miniatur|Schematische Zeichnung der Dachform: irimoya, eines Fußwalmdachs

Irimoya (jap. , auch: Irimoya-zukuri , ~ Bauweise) bezeichnet in der chinesischen und japanischen Architektur eine Dachform, die in Europa etwa dem Fußwalmdach entspricht.

Übersicht Die Grundform dieses Dachs besteht aus einem Satteldach (, kirizuma-yane), dessen Dachtraufen weit nach unten gezogen sind und an dessen abgewandten Seiten zwei Fußwalme angesetzt werden. Das Satteldach überspannt dabei die Hausmitte (moya), während die Fußwalme die umlaufenden Gänge (, hisashi) um das Haus schützen. Diese Dachform kam etwa im 6. Jahrhundert von China nach Japan. Sie wird häufig bei prächtigen Tempeln und Burgen verwendet. Im Chinesischen wird diese Dachform Xiēshān () genannt, im Koreanischen Piljakjibung ().

Beispiele für diese Dachform finden sich am Hōryū-ji und am Toyomitsu-jinja () in der Präfektur Shiga.

Die Irimoya-Dachform kann unterschieden werden vom Walmdach (, yosemune-yane) und dem shikoro-yane (), einem Satteldach, bei dem die abfallenden Walme abgesetzt sind und die Dachtraufen nicht in einem Stück nach unten geführt werden.

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Einzelnachweise

Kategorie:Architektur (Japan) Kategorie:Dachform