Franz Josef Seché, bürgerlicher Name Josef Sechehaye (* 10. Oktober 1851 in KölnGeneral-Anzeiger, 15. Dezember 1894, S. 3; † 4. Februar 1901 ebenda)Historisches Architektenregister, abgerufen am 31. März 2013.General-Anzeiger, 6. Februar 1901, S. 7 war ein deutscher Architekt und Lehrer an der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule in Köln.Michael Werling: Architekturlehrer der FH Köln Teil I/Die Ehemaligen. Hrsg. anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Fachbereichs bzw. der Fakultät für Architektur der FH Köln, Köln 2006, S. 163 ff.
Leben Über die Ausbildung von Josef Seché ist nichts bekannt. In den 1870er Jahren war er als Architekt im Dienste der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft tätig. Um 1879/80 wurde er an die Königliche Provinzial-Gewerbeschule in Köln berufen, wo er die Fächer dekoratives Malen, Freihand- und kunstgewerbliches Fachzeichnen sowie Entwerfen unterrichtete. Parallel dazu war er als selbstständiger Architekt tätig. Er entwarf verschiedene Kölner Bürgerhäuser. Zu seinem Lebenswerk gehören aber auch einige Sakralbauten. Dass er außerdem an Architekturwettbewerben teilnahm, lässt sich anhand eines Beitrages für den Neubau eines Kreishauses in Hörde feststellen, der zusammen mit dem Entwurf des Architekten Speer aus Mannheim den Wettbewerb gewann.vgl. Centralblatt der Bauverwaltung. XI Jg., Nr. 50 vom 12. Dezember 1891, S. 503 Nach den Kölner Bürgerrollen (Liste der stimmfähigen Bürger der Stadt Köln) wohnte er um 1880 in der Pantaleonstrasse Nr. 29,Bürgerrolle 1881, abgerufen am 31. März 2013. danach auf dem Hohenzollernring Nr. 83.Bürgerrolle 1885, abgerufen am 31. März 2013. Die letzte Wohnung hatte er auf dem Sachsenring Nr. 101, wo er im Alter von 50 Jahren verstarb.Bürgerrolle 1891, abgerufen am 31. März 2013. Seine Grabstätte auf dem Kölner Melaten-Friedhof existiert nicht mehr.
Sein Sohn Josef Seché war Maler und Gebrauchsgraphiker.
Bauten (Auswahl) In Köln 1878: Breite Straße/St. Apernstraße, Wohn- und Geschäftshaus „Bäckermeister Blumacher“vgl. Allg. Bauzeitung, Bd. 56, Wien 1891, S. 16 ff. 1882/83: Hohenzollernring Nr. 32 1885/86: Hohenzollernring Nr. 83 1886: Hohenstaufenring Nr. 58vgl. Allg. Bauzeitung, Bd. 57, Wien 1892, S. 64 ff. 1886/87: Habsburgerring Nr. 20 1886/87: Marsplatz 10–14/Steinweg, Geschäftshaus der Firma F. Alsberg (Mitte der 1930er-Jahre abgebrochen)Wolfram Hagspiel: Köln in Fotografien aus der Kaiserzeit. Regionalia Verlag, Rheinbach 2016, ISBN 978-3-95540-227-3, S. 78. 1887/88: (zusammen mit H. Krings) Salierring Nr. 27–35 1888: Hohenstaufenring 43, Wohn- und GeschäftshausWolfram Hagspiel: Köln in Fotografien aus der Kaiserzeit. Regionalia Verlag, Rheinbach 2016, ISBN 978-3-95540-227-3, S. 125/126. 1890: Sachsenring Nr. 95 und Nr. 97 1890: (zusammen mit J. Crones) Sachsenring Nr. 101 und Nr. 103
Außerhalb Kölns 1878/79: (zusammen mit E. WulffEberhard Wulff war der Leiter der Hochbauabteilung der Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft (REG). Er baute u. a. die Bahnhofsgebäude von Montabaur, Gerolstein, Kyllburg, Niedermendig, Neandertal, Mettmann (heute Mettmann-Stadtwald), Wuppertal-Ottenbruch und Wuppertal-Mirke.) Empfangsgebäude der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft in Duisburg um 1880: (zusammen mit E. Wulff) Stationsgebäude der Ahrtalbahn in NeuenahrDer Bahnhof Bad Neuenahr, abgerufen am 31. März 2013. und Ahrweiler, abgerufen am 31. März 2013.. 1890/91: Evangelische Kirche in HückelhovenEv. Kirche Hückelhoven (PDF; 14,8 MB) abgerufen am 1. April 2013 1893–1895: Hotel zum Goldenen Drachen (später Hotel Monopol) in Königswinter, nach Einsturz des Rohbaus 1893 Ausführung durch Johann Schwister fortgesetzt 1895–1897: St. Mariä Empfängnis in Essen-HolsterhausenSt. Mariä Empfängnis in Essen-Holsterhausen abgerufen am 1. April 2013 1897: St. Stephanus in Golkrath (Erkelenz), im Zweiten Weltkrieg gesprengt
Bilder
Literatur Friedrich Romberg: Bericht über die Entstehung, Entwicklung und Organisation der Anstalt, sowie der mit derselben verbundenen Handwerker-Fortbildungsschule. Zugleich als Festschrift herausgegeben bei Gelegenheit der Einweihung des neuen Schulgebäudes. Köln 1886. Willy Weyres, Albrecht Mann: Handbuch zur Rheinischen Baukunst des 19. Jahrhunderts. 1800 bis 1880, Köln 1968. Hiltrud Kier: Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland. Hrsg. Landeskonservator Rheinland, Bd. 23, Die Kölner Neustadt, Düsseldorf 1978.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Köln) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Hochschule Köln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1851 Kategorie:Gestorben 1901 Kategorie:Mann