ferdinand-von-Schirach-Verfilmung