Oblivion ( für Vergessen, Vergessenheit) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2013, der unter der Regie von Joseph Kosinski entstand. In einem postapokalyptischen Szenario ist die Erde durch einen Krieg zwischen Menschen und Außerirdischen verwüstet und nahezu unbewohnbar. Nur einige Drohnen und Techniker befinden sich noch dort, um den Abbau wichtiger Ressourcen zu überwachen. Der Film startete am 11. April 2013 in den deutschen Kinos.

Handlung Im Jahr 2077 ist die Erde weitgehend unbewohnbar und entvölkert. Der Drohnenmonteur Tech-49 Jack Harper und seine Partnerin Victoria, genannt Vika, wohnen als Paar im einsam gelegenen Kontrollturm 49 über den Wolken. Sechzig Jahre zuvor kam es zu einem Krieg mit Außerirdischen, den sogenannten Plünderern. Während des Angriffs zerstörten die Außerirdischen den Mond, was eine Reihe von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis verursachte. Große Teile der Menschheit wurden dadurch ausgelöscht. Anschließend erfolgte eine Invasion, die zwar von den Menschen durch den Einsatz von Nuklearwaffen zurückgeschlagen werden konnte, doch der Planet wurde dabei völlig verwüstet und weitgehend verstrahlt; die Überlebenden wurden auf den Saturnmond Titan und auf eine Raumstation umgesiedelt, die sich in einer Erdumlaufbahn befindet und aufgrund ihrer tetraedrischen Bauform Tet genannt wird. Lediglich eine Handvoll Menschen ist auf der Erdoberfläche zurückgeblieben und kümmert sich, von Tet aus befehligt, um die Förderung ihrer Ressourcen.

Jack ist für die Reparatur von Kampfdrohnen zuständig; diese dienen dem Schutz der gewaltigen Deuteriumspeicher, die dem Meer Wasserstoff entziehen und so die Energieversorgung von Tet und der Menschen auf dem Titan sicherstellen. Der Schutz ist notwendig, da noch versprengte Plünderer auf der Erde leben und die Ressourcengewinnung sabotieren. Vika koordiniert vom Turm aus Jacks Außeneinsätze, die er mit seinem Fluggerät unternimmt, und warnt ihn vor drohenden Gefahren durch Plünderer. Dabei untersteht sie einer Kommandantin namens Sally, die von der Raumstation aus alle Aktivitäten der beiden überwacht und steuert. Die Konstellation erzeugt jedoch auch Spannungen: Jack will die Erde nicht aufgeben und missachtet daher gelegentlich die Vorschriften. Vika hingegen verhält sich vorschriftsgemäß; ihr Ziel ist das in zwei Wochen anstehende Ende ihrer Arbeitszeit auf der Erde, das mit einem Leben auf dem Titan belohnt werden soll. Das Gedächtnis beider ist vorschriftsmäßig gelöscht worden, damit Feinden im Falle der Gefangennahme keine Informationen in die Hände gelangen. Jack glaubt sich jedoch immer wieder an Szenen aus der Zeit vor dem außerirdischen Angriff, in denen eine ihm unbekannte Frau vorkommt, zu erinnern.

Bei einem seiner Einsätze gerät Jack in eine Falle der Plünderer. Gerettet wird er von einer erst in letzter Sekunde eintreffenden Kampfdrohne, die von Vika angefordert wurde. Er bemerkt ein eigenartiges Verhalten der Plünderer, die ihn offenbar nicht töten, sondern vielmehr gefangen nehmen wollten. Am anderen Morgen werden Jack und Vika durch die Explosion eines Deuterium-Extraktors geweckt, Folge eines weiteren Anschlags der Plünderer. Bei einem Patrouillenflug beobachtet Jack den Absturz eines Raumschiffs. Der Absturzort liegt auf Koordinaten, die zuvor von einem Plünderersignal gesendet wurden. Als Jack die Absturzstelle erreicht, findet er überlebende Menschen in Schlafkapseln vor. Eintreffende Kampfdrohnen, die Tet gesandt hat, töten diese jedoch. Jack kann nur eine der Überlebenden retten, indem er sich einer Drohne in den Weg stellt. Die gerettete Frau heißt Julia und stellt sich als die Frau aus Jacks Träumen heraus. Sie wiederum kennt ihn mit Namen, obwohl sie 60 Jahre in der Schlafkapsel im sogenannten Delta-Schlaf verbracht hat. Sie ist dabei nicht gealtert. Vika und Jack versorgen sie auf dem Kontrollturm medizinisch. Vika ist jedoch misstrauisch und sieht in ihr eine Nebenbuhlerin. Julia überredet Jack gegen Vikas Willen zur Bergung ihres Flugschreibers, der wichtige Informationen enthalte. Sie finden ihn am Absturzort des Raumschiffs, werden dann aber von den Plünderern gefangen genommen.

