Die ISCH-56 (, englische Transkription IZH-56) ist ein sowjetisches Motorrad des Herstellers Ischmasch. Sie wurde von 1956 bis 1962 produziert.
Modellgeschichte und Technik Die ISCH-56 löste 1956 in der Serienproduktion die ISCH-49 ab und unterscheidet sich von ihr deutlich. Sie wurde als Straßenmotorrad für Überlandfahrten konstruiert und war sowohl als Solomotorrad mit Platz für einen Sozius und wahlweise auch als Motorradgespann ab Werk erhältlich. Der Beiwagen konnte im Bedarfsfall einfach abgenommen werden.
Das Fahrgestell besteht aus einem Einschleifen-Rohrrahmen mit unter dem Motorblock gegabeltem Unterzug. Das Vorderrad wird in einer hydraulisch gedämpften Teleskopgabel geführt. Das Hinterrad ist in einer gezogenen, mit zwei Federbeinen abgestützten Langarmschwinge aufgehängt. Die Räder mit geraden Speichen sind untereinander austauschbar.
Der luftgekühlte Einzylinder-Zweitaktmotor der ISCH-56 ist 20 % leistungsfähiger als der des Vorgängermodells, die Motorleistung stieg auf 13 PS. Vergaser und Luftfilter sind standardmäßig mit einer abnehmbaren Verkleidung versehen. Der Vergaser wird unter der Verkleidung gleichzeitig vorgewärmt. Im Gegensatz zu dem des Vorgängermodells ISCH-49 ist der Zylinder der ISCH-56 aus einer Aluminiumlegierung mit Grauguss-Laufbuchse hergestellt. Der Zylinder hat zwei Auslässe und so je Seite eine Auspuffanlage. Die Kurbelwelle ist geschmiedet und verpresst. Das Motor-Getriebe-Gehäuse ist vertikalM. P. Isaew: Мотоцикл ИЩ-56. Каталог запасных частей. Ischewsk 1960. teilbar, der Fußschalthebel und der Kickstarter befinden sich auf der linken Seite. Zusätzlich ist wie bei der ISCH-49 ein weiterer Getriebehebel als kurzer aufrecht stehender Handschalthebel auf der rechten Seite des Motors ausgeführt. Die Antriebskette zum Hinterrad ist gekapselt. Laut Hersteller waren Wasserdurchfahrten bis zu 30 cm Tiefe möglich.
Die beiden Schutzbleche sind tief heruntergezogenen um den Fahrer gut vor Staub und Schmutz der damaligen Straßenverhältnisse zu schützen. Das Motorrad war wahlweise mit Doppelsitzbank oder zwei Einzelsitzen erhältlich.
Im Lauf der Produktionsdauer wurden 677.428 ISCH-56 hergestellt, davon rd. 130.000 mit Seitenwagen ab Werk. 1962 wurde sie durch die ISCH-Planeta abgelöst, die auf der ISCH-56 basierte.
Technische Daten ISCH-56 Baujahre 1956–1962 Motor fahrtwindgekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor, Kickstarter Steuerung Kolbenkantensteuerung Ladungswechsel Umkehrspülung Bohrung × Hub 72 × 85 mm Hubraum 346 cm³ Verdichtung 6,8 : 1 Nennleistung bei 4200–4500/min Vergaser Typ К-28Б Motorschmierung Zweitaktgemisch 1 : 25 Zündung Batteriezündung, kontaktgesteuert Lichtmaschine 6 V – 45 W, Typ Г-36, später Г-36М Bordspannung 6 V Kupplung Mehrscheibenkupplung im Ölbad Getriebe 4-Gang-Getriebe,Übersetzungen(1. Gang: 4,32 : 1; 2. Gang: 2,24 : 1; 3. Gang: 1,4 : 1; 4. Gang: 1 : 1) Endantrieb Kette, Endübersetzung: 2,47 : 1 Rahmenbauart Stahlrohr-Rahmen mit Unterzug Maße (L × B × H) 2115 × 1025 × 780 mm Bodenfreiheit 135 mm Radaufhängung vorn Teleskopgabel, hydraulisch gedämpft Radaufhängung hinten gezogene Langarmschwinge,mit 2 hydraulisch gedämpfte Federbeinen abgestützt Felgengröße vorn Drahtspeichenrad, 19″ Felgengröße hinten Bereifung vorn 3,25–19″ Bereifung hinten Bremse vorn Innenbacken-Trommelbremsen (Vollnabe) Bremse hinten Leergewicht 158 kg (trocken) zulässiges Gesamtgewicht 290 (als Motorradgespann: 470 kg) Höchstgeschwindigkeit 100 km/h Tankinhalt 14 l Verbrauch 4,5 l/100 km Reichweite 320–360 km
Sportmotorräder aus der Serie 1957 begann die Produktion der neuen Serie von Sport-Motorrädern mit geschweißtem Rohrrahmen und Hinterradschwinge
ISCH-57K – für Motocross-Wettbewerbe, 18 PS Leistung ISCH-57M – für mehrtägige Wettkämpfe, 18 PS Leistung ISCH-54A – Pazmep war für Schaurennen, Hinterrad 16", Vorderrad 19". Leistung 20 PS ISCH-60M – für mehrtägige Veranstaltungen, Leistung 19 PS ISCH-60MS – für alle Tage und Wettbewerb, mit 6-Gang-Schaltgetriebe.
Einzelnachweise
Weblinks
Kleine Typengeschichte der ISCH-Planeta
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