Toni Goldwascher ist ein deutscher Jugendfilm des Regisseurs Norbert Lechner aus dem Jahr 2007. Rudolf Herfurtner verfasste das Drehbuch basierend auf dem gleichnamigen Roman von Josef Einwanger.
Handlung Der 12-jährige Toni Sedlacek lebt in der Nachkriegszeit mit seiner Mutter in ländlicher Idylle des bayerischen Voralpenlandes. Seine Leidenschaft ist das Goldwaschen am Fluss, so wie es sein verstorbener Vater einst getan hat. Die Dorfgemeinschaft teilt sich in sogenannte Unterdörfler und Oberdörfler. Toni liegt im Clinch mit den Jungs der Unterdörfler-Bande. Mit Herbert, der im Waisenhaus des Dorfes lebt, versteht er sich einigermaßen. Die aufgrund eines Kriegstraumas stumme Elfi, ebenfalls ein Heimkind, wäre gern mit Toni befreundet und stellt ihm heimlich nach, was ihm anfangs ziemlich lästig ist.
Beim Stöbern in der Werkstatt seines Vaters findet Toni eine Schatzkarte, laut der auf der kleinen Insel inmitten des Flusses noch Gold zu finden sein soll. Da ihn seine Mutter vor dem Hinüberschwimmen warnt, baut er ein Floß aus Baumstämmen. Herbert hilft ihm noch beim Bau des Floßes, die erste Überfahrt unternimmt er aber allein und findet beim Goldwaschen auf der Insel tatsächlich einige Klümpchen Gold. Aus dem gefundenen Gold fertigt er in der Werkstatt des Elternhauses heimlich einen Ring für Elfi, nachdem er beim Schmied des Dorfes gesehen hat, wie man Metallgegenstände durch Einschmelzen herstellt.
Auch die Unterdörfler Hans und Siggi, denen Tonis Bemühungen nicht entgangen sind, begeben sich auf die Insel und graben dort nach Gold. Sie finden zwar kein Gold, aber dafür ein funktionsfähiges Gewehr und die dazugehörige Munition. Als sich Hans eines Nachts mit dem Gewehr zum Hause Sedlacek begibt, wacht Toni durch das Anschlagen seines wachsamen Hundes Strupp auf. Hans flüchtet zum Fluss. Toni löst seinen Hund von der Kette und folgt ihm. Hans sorgt dafür, dass Strupp kurze Zeit später allein in einem Boot flussabwärts treibt. Um ihn zu retten, folgt ihm Toni mit seinem selbstgebauten Floß, fällt aber vor Erschöpfung ins Wasser.
Mutter Sedlacek findet Tonis Bett zur selben Zeit leer vor und ruft mit Hilfe des Kaplans einen Suchtrupp der Polizei herbei. Da dieser schnell aufgibt, suchen Tonis Mutter und der Kaplan auf eigene Faust weiter. Wenigstens Strupp können sie anhand seines Gebells orten und nach Hause bringen. Anschließend befahren Elfi und Hans den Fluss, um Toni zu suchen. Hans beschwichtigt Elfi, er habe nur Leuchtmunition im Gewehr. Als Hans diese abfeuert – es ist noch immer finstere Nacht –, kann Toni von Elfi auf Treibholz ausfindig gemacht werden. Toni wird gerettet, und Elfi beginnt wieder zu sprechen.
Hintergrundinformationen Für die Filmproduktion wurden rund 250.000 Euro aufgewendet.tonigoldwascher.de Die Drehzeit betrug insgesamt 35 Tage. Als Kulisse diente das Inntal zwischen Wasserburg und Mühldorf und das Bauernhofmuseum in Massing.tonigoldwascher.de Hund Strupp war eine siebenjährige Mischlingshündin namens Luca aus dem Besitz der Tiertrainerin Eve Schwender. Hauptdarsteller Lorenz Strasser hat eigentlich keinen Draht zu Hunden, wodurch sich die Zusammenarbeit zwischen ihm und Luca anfangs schwierig gestaltete., kivinlee.de, 4. August 2007, PDF (1,2 MB), abgerufen am 15. Mai 2025.
Am 6. September 2007 kam der Film in die deutschen Kinos.
Kritiken
Auszeichnungen 2008: Golden Kite Award für den besten Jugendfilm, Festival Cine La Nueva Mirada in Buenos Aires 2009: Spezialpreis des CIFEJ, Internationales Kinderfilmfestival in Kairo 2011: Emil für gutes Kinderfernsehen
Literatur Josef Einwanger: Toni Goldwascher. C. Bertelsmann Jugendbuchverlag, München 2009 auch als Taschenbuch im Verlag Monsenstein und Vannerdat erschienen ISBN 978-3-86582-570-4.
Weblinks
Offizielle Website
Toni Goldwascher auf Filmreporter.de Der bayerische Tom Sawyer (PDF; 1,2 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2007 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Heimatfilm Kategorie:Jugendfilm