In ihrem unterirdischen Versteck enthüllen die Plünderer ihren Gefangenen, dass sie gar keine Außerirdischen sind, sondern Menschen, welche die Raumstation Tet vernichten wollen. Ihr fremdartiges Aussehen rührt von der Verwendung von Tarntechnologie her, mit der sie die Drohnen täuschen. Diese seien nämlich nicht etwa darauf programmiert, Außerirdische zu töten, sondern Menschen. Jack sei die ganze Zeit getäuscht worden: Die Menschheit habe den Krieg gegen die Außerirdischen, die nun Bodenschätze der Erde plündern, seinerzeit in Wahrheit verloren. Weil er sich als Techniker mit den Kampfdrohnen auskennt, soll Jack daher eine gekaperte Drohne umprogrammieren, damit diese einen Thermonuklearsprengsatz, bestehend aus einem Plutoniumreaktor und zehn Brennstoffzellen, zu Tet fliegt, um die Raumstation zu sprengen. Der Reaktor stammt aus dem Raumschiff, das Julia auf die Erde gebracht hat und dessen Landung von den Plünderern, die eigentlich Widerstandskämpfer sind, veranlasst wurde, weil sie dessen waffenfähiges Plutonium benötigen. Jack glaubt den Plünderern zunächst nicht und weigert sich, die Drohne umzuprogrammieren. Daraufhin wird er vom Anführer Malcolm Beech mit dem Ratschlag entlassen, er solle in den verbotenen Zonen, in den angeblich verstrahlten und unbewohnbaren Gebieten, nach der Wahrheit suchen.

Julia eröffnet Jack, dass sie seine Ehefrau sei. Sie sagt, die beiden sollten vor 60 Jahren als Astronauten gemeinsam einen Raumflug zum Saturnmond Titan antreten, der aber nicht stattfand, weil sich ein außerirdisches Raumschiff – Tet – der Erde näherte und sie stattdessen dieses erkunden sollten. Jacks Erinnerungen an Julia werden zunehmend konkreter. Vika bemerkt dies; aus Eifersucht und um ihren Transit zum Titan nicht zu gefährden, meldet sie Jack bei der Zentrale. Wenige Momente später wird sie von einer Drohne getötet, die sich zur Reparatur im Kontrollturm befindet. Bevor die Drohne auch Jack töten kann, wird sie von Julia abgeschossen. Sally aus der Kommandozentrale bezeichnet Vikas Tötung gegenüber Jack als technischen Fehler. Sie erteilt ihm den Befehl, Julia zu Tet zu bringen.

Jack und Julia fliehen und werden kurze Zeit später von drei Drohnen verfolgt. Sie können zwei der Drohnen ausschalten, ihr Fluggerät wird jedoch beschädigt und sie müssen in einer Wüste notlanden, die sich in der angeblich unbewohnbaren Strahlungszone befindet. Überrascht stellen sie fest, dass sie ohne Schaden überleben können, anstatt, wie Jack beigebracht wurde, augenblicklich innerlich zu verbrennen. Die letzte Drohne stürzt unweit von ihnen ab und wird kurz darauf von einem anderen Techniker gefunden, in dessen Einsatzgebiet sich die Drohne offenbar befindet. Jack muss überrascht feststellen, dass er und der andere Techniker, Tech-52, identische Klone sind. Jack versucht, den anderen zu überzeugen, dass die Drohne abgeschaltet werden muss, aber der ebenfalls überraschte Tech-52 hält Jack mit seiner Waffe in Schach. Als er Julia erblickt, tauchen aber in ihm ebenfalls Erinnerungen an sie auf. Diesen Moment der Ablenkung nutzt Jack, um Tech-52 anzugreifen. Im Handgemenge, bei dem der andere Jack die Abschaltung der Drohne verhindern will, löst sich ein Schuss, wodurch Julia verletzt wird. Jack überwältigt Tech-52 und nutzt dessen Fluggerät, um medizinische Ausrüstung aus dessen Kontrollturm mit der Nummer 52 zu holen, um Julia zu retten. Hier begegnet er einem Klon von Vika, die ihn aber natürlich für „ihren“ Jack hält und ihn daher gewähren lässt.

