Das Hohe Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg ist ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Städten Geesthacht und Lauenburg/Elbe sowie der Gemeinde Schnakenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Allgemeines Das rund 455 Hektar große Naturschutzgebiet ist unter der Nummer 142 in das Verzeichnis der Naturschutzgebiete des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingetragen. Es wurde 1993 ausgewiesen (Datum der Verordnung: 12. Januar 1993). Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Herzogtum Lauenburg.Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg“ vom 12. Januar 1993, Landesvorschriften und Landesrechtsprechung, Landesregierung Schleswig-Holstein. Abgerufen am 2. April 2013.
Beschreibung Das Naturschutzgebiet liegt am Nordufer der Elbe und erstreckt sich auf rund neun Kilometern Länge zwischen dem Geesthachter Ortsteil Grünhöf-Tesperhude und der Stadt Lauenburg/Elbe. Es ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Elbe mit Hohem Elbufer von Tesperhude bis Lauenburg mit angrenzenden Flächen“ und des Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe“.Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, Biosphärenreservate, Landesportal Schleswig-Holstein. Abgerufen am 18. April 2018.
Das Gebiet stellt das Elbvorland und den nach Süden abfallenden Steilhang des Elbeurstromtals unter Schutz. Die in die Elbe hineinreichenden Buhnen mit den dazwischenliegenden Flachwasserbereichen sowie ein Teil des Flusslaufes sind in das Naturschutzgebiet einbezogen. Das Naturschutzgebiet wird von der Elbe sowie dem nördlich angrenzenden Steilhang geprägt. Der quellreiche Steilhang ist überwiegend bewaldet. Hier wechseln sich lichte Hangwälder, in denen u. a. Traubeneiche, Kiefer, Feldulme und Wildbirne wachsen, mit Buchen- und Quellwäldern ab. Daneben sind Rutschhänge zu finden. In tief eingegrabenen Schluchten wachsen Eichen-Trockenwälder. Der Uferbereich der Elbe wird von wechselnassen Staudenfluren, Röhrichten und Weidengebüschen gesäumt, an die sich naturnahe Weichholzauen mit Purpurweiden und Schwarzpappeln anschließen.
Das Naturschutzgebiet dient zahlreichen Tieren und Pflanzen als Lebensraum. So kommen hier u. a. Fluss- und Meerneunauge und Rapfen vor. Die Zauneidechse und andere Reptilien sind ebenso heimisch wie zahlreiche Amphibien, Vögel und Fledermausarten. Auch der Biber kommt hier wieder vor.
Südlich von Schnakenbek liegt die Ertheneburg, eine ehemalige, mittelalterliche Befestigungsanlage, innerhalb des Naturschutzgebietes.Naturschatz Hohes Elbufer, Herzogtum Lauenburg. Abgerufen am 27. Juni 2025., Herzogtum Lauenburg. Das Naturschutzgebiet ist auf mehreren Wegen zugänglich.Annkathrin Bornholdt: Sonntagsspaziergang: Wandern im Naturschutzgebiet „Hohes Elbufer“, NDR 1 Welle Nord, 25. Dezember 2011. Abgerufen am 2. April 2013., Touristinformation Stadt Geesthacht, 25. August 2011. Der Elberadweg verläuft zwischen Geesthacht und Lauenburg durch das Schutzgebiet.
Weblinks
Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg, Faltblatt des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (PDF, 1 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Naturschutzgebiet im Kreis Herzogtum Lauenburg Kategorie:Geographie (Geesthacht) Kategorie:Lauenburg/Elbe Kategorie:Schnakenbek Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 1993