Buschhof ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwarz des Amtes Röbel-Müritz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern.

Lage

Buschhof liegt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte südlich der Müritz, unweit der Grenze zum Land Brandenburg. Die nächstgelegenen Städte sind Wittstock etwa 20 Kilometer westlich, Rheinsberg, etwa 25 km südlich, Röbel ca-. 25 km nordwestlich und Mirow, etwa 11 km im Osten. Der Ort ist von alten Buchen- und Mischwäldern im Westen und Süden und weiten Feldern im Osten umgeben.

Geschichte Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges war an Stelle des späteren Gutshofes Buschhof eine Meierei entstanden. Diese wurde im Volksmund Dasselbusch genannt und gehörte zur Komturei Mirow. 1709 gab es einen Viehbestand von 2 Pferden, 58 Rindern, 114 Schafen, 75 Schweinen und 114 Hühnern.

Infolge des Dreißigjährigen Krieges war die Komturei Mirow säkularisiert worden und die Meierei als Gutshof verpachtet. Als Buschhof wurde dieser im Jahre 1816 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es hier bereits eine Brennerei und eine Schule. Eine Familie Kettner war nachweislich von 1818 bis 1907 Erbpächter des Gutshof.

1900 gehörte der Ort, als Enklave von Mecklenburg-Strelitz in Land Mecklenburg-Schwerin gelegen, zum Amt Mirow mit 119 Einwohnern. Neben der Brennerei und Schule war noch eine Bahnstation dazu gekommen.Sammlung chronistischer Materialien des Ortes Buschhof von I.TauchmannAmt Röbel-Müritz – Stadt / Gemeinden – Schwarz In den Jahren 1912–1941 war das Dorf oder Teile davon im Besitz des Adelsgeschlechtes Pentz. Noch heute findet sich in der Wittstocker Straße 9 eine unter Denkmalschutz stehende Gutsanlage mit Gutshaus.

Ab 1921 bis zur Verwaltungsreform, der inzwischen an die Macht gekommenen Nazis, gehörte Buschhof zum Amt Strelitz. 1936 kam bis 1946 gehörte es zum Kreis Waren. Eigentümer des Gutes war in dieser Zeit eine Familie Schliemann.

1945 wurde das Vermögen des Gutshofes im Zuge der Bodenreform an Neusiedler, zumeist Vertriebene aus ehemaligen deutschen Gebieten verteilt. 1946 beherbergte das Dorf 451 Einwohner.

Ab 1946 gehörte es dann wieder nach einem Gemeinderatsbeschluss zum Kreis Neustrelitz.

Wie in ganz Mecklenburg war auch in Buschhof 1960 die Kollektivierung der Landwirtschaft mit der Bildung einer LPG abgeschlossen.

Die ehemals eigenständige Gemeinde Buschhof wurde am 15. Juni 1965 nach Schwarz eingemeindet.

1974 hatte Buschhof 208 Einwohner. Die meisten Gebäude der alten Brennerei waren abgerissen und zum Hausbau für die Neusiedler verwendet worden. Im Gutshaus waren neben einer Dorfkneipe, ein Kulturraum, ein Kindergarten und der Dorfladen untergebracht. Im Obergeschoss waren mehrere kleine Gemeindewohnung vermietet. Die Stallungen des ehemaligen Gutshofes und landwirtschaftlichen Nutzflächen, wurden von der LPG Schwarz bewirtschaftet. Zur Schule gingen die Kinder in den unteren Klassen in Schwarz und danach brachte sie der Schulbus in das 11 km entfernte Mirow.

Ab 1991 kam Buschhof als Ortsteil von Schwarz in die Verwaltungsgemeinschaft Rechlin. Dies führte dann bei der Kreisgebietsreform von 1994 zu einem Wechsel in den Müritz-Kreis.

2026 gehört Buschhof als Ortsteil von Schwarz zum Amt Röbel im neuen Landkreis Mecklenburger Seen Platte. Es leben dort noch ca. 80 Einwohner. Das Gutshaus ist von den neuen Eigentümern renoviert worden. Die neue Dorfstraße geht ihrer Fertigstellung entgegen. Die Bahnstrecke Wittstock-Mirow ist sein Jahrzehnten stillgelegt, der Verkehr endete dort im Jahr 1998. Auf ihr hat die Stadt Wittstock bereits zur Hälfte in Richtung Buschhof einen Radweg errichtet. Das Bahnhofsgebäude ist in Privatbesitz und enthält Ferienwohnungen.

Das Dorf erlangte unter Geologen eine überregionale Bedeutung. Eine hier in den Jahren 1974 bis 1977 vorgenommene Tiefbohrung mit der Bezeichnung Mirow 1/74 stieß bis auf eine Tiefe von insgesamt 8008,6 Metern vor. Durch diese für damalige Zeiten tiefste Bohrung in Europa konnten hier alle geologischen Schichten bis vor etwa 240 Mio. Jahren nachgewiesen werden. (PDF; 509 kB)

Durch die Ortschaft führt heute der Radwanderweg Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte.

Verkehr mini|Bahnhof Buschhof – heute privat genutzt alternativtext=Landbahnhof in Buschhof |mini|Ehemaliges Bahnhofs-Empfangsgebäude in Buschhof Die Landesstraße L 25 verläuft, von der Landesgrenze zu Brandenburg im Süden kommend, vom Ort aus in Richtung Osten zum 11 Kilometer entfernten Kurort Mirow.

Weblinks

Schwarz auf den Seiten des Amtes Röbel-Müritz

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Kategorie:Ersterwähnung 1816 Kategorie:Gemeindeauflösung 1965 Kategorie:Ort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Kategorie:Schwarz (Mecklenburg)