Nach der medizinischen Versorgung Julias bringt Jack sie zu einem idyllischen Ort an einem See, den er schon vor einiger Zeit entdeckt, heimlich mit allerlei gefundenen Andenken an die Vorkriegszeit bestückt und hin und wieder allein besucht hatte. Hier kommen sich Julia und Jack näher und schlafen miteinander. Er entscheidet sich, zu den Widerstand leistenden Menschen zurückzukehren und ihnen zu helfen. Julia begleitet ihn.

Malcolm Beech erzählt ihnen nun die ganze Wahrheit: Das außerirdische Raumschiff Tet nahm vor 60 Jahren den Astronauten Jack Harper und seine Copilotin Victoria gefangen und klonte sie beide. Später zerstörte es den Mond und schickte anschließend Invasionstruppen aus Abertausenden Klonen von Jack auf die Erde. Die Menschheit verlor den Krieg, und seither entziehen die von den Drohnen bewachten Hydrotürme seit mehr als 50 Jahren der Erde ihre Ressourcen. Eine menschliche Zuflucht im Orbit oder auf dem Titan gibt es natürlich nicht, auch hier wurde Jack-49 belogen. Die überlebenden Menschen halten sich vielmehr auf der Erde vor den Drohnen versteckt, und die angeblich verstrahlten, unbewohnbaren Gebiete sind in Wahrheit die Kompetenzbereiche der anderen Klone, die nichts voneinander wissen sollen. Beech hatte trotz der Bedenken seines Mitstreiters Sykes bewusst Jack-49 für die Sabotage-Mission ausgewählt und gefangen nehmen lassen, weil er beobachtet hatte, wie Jack-49 bei seinen Einsätzen heimlich Relikte aus vergangenen Zeiten gesammelt hat und somit Erinnerungen an die Zeit vor dem Angriff der Außerirdischen zu haben scheint.

Jack hilft nun, die gekaperte Drohne mit dem Sprengsatz zu programmieren. Als sie gestartet werden soll, wird der Unterschlupf der Widerstandskämpfer aber von weiteren Drohnen angegriffen. Der Angriff kann unter hohen Verlusten abgewehrt werden, die für die Bombe bestimmte Drohne wird dabei jedoch zerstört. Jack entschließt sich daher, die Bombe mit seinem Fluggerät zur Kommandostation zu bringen, was von Tet auch zugelassen wird, da Jack ja ohnehin den Befehl hat, die Überlebende des Raumschiffs dort abzuliefern. Während des Flugs hört er das Sprachprotokoll des geborgenen Flugschreibers ab. Dadurch erfährt er, dass der Astronaut Jack Harper und sein Team, dem seine Copilotin Vika und seine Ehefrau Julia angehörten, vor 60 Jahren den Auftrag hatten, das Objekt Tet zu erkunden. Als ihr Raumschiff von dem Objekt unfreiwillig angezogen wurde, wollte er Julia und den Rest der Crew, die sich im Kälteschlaf befanden, retten und trennte im letzten Moment das Kryo-Schlafmodul des Raumschiffs ab, das danach per Autopilot in eine Erdumlaufbahn gelangte und dort jahrzehntelang auf ein Landesignal wartete.

Bei Tet angekommen offenbart Jack dessen zentraler Kommandoeinheit Sally, die sich als Maschinenwesen entpuppt und der damaligen Capcom der NASA nachempfunden ist, dass er statt Julia den schwer verletzten Malcolm Beech mitgebracht hat. Jack und Malcolm opfern sich und zünden gemeinsam die mitgebrachte Nuklearbombe, die das riesige fremde Raumschiff zerstört. Die Drohnen auf der Erde, die eben den Unterschlupf der Menschen angreifen, werden nun nicht mehr geleitet und stürzen ab.

Drei Jahre später lebt Julia an dem idyllischen Ort am See, an dem Jack-49 sie vor seinem Flug zu Tet zurückgelassen hat. Sie hat eine zweijährige Tochter, deren Vater Jack-49 ist. Die überlebenden Menschen, die einst gegen die Außerirdischen gekämpft haben, erscheinen nun dort, angeführt von Sykes; ebenso der Klon Jack-52, der nach der Begegnung mit Julia und Jack-49 drei Jahre lang nach dem Ort am See gesucht hat.

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