Worcester Pearmain, auch Worcester Parmäne, ist eine Apfelsorte. Der Tafelapfel ist auf etwa drei Vierteln seiner Oberfläche rot. Das weiße Fruchtfleisch ist fest. Der Geschmack ist süß aber insgesamt wenig ausgeprägt, verbessert sich aber deutlich bei späterer Ernte und hat dann ein deutlich erkennbares sehr süßes Erdbeeraroma.Joan Morgan: The diversity of the flavors of the apple in: Tom Jaine (Hrsg.): Taste: Proceedings Oxford Symposium, 1988, ISBN 0-907325-39-4, S. 163. Der Apfel wurde im 19. Jahrhundert von einem Mr. Hale aus Swan Pool nahe Worcester in England aus einem Devonshire Quarrenden gezüchtet.Rosie Sanders: The Apple Book frances lincoln, 2010, ISBN 978-0-7112-3141-2, S. 36.

Der früh tragende Baum bringt sicher reichhaltige Erträge,Walter Wright: The New Gardening Applewood Books, 2008 (1913) ISBN 1-4290-1326-5, S. 301. die Erntezeit ist in Europa Anfang bis Mitte September. Der Apfel ist wenig anfällig für ObstbaumkrebsWalter Wright: The New Gardening Applewood Books, 2008 (1913) ISBN 1-4290-1326-5, S. 330. und generell für einen Apfel seiner Generation recht resistent gegen Krankheiten. Er ist resistent gegen Mehltau, neigt aber zu Apfelschorf.

Der Worcester Pearmain wurde von der Baumschule Smith aus Worcester im Jahr 1874 am Markt eingeführt und erhielt 1875 ein First-Class-Certificate der Royal Horticultural Society. Er wurde kommerziell in England und Neuseeland angepflanzt und wird heute noch in kleinem Maßstab in England kommerziell gezogen.Worcester Pearmain, orangepippin.com Zeitweise war seine Bedeutung in England so groß, dass bei den National Food Trials in den 1920ern bis in die 1940er eine der sechs Apfelgruppen als Worcester-Pearmain-Gruppe bezeichnet wurde. In ihr fanden sich die relativ glatten Sorten mit einer intensiven roten Tönung.Jane Grigson: Jane Grigson's Fruit Book U of Nebraska Press, 2007 (1982) ISBN 0-8032-5993-X, S. 4.

Worcester Pearmain gehört zu den wenigen Apfelsorten, die sich selbst befruchten können.Rosie Sanders: The Apple Book frances lincoln, 2010, ISBN 978-0-7112-3141-2, S. 157. Ebenfalls Bedeutung hat der Worcester Pearmain als Vorfahr diverser anderen Sorten. Die Züchter versuchten insbesondere das Erdbeeraroma und die frühe reiche Ernte weiterzuvererben. Zu den Nachkommen von Worcester Pearmain gehören Winston (Cox Orange x Worcester Pearmain),Robert Silbereisen, Gerhard Götz, Walter Hartmann: Obstsorten-Atlas. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-5537-0, S. 39. Katja, Lord Lambourne (beide Worcester Pearman x James Grieve),Robert Silbereisen, Gerhard Götz, Walter Hartmann: Obstsorten-Atlas. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-5537-0, S. 79. Tydemans Early Worcester (McIntosh x Worcester Pearmain),Robert Silbereisen, Gerhard Götz, Walter Hartmann: Obstsorten-Atlas. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-5537-0, S. 143. Redsleeves,Robert Silbereisen, Gerhard Götz, Walter Hartmann: Obstsorten-Atlas. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-5537-0, S. 177. Merton Worcester,Christopher Lloyd: Gardener Cook frances lincoln, 2001, ISBN 0-7112-1717-3, S. 59–60. Discovery (Worcester Pearmain x Schöner aus Bath),Christopher Lloyd: Gardener Cook frances lincoln, 2001, ISBN 0-7112-1717-3, S. 59–60, S. 58. William Crump,Walter Wright: The New Gardening Applewood Books, 2008 (1913) ISBN 978-1-4290-1326-0, S. 302. Akane (Jonathan x Worcester Pearmain)Michael Philips: The Holistic Orchard: Tree Fruits and Berries the Biological Way. Chelsea Green Publishing, 2011, ISBN 978-1-60358-407-4. und Laxtons Early Crimson.Rosie Sanders: Das Apfel-Buch. Delius Klasing 2012, ISBN 978-3-7688-3467-4, S. 15.

Weblinks

http://www.apfel.ch/produkte/details.aspx?SortenID=807

Einzelnachweise

Kategorie:Apfelsorte